Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Überdosis Social Media beflügelt Fake News

Im Übermass soziale Medien nutzende Menschen gefährden nicht nur ihre psychische Gesundheit. Sie sind auch anfälliger dafür, auf Falschmeldungen hereinzufallen.
© (Quelle: sdecoret / Shutterstock.com)

Das beweist eine Studie von Forschern der Michigan State University. "Diese übermässige Nutzung ist mit einer grösseren Neigung verbunden, Fake News zu glauben und sich damit auseinanderzusetzen", so Wissenschaftler Dar Meshi.

129 Freiwillige im Test

Gemeinsam mit Maria D. Molina hat Meshi 189 Teilnehmern zwischen 18 bis 26 Jahren 20 Nachrichtenartikel im Format von Social-Media-Beiträgen vorgelegt, von denen jeweils die Hälfte richtig und gefälscht war. Die Probanden sollten erkennen, welche Beispiele Fake News und welche richtig sind. Ausserdem sollten sie diese kommentieren, mit Likes versehen und teilen. Die Social-Media-Nutzungsdauer hatten die Forscher zuvor schon erfasst.

Ergebnis: Sogenannte "Problemnutzer" neigten dazu, Fake News für wahr zu halten, mit Nachrichtenbeiträgen zu interagieren, unabhängig davon, ob sie echt oder gefälscht waren und auf Fake-News-Beiträge zu klicken. Das verstärkte sich, je umfassender sie die sozialen Medien nutzten. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Nachrichten bewusst gefälscht, also Desinformationen waren, oder Irrtümer, also Fehlinformationen.

Bessere Therapien möglich

"Personen mit Anzeichen einer problematischen Nutzung sozialer Medien sind möglicherweise auch anfälliger für gesundheitsbezogene Fehlinformationen, sodass Ärzte verschiedener Fachrichtungen bei der Erstellung von Therapien davon profitieren könnten, dass sie das Ausmass der Social-Media-Nutzung ihrer Patienten kennen", so Molina.

Die Ergebnisse der Studie könnten auch dazu beitragen, die Bemühungen von Behörden, Organisationen und Social-Media-Unternehmen zur Bekämpfung von Fehl- und Desinformation zu unterstützen, heisst es. "Indem wir Personen identifizieren, die dazu neigen, Fake News zu glauben, können wir dazu beitragen, deren Verbreitung einzudämmen. Forscher könnten mit Social-Media-Unternehmen zusammenarbeiten, um Wege zu finden, diesen Nutzern zu helfen und ihre Konfrontation mit Fake News zu begrenzen", schliesst Meshi. (pressetext.com)

Kommentare

Social Media Gesellschaft
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

MediaMarktSaturn führt mobiles Bezahlen in 400 Märkten ein
Verkäufer können Zahlungen jetzt direkt am Regal oder im Servicebereich entgegennehmen. Nach einer Pilotphase dauerte der bundesweite Rollout in Deutschland nur 48 Stunden.
3 Minuten
Eventfrog führt KI-Assistenten für die Eventerfassung ein
Mit dem neuen KI-Assistenten Froggy können Veranstalter ihre Events per Text- oder Sprachnachricht erfassen. Die Anwendung übernimmt die Angaben automatisch in das Eingabeformular und fragt bei fehlenden Informationen nach.
2 Minuten
iWay senkt bei Glasfaser-Abos Preise und erhöht Geschwindigkeiten
Glasfaser bei iWay wird schneller oder günstiger, bei Neubestellungen entfällt ab sofort bei allen Abos für Internet, TV, Mobile und Telefonie die Mindestvertragsdauer.
2 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare