Fotobücher
Für edle Momente
Hinweis: Der Artikel stammt aus der PCtipp Printausgabe. Preis können sich geändert haben.
Egal, ob es sich um die ersten Gehversuche des Kindes, Geburtstage, das Heranwachsen oder einfach angenehme Alltagssituationen handelt. Für alle grossen und kleinen Momente sind Fotobücher die erste Wahl. Sie frischen Erinnerungen auf und machen die gelebten, privaten Momente wieder lebendig. Zudem sind sie ein hochwertiges und persönliches Geschenk. Der grosse Vorteil ist ihre unkomplizierte Fertigung. Dank assistentengeführter Fotobuch-Software gelingt die Gestaltung rasch. Typischerweise erfolgt die Lieferung innerhalb einer Woche. Bei uns landete etwa das Ifolor-Fotobuch sogar bereits nach fünf Tagen im Briefkasten.
Die Details und Bewertungen der getesteten Anbieter finden Sie in der Tabelle ganz untenim Artikel. Unser Testsieger Cewe Fotobuch wird in einer separaten Box ausführlich besprochen. Auch in einer Box finden Sie ausserdem unseren Kauftipp Smartphoto, der mit einer besonderen Bindung aufwartet.
Hinweis: Auch Einkaufsläden wie Interdiscount, Media Markt und Migros bieten einen eigenen Fotobuchservice an. Die genannten Händler greifen dabei allerdings auf die Software von Cewe Fotobuch zurück. Diese Händler fehlen deshalb im Vergleich. Das Fotobuch dort zu bestellen, kann sich jedoch lohnen, da eine Abholung der Ware und die Barzahlung direkt in der Filiale möglich ist. Die Versandkosten entfallen in diesem Fall.
Die getesteten Anbieter
- Aldi Suisse Foto
- Bookfactory
- Cewe Fotobuch
- Fotocharly
- Fujifilm Fotoservice
- Ifolor
- Smartphoto
Albumgestaltung
Die Erstellung von Fotobüchern ist nicht mehr nur über klassische Computerprogramme möglich. Mittlerweile stehen bei vielen Anbietern auch Anwendungen für Mobilgeräte sowie webbasierte Editoren bereit. Die Testtabelle auf ganz unten im Artikel zeigt, welche Erstellwege die verschiedenen Dienstleister anbieten. Unser Kauftipp Smartphoto setzt als einziger Betrieb in unserem Vergleich ausschliesslich auf eine Anwendung im Webbrowser.
Welches der beste Weg ist, richtet sich nach den persönlichen Anforderungen und Vorlieben. Bei einer lokalen PC-Software wandern die Dateien erst nach dem Abschluss des Projekts zum Hersteller. Software bietet zudem nach wie vor die grösste Gestaltungsfreiheit und die meisten Optionen.
Bei der Browserlösung müssen die Aufnahmen vorab auf den Server des Anbieters geladen werden, was je nach Verbindung dauern kann. Ein Schwachpunkt internetbasierter Editoren ist das Risiko von Netzunterbrechungen. Fällt die Internetverbindung aus, droht schlimmstenfalls der Verlust der bisherigen Arbeit. Um dem vorzubeugen, empfehlen die Anbieter ein laufendes Sichern oder bieten eine automatische Speicherfunktion.
Auch das Erstellen von Fotoalben auf dem Smartphone oder Tablet ist heute Standard. Gerade wenn man sich in den Ferien befindet und nur auf sein Mobilgerät zurückgreifen kann, ist das ein dicker Pluspunkt. Dann lassen sich Alben direkt auf dem Mobilgerät entwerfen, absenden und nach den Ferien direkt daheim in Empfang nehmen. Ein Internetzugang wird hierbei erst für das finale Absenden der Buchvorlage benötigt. Ein Defizit gibt es jedoch: Die Apps bieten meist einen (deutlich) geringeren Funktionsumfang.
Bildverbesserung
Die automatische Bildanalyse der Programme arbeitet solide, ist aber fehleranfällig – auch mit KI. Nach dem automatischen Bestücken der Seiten sind oft manuelle Korrekturen nötig. Sehr viel nachbessern mussten wir etwa bei Aldi Suisse Foto und Ifolor. Hier mussten wir mehrach nachjustieren und die Aufnahmen neu platzieren, drehen, skalieren oder nachschärfen. Ordentlich machten die Sache Fujifilm Fotoservice und Fotocharly. Pluspunkte heimsten sich Bookfactory, Cewe Fotobuch sowie Smartphoto ein.
Schön: Alle Hersteller halten viele Werkzeuge zur Optimierung der Fotos bereit. So können Sie Bilder zuschneiden oder eine Rote-Augen-Korrektur vornehmen – ausserdem gibt es auch die Klassiker wie Regler für Kontrast, Helligkeit und Schärfe. Die Herausforderung liegt für die Anbieter in einer einfachen Menüführung, damit die Nutzer die Werkzeuge ohne langes Suchen effektiv und intuitiv anwenden können. Hier gabs kleinere Abstriche bei Fotocharly, dessen Menüführung teils überladen ist. Die Bildkorrektur gelang bei allen sieben Testkandidaten schnell und zufriedenstellend.
Noch ein Wort zur KI: Künstliche Intelligenz hält in hohem Masse bei allen sieben getesteten Fotobuchanbietern Einzug. Sie wird etwa angewandt, um gleiche Fotos auszumisten, Bildkorrekturen vorzunehmen und Gegenstände oder Personen im Foto zu erkennen und entsprechend auszurichten. Oft gehts aber dennoch schief. Sobald Landschaften im Spiel sind, sollte immer auf manuelle Bearbeitung gewechselt werden, sonst läuft der Anwender Gefahr, dass das Foto statt auf die gewünschte Traumaussicht ausschliesslich auf Personen fokussiert. Die KI beschleunigt den Designprozess und steigert die Fotoqualität durch Rauschreduktion oder Farbanpassungen. Ein weiterer Nutzen ist die automatisierte Auswahl und Platzierung der Motive. Die Software erkennt Bildqualität, Gesichter sowie Inhalte und ordnet diese selbstständig an.
Kosten im Blick behalten
Die Gesamtkosten eines Fotoalbums hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Art des Einbands, das Format, das Seitenvolumen und die Liefergebühren. Seriöse Anbieter zeigen während der Fotobucherstellung die aktuellen Kosten direkt im Programm auf. So bleibt der Anwender immer auf dem Laufenden und kann im Gestaltungsprozess in die eine oder andere Richtung nachregeln.
Unser Tipp: Viele Dienstleister bieten regelmässig Rabattaktionen an, die den Endpreis deutlich senken. Während des Testzeitraums gab es bei mehreren Firmen Nachlässe von bis zu 30 Prozent. Es lohnt sich deshalb, vor dem Erstellen eines Albums auf den Anbieterwebseiten nachzuschauen.
TESTSIEGER: Ausgezeichnet
CeWeTestsieger Fotobücher: Cewe Fotobuch
Cewe Fotobuch sichert sich den ersten Platz im Test, da bei diesem Hersteller alles zuverlässig funktioniert. Die Software ist von Beginn an einfach zu bedienen und bietet den grössten Funktionsumfang. Der Nutzer legt zuerst Einband, Format und Papierart fest. Anschliessend lassen sich die Aufnahmen auswählen und in das Projekt einfügen. Die gewünschte Seitenanzahl und die Bildmenge pro Seite lassen sich flexibel einstellen, woraufhin das Hilfsprogramm die Sortierung übernimmt. Im Test dauerte dieser automatische Vorgang für die 87 Bilder auf 42 Seiten rund eine Minute.
Nachträglich mussten lediglich sechs Aufnahmen von Hand verschoben/bearbeitet werden. Layouts, Hintergründe und Rahmen lassen sich während des gesamten Prozesses direkt anpassen. Eine zusätzliche Option ermöglicht eine haptische Aufwertung des Hardcovers durch erhabenen Strukturlack oder Prägungen in Gold und Silber. Zudem stehen zahlreiche Designvorlagen bereit. Eine Besonderheit ist zudem das Erstellen einer übergrossen, aufklappbaren Panoramaseite (111 Zentimeter breit). Dazu werden die beiden Aussenseiten und die aufklappbare Innenseite mit den gewünschten Fotos gestaltet. Der Assistent führt den Anwender dabei zielgenau durch den gesamten Erstellprozess.
Das Testalbum im XL-Format wurde innerhalb von 35 Minuten gestaltet und übertragen. Nach sechs Werktagen erfolgte die Zustellung. Die Verarbeitung des Buchs und die Beschaffenheit des Fotopapiers waren einwandfrei. Die Aufnahmen überzeugen durch hohe Farbsättigung, Schärfe und Detailtreue. Mit Fr. 2.13 pro Seite ist das Produkt im höheren Preissegment angesiedelt.
Fazit: Cewe Fotobuch überzeugt durch seine ausgereifte Software, die einfache Bedienung, den riesigen Funktionsumfang und die hohe Materialqualität.
Die Einzeltests
Die sieben Anbieter wurden bezüglich Preisgestaltung, Produktqualität, Handhabung der Software sowie Liefergeschwindigkeit überprüft. Zur Ermittlung der Qualität mussten alle Alben Belastungsproben durch wiederholtes Aufklappen und Stürze überstehen. Ausserdem folgte eine genaue Analyse der gedruckten Fotoqualität. Hierbei standen Farbtreue, Kontraste, Bildschärfe und die Darstellung von Hauttönen im Fokus. Für den Vergleich wurde bei jedem Anbieter wenn möglich ein Album im quadratischen Format von 30 × 30 Zentimetern im Digitaldruck gewählt. Der Zielumfang lag bei 40 Seiten, bestückt mit 87 Bildern. Je nach Design und Seitenerweiterung lag der tatsächliche Umfang allerdings bei minimal 34 Seiten (Bookfactory) bis maximal 46 Seiten (Fujifilm Fotoservice). Bei der Gestaltung kam die automatische Platzierungsfunktion der jeweiligen Software zum Einsatz. Im Anschluss wurden einzelne Fotos manuell korrigiert, um sich auch ein Bild von den Editiermöglichkeiten zu machen.
Aldi Suisse Foto
Für ein Album mit 40 Seiten im Format von 30 × 30 Zentimetern auf mattem Papier belaufen sich die Kosten auf Fr. 79.84. Das entspricht einem Preis von rund Fr. 1.99 pro Seite.
Die Erstellung des digitalen Fotobuchs gelingt dank des übersichtlichen Programms unkompliziert und schnell. Nicht zufrieden waren wir mit der Nachbearbeitung. Die Anwendung lässt sich leider nicht immer intuitiv steuern. So muss man beim Auswählen des Bildausschnitts des Fotos zuerst darauf doppelklicken und im Anschluss den Regler zur Bereichsauswahl hin- und herschieben. Danach muss man nochmals das Bild händisch verschieben. Letzlich verschlingt das alles viel Zeit. Zudem mussten wir verhältnismässig viel, insgesamt 23 von 87 Fotos, nachbessern.
Besser: Die Software zeigt fortlaufend den aktuellen Endpreis sowie die verfügbaren Optionen an. Zu Beginn wählt der Nutzer zwischen der freien Gestaltung und der Unterstützung durch einen Assistenten. Danach folgt die Auswahl der Bilder, die anschliessend im Seitenlayout angeordnet werden. Dabei lässt sich festlegen, wie viele Aufnahmen das System maximal auf einer Seite platzieren soll. Das Werkzeug verteilte die 87 Testfotos präzise auf 40 Seiten. Die Abstände zwischen den Bildern waren stimmig, allerdings mussten wir wie erwähnt ansonsten viel nachbessern.
Der gesamte Prozess für Design und Datenübertragung dauerte mit 60 Minuten am längsten im Testfeld. Die Zustellung erfolgte nach sieben Werktagen, wobei die Liefergebühr mit Fr. 9.90 im Vergleich hoch ausfällt. Das fertige Produkt überzeugt dafür qualitativ. Die Aufnahmen auf dem Digitalpapier waren detailreich, die Farbwiedergabe wirkte natürlich bis kräftig. Zudem wiesen Gesichter und Hautpartien eine prima Schärfe auf.
Fazit: Der Anbieter Aldi Suisse Foto überzeugt durch faire Preise und ein gutes Fotobuch. Leider mussten wir etwas viel und umständlich nachbessern.
Bookfactory
Der Schweizer Buchbinder und Fotobuchprofi der ersten Stunde bietet flexible Gestaltungsmöglichkeiten, da sich die Alben über ein Computerprogramm, eine Smartphone-App oder direkt im Webbrowser entwerfen lassen. Ein grosser Pluspunkt ist das breite und sehr hochwertige Sortiment an Fotobuchausführungen. Kundinnen und Kunden können aus speziellen Einbänden wie Leder, Japanseide oder Reptiloptik wählen. Zudem steht das fertige Projekt als digitales E-Book zur Verfügung, und es gibt verschiedene Themenalben.
Im Praxistest wurde das Modell «Fotobuch Premium Maxi XL» (30 × 29,4 Zentimeter, Digitaldruck) geprüft. Die 87 Testfotos wurden auf 34 Seiten aufgeteilt. Das Designprogramm funktionierte im Test sehr gut. Die Menge der Bilder pro Doppelseite lässt sich frei einstellen. Das gilt auch für Einband, Format und die Papierart. Die Software lief stabil und ist ausgereift; im Testverlauf waren 13 manuelle Bildkorrekturen erforderlich. Das Album kostet Fr. 93.45, was einem hohen Seitenpreis von Fr. 2.74 entspricht. Die Lieferkosten betragen zusätzlich Fr. 8.90.
Die Konfiguration der Vorlagen, das automatische Verteilen der Fotos sowie die finale Prüfung beanspruchten etwa eine halbe Stunde. Der anschliessende Datentransfer nahm mit ca. 2 Minuten auch sehr wenig Zeit in Anspruch. Die Materialqualität ist ein grosser Pluspunkt von Bookfactory. Die gedruckten Aufnahmen bieten eine stimmige Farbsättigung, hohe Detailgenauigkeit und ausgewogene Kontraste.
Fazit: Der Schweizer Anbieter Bookfactory liefert ein überzeugendes Gesamtpaket zum Erstellen eines hochwertigen Fotobuchs. Das Angebot ist sehr vielseitig und die Druckqualität grundsolide.
KAUFTIPP: sehr gut
SmartphotoKauftipp Fotobücher: Smartphoto
Dieser Fotobuchanbieter setzt im Testfeld als einziger ausschliesslich auf die Gestaltung direkt im Webbrowser. Seine Erfahrung mit cloudbasierten Systemen zeigt sich in einem schnellen und stabilen Ablauf. Das getestete «Fotobuch XL Quadrat» (42 Seiten, 27,6 × 28,1 Zentimeter) mit einem Hardcover kostet Fr. 90.10. Das entspricht einem Seitenpreis von Fr. 2.14. Für den Versand fallen nochmals Fr. 6.95 an. Der Preis scheint hoch. Doch Smartphoto verwendet die hochwertige Leporello-Bindung mit 300 Gramm schwerem Premium Papier. Der grosse Vorteil: Bei der Leporello-Bindung liegen die Buchseiten plan. Es gibt somit keine Wölbung im Falz, durch die Bildinhalte verschwinden.
Die Erstellung startet nach dem Log-in auf der Webseite. Nach der Auswahl einer Designvorlage führt das System bei Wahl des Autoassistenten den Nutzer durch die Konfiguration von Grösse, Einband und Papierqualität. Der Import der Bilder ist flexibel und funktioniert sowohl vom lokalen Computer als auch über Plattformen wie Facebook oder Flickr. Das Laden unserer 87 Fotos dauerte ca. 10 Minuten, die Fertigstellung, Nachbearbeitung und finale Übertragung rund 35 Minuten. Die Nachbearbeitung beschränkte sich auf das korrekte Ausrichten der Aufnahmen. Insgesamt mussten wir 13-mal nachjustieren. Das geht noch in Ordnung.
Die Lieferzeit betrug sieben Werktage. Die Verarbeitung des Albums war fehlerfrei und hielt unseren harten Stabilitätstests ohne Schäden stand. Die gedruckten Fotos machen einen sehr guten Eindruck. Hinzu kommt die hochwertige Leporello-Bindung, die Bilder besonders schön zur Geltung kommen lässt.
Fazit: Smartphoto führt den Nutzer stringent zum fertigen Produkt. Alben lassen sich zügig und mit hoher Qualität entwerfen. Etwas Besonderes ist die Leporello-Bindung. Deswegen verdient sich Smartphoto die PCtipp-Kauftipp-Auszeichnung.
Fotocharly
Die PC-Gestaltungs-Software von Fotocharly wirkt zwar am Anfang überladen, bietet aber eine strukturierte Benutzerführung und ermöglicht zügiges Arbeiten. Von der Einrichtung der Software bis zur Datenübertragung verging etwa eine Dreiviertelstunde. Das automatische Sortierwerkzeug platzierte die 87 Testbilder treffsicher in der Vorlage. Es waren anschliessend nur elf manuelle Korrekturen nötig. Vor dem Abschluss prüft die Software das komplette Projekt eigenständig auf Fehler bis hin zu leeren Platzhaltern.
Für den Test mussten wir auf die Variante «Fotobuch A4» im Querformat 20 × 30 Zentimeter mit Hardcover zurückgreifen, da der Anbieter kein Album mit 30 × 30 Zentimetern im Digitaldruckverfahren anbietet. Dem durchweg positiven Eindruck tat dies allerdings keinen Abbruch. Im assistentengestützten Ablauf startet das Tool im Hauptmenü zuerst die Produktauswahl. Nach der Bestimmung von Oberfläche und Einband folgen der Hintergrund und die Seitenanzahl. Bevor das System die Bilder einfügt, lässt sich die Reihenfolge nochmals anpassen.
Die Editierfunktion erlaubt ein präzises Einpassen der Fotos. Hintergründe können nachträglich für einzelne Seiten oder das gesamte Buch geändert werden.
Die Übermittlung des Testbuchs dauerte nur etwa drei Minuten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf günstige Fr. 52.60 (Fr. 1.31 pro Seite plus Fr. 7.90 Versandkosten). Das fertige Produkt wurde bereits nach fünf Werktagen geliefert. Sowohl der Einband als auch die Druckqualität waren überzeugend.
Tipp: Beim Anbieter gelegentlich vorbeizuschauen, lohnt sich, da Fotocharly in regelmässigen Abständen Aktionen mit hohen Rabatten durchführt.
Fazit: Der günstige Anbieter Fotocharly ermöglicht die unkomplizierte Gestaltung schöner Alben. Handhabung, Funktionsauswahl und Produktqualität erwiesen sich im Test als sehr gut. Der Hersteller täte allerdings gut daran für Einsteiger eine etwas übersichtlichere Software zu entwickeln.
Fujifilm Fotoservice
Die Software dieses Dienstleisters führt den Nutzer schrittweise durch den gesamten Designprozess. Für den Test gestalteten wir das «Fotobuch XL-Hardcover». Zu Beginn werden das Herstellungsverfahren, das Format sowie die Papierart (matt oder glänzend) definiert. Nach der Festlegung von Einband, Seitenumfang und Designvorlage lässt sich der Autoassistent aktivieren. Dieser ordnet die zuvor geladenen Bilder selbstständig an, woraufhin der Anwender die gewünschte Bildmenge pro Seite festlegt.
Das System arbeitet verlässlich. Von den 87 Aufnahmen mussten rund zwölf manuell nachgebessert werden. Das geht in Ordnung. Die Werkzeuge zur Feinabstimmung bieten dabei viele clevere Optionen; Bildausschnitte lassen sich einfach per Scrollrad vergrössern und danach per Klick speichern. So einfach kann Bildoptimierung sein.
Das Einfügen der Fotos in die Schablone dauerte eineinhalb Minuten, der gesamte Prozess bis zum Absenden beanspruchte lediglich 40 Minuten. Die Software lässt beim automatischen Editieren leider nur recht grosse 12er-Sprünge bei der Seitenanzahl zu.
Das gedruckte Album traf nach sechs Werktagen ein und überstand die Sturz- und Klappprüfungen schadlos. Die Druckqualität überzeugte ebenso: Uns gefielen die Schärfe, die Detailtreue und die Kontraste.
Mit einem Seitenpreis von etwa Fr. 2.01 liegt das Produkt im guten Mittelfeld.
Fazit: Der Anbieter Fujifilm überzeugt im Test durch ein klares Zusammenspiel aus strukturierter, ausgereifter Software und hoher Materialqualität.
Ifolor
Der Schweizer Hersteller aus Kreuzlingen bietet eine breite Produktpalette an. In unserem Praxistest haben wir das «Fotobuch Premium Hardcover» im quadratischen Format mit 28 × 28 Zentimetern getestet. Bei der automatischen Erstellung fragt das Hilfsprogramm zunächst Parameter wie Einband, Seitenanzahl, Format und das thematische Layout (beispielsweise «Baby», «Ferien», «Hochzeit» etc.) ab. Nach der Bildauswahl befüllt das System die Vorlage selbstständig. Dieser Vorgang dauerte für die 87 Fotos knapp eine Minute. Das ist sehr schnell.
Allerdings mussten anschliessend 25 Bilder manuell korrigiert werden, da das System teilweise Köpfe oder Personen am Bildrand ungünstig beschnitt. Das war leider einen Tick zu viel des Guten. Der gesamte Gestaltungsprozess nahm knapp 50 Minuten in Anspruch, die Übertragungszeit betrug weitere drei Minuten. Die Lieferung erfolgte umso schneller. Nach nur fünf Werktagen lag das fertige Buch in unserem Briefkasten.
Die Belastungsprüfungen bestand das Album problemlos. Die Fotoqualität war einwandfrei, insbesondere bei der Darstellung von Gesichtern und Landschaftsaufnahmen heben wir den Daumen in die Höhe.
Die Kosten für unser Fotobuch beliefen sich auf Fr. 67.95 (Seitenpreis: Fr. 1.89). Schön: Neben der Software für den PC stehen ebenfalls ein Onlineeditor sowie mobile Smartphone-Apps für iOS und Android zur Verfügung.
Tipp: Ifolor bietet in regelmässigen Abständen hohe Rabatte von 25 Prozent oder mehr auf seine Fotobücher.
Fazit: Die grossen Pluspunkte von Ifolor sind die Fotobuch- und Bildqualität respektive die teils hohen Rabatte, die der Kreuzlinger Anbieter seinen Anwendern gewährt. Vorbeischauen lohnt sich hier fast immer.
Testübersicht: Fotobücher im Vergleich
PCtipp
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