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Perfekte Bilder mit KI - PCtipp zeigt wie

KIs erzeugen heute perfekte Fotos. Doch das ist nicht alles: Sie helfen uns auch dabei, die eigenen, unbezahlbaren Erinnerungen aufzuwerten, ohne der Authentizität zu schaden. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei. 
© ChatGPT

Generative KIs sind in der Lage, die verrücktesten Bilder aus dem Nichts he­raus zu generieren: «Ein Affe mit Sonnenbrille sitzt auf einem Einhorn am Strand und schlürft eine Margarita.» Das taugt zwar als Partygag, doch nach kürzester Zeit ist der Reiz dahin. Dabei kann eine KI auch ein bestehendes Bild dezent verbessern, ohne dass sein Charakter verloren geht. Und damit wird sie zu einem spannenden Werkzeug, um die eigenen Fotos zu optimieren und in einem neuen, besseren Licht zu präsentieren.

Allerdings gibt es nicht «die eine perfekte KI für Bilder und Grafiken», im Gegenteil. Die Dienste überbieten sich regelmässig mit spektakulären Neuerungen. Kürzlich deklassierte «Nano Banana» von Google die Konkurrenz. Doch als diese Zeilen geschrieben wurden, sorgte «Image 2» von ChatGPT für offene Münder. Die konnten wir gleich offenlassen, denn kurz darauf zog Google mit «Nano 
Banana 2.0» vorbei. Und als wäre das nicht genug, vereint die Website magnific.com nicht nur mehrere KIs unter einem Dach, sondern bietet über eine einfache Oberfläche unzählige Funktionen aus den Bereichen Video, Audio und natürlich Foto.

Tipp: Das heisst auch, dass die Experimentierfreude nie enden sollte. Wir verzichten an dieser Stelle auf eine Wertung dieser drei populären Dienste. Stattdessen lohnt es sich, immer wieder zu wechseln und zu vergleichen.

Ein Konto muss sein

Am Anfang steht die Registrierung bei einem Dienst. Mit einem eigenen Konto lassen sich später die Projekte fortsetzen oder die Bilder erneut herunterladen und vergleichen. ChatGPT erlaubt die Verwendung in einem beschränkten Rahmen auch ohne Konto, aber sinnvoll ist das nicht.

Google

Google nennt seine KI «Gemini» (sprich: «Tschemenei») und den bilderzeugenden Teil «Nano Banana», zu finden unter dem Link gemini.google.com

Ein kostenloses Google-Konto wird für die Bilderzeugung vorausgesetzt, doch die meisten Android- und unzählige Mac-Anwender haben diesen administrativen Teil schon hinter sich. Ansonsten legen Sie eines an.

OpenAI

Der Dienst «ChatGPT» von OpenAI galt lange Zeit als das Synonym für KI schlechthin. Die Bilderzeugung hörte anfangs auf den Namen «DALL·E», doch heute läuft die massiv verbesserte Version unter dem Namen «Image 2». Anmeldung und Nutzung unter openai.com.

Magnific

Im Gegensatz zu den anderen beiden Diensten bietet magnific.com keine kostenlosen Leistungen. Das liegt auch daran, dass der Dienst auf kostenpflichtige, potente KIs zugreift. Um Magnific zu nutzen, brauchen wir also nicht nur ein Konto, sondern auch Guthaben. Mehr dazu später.

Fotos wie vom Profi

Wenn wir uns von den Einhörnern und den beschwipsten Affen distanzieren, bleiben die wirklich spannenden Funktionen übrig. Jene, die uns helfen, die eigenen Fotos sinnvoll zu verschönern. Es wäre ein Leichtes, spektakuläre Wolkengebirge einzusetzen, weil der abgebildete Himmel monoton und stinklangweilig wirkt. Wo die unstatthafte Verfälschung der Realität beginnt, muss dabei jeder für sich entscheiden. Doch es gibt auch subtile Verbesserungen, die so unscheinbar sind, dass die Resultate umso mehr überzeugen.

Alte Fotos restaurieren

Generative KI deckt sich nicht mit den Vorstellungen von Fotografen, die bewusst einen konservativen Ansatz verfolgen. Trotzdem leistet sie einen spektakulären Beitrag bei längst vergangenen Motiven, die schlicht vermasselt wurden. Solche Fotos mögen zwar auf eine gewisse Weise authentisch sein, aber nicht schön anzuschauen. Und überhaupt: Wer bedingungslos der Realität huldigt, darf keinen (digitalen) Schwarz-Weiss-Film in die Kamera einlegen – denn die Wirklichkeit schillert in allen Farben.

Das Bild 1 ging komplett in die Hose. Es wurde unter schlechten Lichtbedingungen mit einer billigen Analogkamera geknipst. Und als ob das nicht genug ist, wurde der Papierabzug mit einem mittelmässigen Scanner digitalisiert. ChatGPT verwandelt dieses Foto in ein brauchbares Abbild, ergänzt durch Informationen wie der Jeans-Struktur oder den Details im Gesicht. Das Bildrauschen ist weg, Staub und kleine Beschädigungen wurden entfernt. Die Ironie liegt auf der Hand: Obwohl generative KI Details erfunden hat, zeigt das Resultat sehr viel mehr von der Realität. 

Bild 1: Zwar wurden Details erfunden, doch das Resultat ist näher an der Realität 

© PCtipp

Um ein Foto zu restaurieren, ziehen Sie es vom Schreibtisch in das Eingabefeld von ChatGPT, Bild 2 A. Doch bevor es mit einem Klick auf den Pfeil gesendet wird B, ergänzen wir die Eingabe mit einer einfachen Anweisung, auch «Prompt» genannt C: «Korrigiere die Schärfe und die Farben. Das Bild soll aussehen, als wäre es mit einer modernen Digitalkamera aufgenommen worden.»

Nach kurzer Zeit erstrahlt das Motiv in neuem Glanz. Das gilt nicht nur für alte Analogabzüge, sondern auch für Smartphone-­Fotos aus einer Zeit, als deren Kameras noch eine Notlösung waren.

Tipp: Die KI stemmt das ganze Gewicht der Retusche – aber was im Detail passiert, entscheidet der Mensch: «Entferne den Müll­eimer und den Abfall am Boden» oder «Lösche den Aufdruck auf dem T-Shirt» bis hin zu «Entferne die Hand im Gesicht». Es gibt praktisch keine Grenzen.

Bild 2: Oft reicht ein einfacher Prompt, um wahre Wunder zu wirken

© PCtipp
Ich mach’ mir die Welt …

Eine generative KI wird sich die Realität so zurechtbiegen, wie sie es für richtig hält – aber das trifft nicht immer den Geschmack des Auftraggebers. Bei der Aufnahme in Bild 3 A lag der Weissabgleich der Kamera so daneben, dass sich die Farben nicht mehr retten liessen. Auch der Fokus liegt nicht genau auf dem Gesicht. Doch weil ich das Foto behalten wollte, wurde es damals in Schwarz-Weiss konvertiert. Heute, mehr als zwei Dekaden später, holt die KI die Farben mit einem einfachen Prompt zurück: «Färbe das Foto ein. Behebe die Unschärfe im Vordergrund, aber übertreibe es nicht mit dem Schärfen.»

Das Resultat B scheint im ersten Moment gefällig. Aber die Gesichtszüge wirken nicht kindlich, sondern zu hart und zu kontrastreich, fast wie ein Propagandaposter aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Der zweite Prompt bringt das in Ordnung: «Achte beim Gesicht darauf, dass es nicht zu hart wirkt. Reduziere den Kontrast» C.

Tipp: Das soll bis auf Widerruf für alle weiteren Fotos gelten. Der letzte Prompt macht klar Schiff: «Speichere das als Voreinstellung.» Und die KI, in diesem Fall ChatGPT, antwortet geflissentlich: «Gespeichert. Für künftige Foto-Restaurationen berücksichtige ich nun standardmässig: weiche, natürliche Gesichtszüge, reduzierten Kontrast etc.» Natürlich lassen sich die Voreinstellungen jederzeit ändern und durch andere Vorlieben ersetzen.

Bild 3: Es lohnt sich, auf dem Resultat herumzureiten, um es zu verfeinern

© PCtipp
Kann das weg?

Wer schon einmal versucht hat, Teile eines Bildes zu löschen, weiss: Eine konventionelle Software für die Bildverarbeitung funktioniert bestenfalls mit einem Abfalleimer vor einer schwach strukturierten Mauer, indem deren Muster einfach über das störende Element geklont wird.

Sobald jedoch der Hintergrund rekonstruiert werden muss, ist die KI das Mittel der Wahl. Und so entstehen Ansichten, wie man sie sonst als Tourist nie zu sehen bekommt, etwa wie in Bild 4. Der Prompt dazu ist denkbar kurz: «Entferne alle Personen.»

Bild 4: Drei Wörter reichen, um ein menschenleeres Disney World zu erzeugen

© PCtipp
Fehlende Exif-Daten

In einem Punkt sind die KI-Ergebnisse einem digitalen Foto unterlegen: Sie enthalten keine Exif-Daten. Dabei handelt es sich um Informationen, die jede Digitalkamera unsichtbar in die Aufnahme einbettet. Die Exif-Daten enthalten Angaben zur Belichtung, zum verwendeten Objektiv und vieles mehr. Doch vor allem speichern sie das Aufnahmedatum – und das wiederum verwendet so ziemlich jede Foto-Software für die chronologische Sortierung der Bilder.

Noch sind die KIs nicht in der Lage, das fertige Bild mit Exif-Daten auszugeben. Das gilt auch dann, wenn sie im Original bereits vorhanden sind. Hier hilft also nur, vor dem Import in die Foto-Software auf eine spezialisierte Anwendung auszuweichen, um den Bildern den Exif-Stempel aufzudrücken.

  • Fast Stone Image Viewer: Dieses Windows-Programm ist eigentlich ein Bildbetrachter, bietet aber eine sehr simple Funktion für die Batch-Änderung (Stapelverarbeitung) des Aufnahmedatums. Der Download unter faststone.org ist kostenlos.
  • MetaImage Unlimited: Am Mac glänzt MetaImage Unlimited für einen Einmalkauf über 20 Franken. Die Anwendung ist in Deutsch lokalisiert, sehr zugänglich und erfüllt jeden Wunsch zur Manipulation der Exif-Daten. Erhältlich im Mac App Store unter go.pctipp.ch/3364 oder als Bestandteil des Setapp-Abos unter setapp.com. Eine kostenlose Alternative ist der Photo Date Adjustator unter go.pctipp.ch/3543. Er ist jedoch nur in Englisch verfügbar und längst nicht so übersichtlich.

Tipp: In den meisten Fällen lohnt es sich nicht, zu lange über das genaue Aufnahmedatum zu grübeln. Stattdessen reicht es, die Fotos auf den Monat oder auch nur auf das Jahr genau zu datieren.

Die eigene Bildagentur

Wir alle möchten zuweilen eine Einladung gestalten, um Freunde und Bekannte zu einem Anlass einzuladen. Dazu braucht es ansprechende Bilder. Doch selbst wenn die passenden Grafikprogramme zur Verfügung stehen, scheitert die Umsetzung in den meisten Fällen am fehlenden Wissen. Nicht alle von uns verdienen ihren Lebensunterhalt als professionelle Grafiker.

Motive für jeden Anlass

Generative KI punktet heute mit der Möglichkeit, erstklassige Fotos für jeden Einsatz zu erstellen – natürlich sehr zum Leidwesen von Fotografen und Bildagenturen. Aus der Sicht des Privatanwenders kauft wohl kaum jemand Agenturfotos. Doch die Bilder im Internet sind entweder von schlechter Qualität, passen nicht zum Anlass oder sind urheberrechtlich geschützt.

All diese Hindernisse wischt eine KI mit simplen Prompts beiseite, etwa wenn ein Foto für die Einladung zum Grillfest gesucht wird. «Erstelle eine Nahaufnahme eines Kohlegrills. Darauf brutzeln Würste, Steaks, Mais und Gemüse. Eine Hand wendet mit der Grillzange eine Wurst.»

Das Resultat im ersten Anlauf zeigt das Bild 5 A. Doch das Motiv ist nicht in Stein gemeisselt: «Erstelle eine rein vegetarische Variante ohne Zange. Wähle den Bildausschnitt so, dass noch ein Teil vom Tisch zu sehen ist, auf dem ein eiskaltes Mischgetränk steht» B.

Bild 5: Perfekt, ansprechend und lizenzfrei: das Foto für den nächsten Grillabend

© PCtipp

Mehr als nur ein Bild

Doch manchmal soll es mehr als ein Foto sein – und dann erinnern wir uns daran, dass eine KI zu viel mehr fähig ist, als einzelne Fotos zu generieren. So stammt das Rezept für eine Udon-Nudelsuppe aus einem alten Familien-Kochbüchlein, liebevoll handgeschrieben mit Bleistift, Bild 6 A. Das kann seinen Reiz haben, aber die Lesbarkeit wird zu einer echten Herausforderung.

Die Seite wurde von uns ohne grosse Sorgfalt mit dem Smartphone geknipst und mit einem einfachen Prompt ergänzt: «Erstelle eine Seite mit diesem Rezept und generiere ein dazu passendes Foto, das Appetit macht.»

Bild 6: Allein die Erkennung der Handschrift verdient ein grosses Lob

© PCtipp
ChatGPT

«Image 2» von ChatGPT hat auf Anhieb verstanden. Die Handschrift wurde fehlerfrei erkannt und das Rezept sogar um einen Tipp ergänzt. Der Inhalt wurde jedoch nahezu unverändert übernommen B.

Gemini

Die Google-KI bekundete mit dieser Aufgabe Mühe und generierte nur ein Foto, allerdings in einer exzellenten Qualität. Der Text hingegen wurde in Google Sheets abgelegt und könnte schmuckloser nicht sein. Immerhin: Er wurde nicht nur fehlerfrei erkannt; die Arbeitsschritte wurden ausserdem besser strukturiert und neu nummeriert C.

Während also ChatGPT ein kleines Kunstwerk geschaffen hat, wirkt das Resultat von Gemini wie eine Gebrauchsanweisung für Unkrautvernichter. Allerdings ist das Rezept besser strukturiert und eignet sich perfekt, um es in einer anderen Anwendung selbst zu gestalten. So oder so: Es lohnt sich, zwischen den KIs zu wechseln, um zu sehen, welche gerade die besseren Resultate liefert.

Schwach aufgelöst

Aktuell sind die KIs in der Auflösung limitiert, denn mehr Auflösung verlangt nach mehr Rechenleistung. Selbst wenn ein Foto mit 48 Megapixeln hochgeladen wird, fällt die Auflösung in sich zusammen. Während Nano Banana Motive bis 4K berechnet, verharrt ChatGPT bei etwa 2K. Die genauen Abmessungen variieren mit dem gewünschten Format, also etwa quadratisch oder im Hochformat. Aber das kann morgen schon anders sein. Bis dahin benötigt eine KI manchmal ein wenig Hilfe von einer anderen KI. Und das bringt uns zum nächsten Thema.

Magnific

Unter den vielen Diensten für generative KI gleicht Maginific einem Rundumschlag. Der Dienst war jahrelang ein Garant für seinen besonders hochwertigen Upscaler – also für Berechnungen, welche die Auflösung erhöhen. Seit der Übernahme durch den Stockphoto-Anbieter Freepik ist dieser Upscaler ein zentraler Teil eines umfassenden Pakets für generative KI, das unter einer gemeinsamen Oberfläche auch Videos und Songs generiert.

Guthaben und Ver(sch)wendung

Um mit Magnific zu arbeiten, rufen Sie die Seite magnific.com auf und klicken rechts oben auf Sign Up. Melden Sie sich für eine kostenlose Mitgliedschaft an. Nach der Registrierung klicken Sie oben rechts auf das Symbol des Kontos und wählen Deutsch als Sprache.

Einige grafische Funktionen sind gratis, etwa um eine Visitenkarte zu erstellen. Doch der interessante Teil mithilfe von generativer KI kostet Geld. Um mit dem Dienst warmzuwerden, empfiehlt sich erst einmal das kleinste, unverbindlichste Abo, das sich monatlich kündigen lässt.

Klicken Sie erneut rechts oben auf das Symbol des Kontos, Bild 7 A, und danach auf Plan wählen. Der «Essential»-Plan bietet eine monatliche Abrechnung B. Er kostet 8 Euro und liefert 8000 Credits. Mit dieser «Währung» lassen sich Medien erstellen und manipulieren. Wie viele Credits dabei verbraucht werden, variiert mit der Komplexität der Aufgabe. Eine grundlegende Überarbeitung, wie bereits beschrieben, gibt es etwa ab 100 Credits, während ein umfangreiches Upscaling 200 Credits und mehr kosten kann.

Bild 7: Ohne Abo geht es bai Magnific nicht, aber das Risiko lässt sich eingrenzen

© PCtipp

Tipp: Die Kosten werden immer vorab gezeigt: entweder bei der Funktion selbst oder spätestens dann, wenn der Mauszeiger über dem Abschicken-Pfeil verharrt, Bild 8.

Mit dem «Essential»-Plan erhält man Zugriff auf «Seedance 2.0» für Videos und «GPT Image 2» für Bilder. Da die erste Phase mit Magnific oft von einer überbordenden Begeisterung geprägt ist, verflüchtigen sich die Credits meist schneller als ein Benzinfleck in der Sonne. 

Es kann sich also lohnen, nach den ersten Tests auf ein höheres Modell aufzurüsten – beispielsweise um während eines Monats die alten Fotoschätze auf Vordermann zu bringen.

Bild 8: Vor dem Versand wird angezeigt, was die Aufgabe kostet

© PCtipp
Der Upscaler

Der Upscaler bildet den Kern des Dienstes. Während traditionelle Algorithmen die Bildpunkte lediglich mathematisch glätten oder hochrechnen, nutzt Magnific ein hoch entwickeltes generatives Modell. Die KI versteht den Kontext des Bildes (also eine Pore, eine Stofftextur oder eine Ziegelmauer) und erfindet passgenaue, fotorealistische Details vollkommen neu, die im Originalbild gar nicht existieren. Die Ausgabe erfolgt dann in einer sehr hohen Auflösung – wie hoch, hängt auch hier von den investierten Credits ab.

Tipp: Hier gilt es, den richtigen Mix zu finden, wenn auf dem Foto verwandte Gesichter zu sehen sind. Je unschärfer das Foto, umso mehr Details muss die KI bei den Gesichtern dazu erfinden. Doch damit entfernen sie sich oft von der liebgewonnenen Vorlage – und dann wirken die Resultate oft gruselig.

Alles im Fluss

Mit Magnific lässt sich ein Foto in mehreren, aufeinander aufbauenden Schritten optimieren. Blättern Sie auf der Hauptseite zum Bereich Werkzeuge. Hier warten der Bild-Hochskalierer und der KI-Fotoeditor, Bild 9. Mit einem Klick auf den KI-Fotoeditor lassen sich Bilder über Prompts optimieren, genauso wie wir es jetzt kennen.

Bild 9: Diese praktischen Werkzeuge sind alles, was ein bestehendes Foto benötigt

© PCtipp

Der Vorgang ähnelt demjenigen bei ChatGPT und Gemini. Zuerst wird die passende Funktion aufgerufen, danach das Bild in das Browserfenster gezogen und durch den Prompt ergänzt, Bild 10 A. Allerdings bietet Magnific zu jeder Funktion zusätzliche Schieberegler oder die Möglichkeit, im gleichen Atemzug weitere Optimierungen vorzunehmen, etwa durch die Wahl des KI-Modells oder der Stärke des Upscalings B.

Tipp: Idealerweise packen Sie möglichst alle Anweisungen in den ersten Prompt. Wenn das Bild passt, werden gegebenenfalls die nächsten Schritte vollzogen – zum Beispiel die Simulation einer Lichtquelle, um die Beleuchtung zu verändern C.

Bild 10: Jedes Bild lässt sich über die Oberfläche weiter verfeinern

© PCtipp

Fazit: Der Mix machts

Generative KI kann die Fotosammlung in erstaunlicher Weise auf Vordermann bringen. Wenn die Authentizität gewahrt werden soll, empfiehlt sich ein behutsames Vorgehen – aber wie viel Modifikation erlaubt ist, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. 

Der Dienst Magnific schöpft hier aus dem Vollen. Doch es wird auch schnell klar, dass diese KI-Anwendung durch seine Vielschichtigkeit erst erlernt werden muss, denn der Prompt ist nur der Anfang.

Auf jeden Fall ist es eine gute Idee, die Originale der Fotos vor der Überarbeitung ausserhalb der Bildersammlung zu speichern. Denn wer weiss: Die KI-Modelle in zwei Jahren sind vielleicht noch besser – und dann zahlt es sich aus, ihnen die unbearbeiteten Bilder noch einmal zu verfüttern.

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