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Die 7 besten Handys für jeden Bedarf

Für viele ist das Smartphone ein unverzichtbarer Begleiter im Alltag. Dabei ist die Auswahl am Markt gigantisch: Onlineshops wie Galaxus listen mehrere tausend Geräte und Varianten von weniger als 100 bis zu mehr als 2000 Franken. Eine Entscheidungshilfe.
© Gemini

Disclaimer: Der Artikel stammt aus der PCtipp Printausgabe. Preis können sich geändert haben.

Wir haben sieben empfehlenswerte Smartphones aus drei Preiskategorien unter die Lupe genommen und zeigen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Los geht es mit der Einsteigerklasse bis 300 Franken, die primär Grundbedürfnisse der mobilen Kommunikation wie Messaging, Surfen und einfache Schnappschüsse erfüllen soll, während die Mittelklasse bis 600 Franken schon starke Leistungen zum Beispiel bei der Kamera bietet. Wer mehr als 600 Franken ausgibt, darf Höchstleistungen erwarten, mit dem Samsung Galaxy Z Fold7 ist hier auch ein Modell mit einem faltbaren Display am Start.

Die getesteten Smartphones

  • Apple iPhone 17 Pro Max

  • Google Pixel 10 Pro

  • Motorola Edge 70

  • Nothing Phone (3a)

  • Samsung Galaxy A56

  • Samsung Galaxy Z Fold7

  • Xiaomi 15T Pro

Nothing Phone (3a), ab 232 Franken

© Nothing

Die Einsteigerklasse

Auch wenn es schon Smartphones für rund 100 Franken gibt, lohnt es sich auch für Schnäppchenjäger, etwas mehr auszugeben. Denn das Nothing Phone (3a) und das Samsung Galaxy A56, die beide im Fachhandel rund 250 Franken kosten, zeigen sich im Test als gute Allrounder im Alltag und sind ausserdem beide 5G-fähig.

Übrigens: Nothing hat mit dem Phone (4a) gerade den Nachfolger des Modells 3a vorgestellt (siehe Test im PCtipp 4/2026, S. 51), doch der Vorgänger ist aktuell noch erhältlich und durch den fast 150 Franken niedrigeren Preis eine echte Alternative. 

Auffällig ist auf jeden Fall das Design des Nothing Phone (3a): Der junge Hersteller bleibt seiner markanten – und nicht für jedermann gefälligen – Formsprache mit der transparenten Rückseite und den charakteristischen LED-Streifen treu. Das sogenannte Glyph-Interface besteht aus drei geschwungenen Lichtstreifen, die auf Anrufe, Benachrichtigungen oder Musik reagieren. 

Das 202 Gramm leichte Smartphone liegt gut in der Hand und wirkt mit seinem Rahmen aus Metall wertig. Geschützt ist das Gehäuse allerdings nur gemäss der Schutzklasse IP64, also vor Staub und Spritzwasser. Vollständiges Untertauchen sollte man hingegen lieber vermeiden. 

Deutlich dezenter tritt das Samsung Galaxy Galaxy A56 auf, das in Europa eines der meistverkauften Modelle ist. Die Schutzklasse des flachen Gehäuses ist mit IP67 etwas höher, dieses Gerät übersteht auch ein kurzes Süsswasserbad. Die Verarbeitung ist hochwertig und die Rückseite besteht aus solidem Gorilla Glass Victus.

Das Nothing Phone (3a) verfügt über ein 6,77 Zoll grosses AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2392×1084 Pixeln und einer scharfen Darstellung. Wie bei der AMOLED-Technologie üblich, bietet das Panel hohe Kontraste, tiefes Schwarz und stabile Blickwinkel. Die Bildwiederholrate liegt bei maximal 120 Hertz ein Vorteil beim Scrollen, bei Animationen und bei Spielen mit hoher Framerate. Die maximale Helligkeit ist gut. 

Das Galaxy A56 bietet mit 6,7 Zoll etwas weniger Fläche auf seinem OLED-Display mit ebenfalls 120 Hz. Es bringt bei einer fast identischen Pixeldichte und mit 2340×1080 Pixeln sogar noch etwas mehr Helligkeit.

Samsung Galaxy A56, ab 258 Franken

© Samsung

Für den günstigen Preis fällt die Kameraausstattung vorwiegend bei Nothing sehr gut aus: Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, eine ƒ/1,88-Blende, Phasenvergleichs-Auto­fokus und optische Bildstabilisierung (OIS). Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv mit zweifachem optischem Zoom sowie eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkel­kamera. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 32 Megapixeln.

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera ansprechende Bilder mit klarer Schärfe bis in die Randbereiche. Die automatische Belichtung funktioniert zuverlässig, die Farben werden überwiegend realitätsnah wiedergegeben. Schwächen zeigt die Nothing-­Kamera aber bei schlechten Lichtverhältnissen. In der Dämmerung ist ein erstes Bildrauschen erkennbar, das bei Dunkelheit nochmals deutlich zunimmt.

Das Teleobjektiv mit zweifachem Zoom liefert bei Tageslicht gute Ergebnisse ohne Verluste bei zweifacher Vergrösserung. Die Frontkamera produziert detailreiche Selfies mit realistischen Farben und ist für Videotelefonie und soziale Medien gut geeignet – solange ausreichend Licht vorhanden ist.

Samsung bietet ebenfalls eine Dreifachkamera mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera sowie einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkellinse und einer Makrokamera mit fünf Megapixeln. Die Fotoqualität liegt auf einem der Mittelklasse angemessenen Niveau und zeigt eine schöne Schärfe, gute Details sowie natürliche Farben und Kontraste. Der ausschliesslich digitale Zoom ist allerdings deutlich schlechter und unschärfer als der optische Zoom von Nothing.

Beim Chipsatz kommt im Nothing-Smartphone mit dem Snapdragon 7s Gen 3 die Mittelklasse von Qualcomm zum Einsatz, die im Alltag ausreichende Leistungen bietet, bei grafisch anspruchsvollen Anwendungen wie Spielen aber ruckelt.

Die 12 GB Arbeitsspeicher sind für die Preisklasse üppig, dazu gibt es wie auch bei Samsung je nach Version 128 oder 256 GB für Daten. Samsung baut einen hauseigenen Exynos-1580-Prozessor ein, der etwas langsamer ist und nur von 8 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird.

Aufgeladen wird der 5000-mAh-Akku des Nothing-Geräts, der im Betrieb für knapp zwei Tage ausreicht, mit bis zu 50 Watt. In 30 Minuten sind so etwa 70 Prozent erreicht, eine vollständige Ladung dauert rund eine Stunde – vorausgesetzt, man verwendet ein entsprechendes Ladegerät, das separat erworben werden muss.

Der genauso gross dimensionierte Samsung-Akku bietet mit 45 Watt etwas weniger Ladetempo: Hier sind 70 Prozent in etwas mehr als 40 Minuten möglich. Bei beiden Smartphones kann man nicht drahtlos laden.

Fazit

Wer mit dem ungewöhnlichen Design des Nothing Phone (3a) klarkommt, bekommt hier das etwas bessere Smartphone, was die Kamera und den Prozessor betrifft. Das Samsung Galaxy A56 ist dafür die solidere Alternative, die auch länger mit Updates versorgt wird.

Motorola Edge 70, ab 438 Franken

© Motorola

Die Mittelklasse

In der Mittelklasse steigen die Anforderungen an die Kameras und die Rechenleistung. Beide PCtipp-Empfehlungen bleiben beim Preis knapp unter 600 Franken und setzen unterschiedliche Akzente. Das Motorola Edge 70 fällt sofort durch sein sehr schlankes Gehäuse auf, das ohne das Kameramodul nur sechs Millimeter misst. Mit 159 Gramm ist es eines der leichtesten Smartphones. Das Xiaomi 15T Pro bringt dagegen 210 Gramm auf die Waage.

Motorola setzt mit einer griffigen Soft-Touch-Rückseite in drei Farben des Partners Pantone auf eine hochwertige Anmutung. Der filigrane Eindruck täuscht jedoch: Das Gerät ist robuster, als es aussieht. Dank IP69 ist es gegen Staub, Untertauchen und Strahlwasser geschützt. Zudem hat es die Prüfungen nach MIL-STD 810H bestanden. Stürze aus bis zu 1,8 Metern soll das Gerät unbeschadet wegstecken. Xiaomi bietet mit IP68 etwas weniger Tauchzeit bei weniger Tiefe.

Bei den Displays nutzen beide OLED-Technologien, das Xiaomi-Handy ist mit 6,83 Zoll aber etwas grösser als das Motorola-Gerät und bietet mit 144 Hz statt 120 Hz auch die höhere Bildwiederholrate, was sich im Alltag aber kaum bemerkbar macht. Dafür ist der Bildschirm des Motorola-Handys etwas heller als der vom Xiaomi 15T und bei Aussenlicht besser abzulesen.

Die rückwärtige Kameraeinheit von Motorola gaukelt auf den ersten Blick vier Linsen vor, doch in der Realität gibt es nebst der 50-Megapixel-Hauptlinse nur noch einen 50-Megapixel-Weitwinkel und einen 3-in-1-Sensor zur Bildoptimierung. Auf einen optischen Zoom muss man verzichten.

Die Fotos überzeugen dennoch mit hoher Schärfe bis in die Ränder und natürlichen Farben. Beim starken Hineinzoomen wirken feine Details teils zu weich. Übertriebenes Nachschärfen bleibt aus. Im Nachtmodus gehen einzelne Details verloren, insgesamt liefert das filigrane Motorola Edge 70 aber ausgewogene Aufnahmen.

Xiaomi 15T Pro, ab 515 Franken

© Xiaomi

Seinen Meister findet es dennoch im Xiaomi 15T Pro das eine 50-Megapixel-Haupt- sowie eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mitbringt, die noch von einem fünffachen optischen Zoom unterstützt werden. Die Fotos machen im Test eine sehr gute Figur. Sie punkten mit einer hohen Detailtreue, schönen Kontrasten und wenig Rauschen in dunklen Bereichen. Auch mit schwachen Lichtverhältnissen kommt das 15T Pro besser klar als das Motorola-Gerät.

Wenn es ums Tempo geht, setzt Motorola mit dem Snapdragon 7 Gen 4 keinen High-End-Prozessor ein, da jedoch ordentliche 12 GB Arbeitsspeicher bereitstehen, ist das Smartphone für alltägliche Aufgaben und Gaming gerüstet. Der MediaTek Dimensity 9400+ des Xiaomi-Handys ist dagegen vor allem bei der Grafik­leistung deutlich schneller und entspricht bereits der Oberklasse. Auch hier gibt es 12 GB RAM.

Für ein so schlankes Smartphone bietet das Motorola Edge 70 mit einem 4800-mAh-Akku eine gute Kapazität, mit der man auf knapp zwei Tage Laufzeit kommt. Geladen wird mit bis zu 68 Watt, womit der Akku in rund 45 Minuten voll ist. Kabellos via Qi-Standard sind bis zu 15 Watt drin, das Xiaomi-Gerät kommt auf 50 Watt. Trotz des grösseren 5500-mAh-Akkus hält das Xiaomi-Smartphone kaum länger durch, dafür lädt es mit 90 Watt per Kabel schneller und braucht für eine Füllung nur etwas mehr als eine halbe Stunde.

Fazit

Das Motorola Edge 70 kann vor allem durch sein Design mit dem leichten und schlanken Gehäuse punkten. Beim Prozessor, der Kamera und dem Ladetempo hat das Xiaomi 15T Pro dagegen klar die Nase vorn. Es ist mit der starken Kamera für seinen Preis von nur 515 Franken auch eine Alternative zu den High-End-Modellen.

Apple iPhone 17 Pro Max, ab 1170 Franken

© Apple

High-End-Geräte

Jetzt wird es richtig teuer: Apples iPhone 17 Pro Max kostet mindestens rund 1170 Franken, für das Google Pixel 10 Pro werden mindestens 710 Franken fällig und das Samsung Galaxy Z Fold7 startet bei knapp 1370 Franken. Dafür sollten die Smartphones auch einiges bieten.

Das Samsung Galaxy Z Fold7 ist das einzige Foldable unter unseren Kaufempfehlungen. Längst sind die faltbaren Displays keine Exoten mehr, doch nicht zuletzt aufgrund der saftigen Preise wurden sie auch bisher nicht zum Massenprodukt. Zumindest am Gewicht und an den Dimensionen hat Samsung aber gearbeitet: In der siebten Generation wiegt das Fold noch 215 Gramm und ist zusammengeklappt 8,9 Millimeter schlank. 

Auch mit nur einem Display wiegt das iPhone 17 Pro Max mit 231 Gramm noch einmal mehr. Bei beiden Smartphones ragen die rückwärtigen Kameralinsen mehrere Millimeter aus dem Gehäuse, was sie ohne eine Hülle wacklig auf dem Tisch liegen lässt. Beim Google Pixel 10 Pro läuft der Kamerasteg über die komplette Rückseite, was diesen Effekt unterbindet. Es ist mit 207 Gramm auch der leichteste Vertreter des Trios.

Hochwertig und gut verarbeitet sind alle drei Smartphones, wobei das Aluminiumgehäuse des iPhones mit einem matten Glasein­satz besonders solide wirkt und auch mit bunten Farben wie Orange auffällt. Das Google-Gerät ist wie das iPhone gemäss IP68 vor Staub und Wasser geschützt und trägt eine Rückseite aus gehärtetem Glas. Die hat auch das Samsung-Smartphone, doch gibt es wegen des Scharniers gemäss IP48 nur einen eingeschränkten Schutz vor Staub. Das Gerät ist aber zumindest bei der Wasserdichtigkeit auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Beim Samsung-Foldable richtet sich der Fokus schnell auf den etwas schwergängigen Faltmechanismus, bei dem nichts wackelt. Die Falte im Innendisplay an der Stelle des Scharniers ist zwar weniger deutlich ausgeprägt als bei den Vorgängern, aber immer noch spürbar. Das auf 6,5 Zoll gewachsene Aussendisplay ist scharf und hell – damit kann der Falter wie ein ganz normales Smartphone bedient werden. Nach dem Aufklappen bietet das innere Display stolze 8 Zoll Diagonale in einem fast quadratischen Format. 

Samsung Galaxy Z Fold7, ab 1370 Franken

© Samsung

Doch auch die Konkurrenten haben erstklassige Bildschirme. Am kleinsten ist es beim Google Pixel 10 Pro mit 6,3 Zoll. Von den Displays ist der des Pixel-Geräts dafür der hellste, während das 6,9-Zoll-Display des iPhones hier etwas abfällt.

Google bietet beim Akku nur 4780 mAh Kapazität, trotzdem reicht das für knapp zwei Tage Betrieb. Beim Laden braucht das Handy mit maximal 30 Watt allerdings rund 90 Minuten, bis der Kraftspender wieder voll ist. Apple baut einen Akku mit 5088 mAh ein, der ohne Probleme über zwei Tage kommt. Bei 40 Watt Ladeleistung dauert es allerdings auch hier knapp 90 Minuten für eine Füllung. Ziemlich langsam lädt das Samsung Galaxy Z Fold7 seinen 4400 mAh-Akku auf: Mit dem Kabel dauert eine Füllung mit 25 Watt rund 100 Minuten. Bei der Ausdauer liegt das Foldable leicht hinter den beiden Konkurrenten, hält aber auch einen Tag durch, wenn man das innere Display nicht allzu oft in Anspruch nimmt. Drahtloses Laden beherrschen alle drei.

In dieser Preisklasse darf man die beste Rechenleistung erwarten, und alle drei bieten hier viel Power. Der hauseigene Tensor-G5-Prozessor von Google erreicht in den Benchmarks zwar nicht das Niveau des Topperformers A19 Pro von Apple und des Snapdragon 8 Elite im Galaxy von Samsung, ist aber doch schnell genug für die meisten Anwendungen und Spiele. An Arbeitsspeicher bietet Google 16 GB, bei Samsung und Apple gibt es nur 12 GB.

Auch die Fotoqualität ist bei allen drei Smartphones auf einem sehr hohen Niveau. Google setzt auf ein Dreifach-Set-up mit einem 50-Megapixel-Hauptsensor, der viel Licht einfängt. Hinzu kommen ein 48-Megapixel-Ultraweitwinkel und ein 48-Megapixel-Teleobjektiv mit optischem Fünffach-Zoom. Dieser bringt viel Schärfe. Auch die normalen Bilder sehen sehr gut und farbecht aus.

Google Pixel 10 Pro, ab 710 Franken

© Google

Apple hat ein ähnliches Layout mit drei 48-Megapixel-Linsen, wobei der optische Vierfachzoom besser als bei der Konkurrenz arbeitet. Auch die Fotos des iPhone sehen scharf und realistisch aus, allerdings ist der Nachtmodus nicht so gut wie bei Google und auch die KI-Fotobearbeitung funktioniert bei den beiden anderen Geräten besser. 

Das Samsung-Foldable hat die gleiche 200-Megapixel-Hauptlinse wie das Galaxy S25 Ultra, dazu gibt es einen Weitwinkel und einen dreifachen optischen Zoom. Die Fotos sehen bei guten Lichtverhältnissen scharf und lebendig aus. Bei weniger Licht fallen die unrealistischen Farben auf, zudem ist der digitale Zoom zu schnell unscharf.

Fazit

Die drei Kaufempfehlungen der Oberklasse sind teuer, doch es wird einiges geboten. Das Google Pixel 10 Pro ist günstiger als die Kontrahenten. Es hat eine erstklassige Kamera und ein sehr gutes Display. Apples iPhone 17 Pro Max bietet viel Prozessorpower und einen ausdauernden Akku, ist aber auch ein schwerer Brocken. Wer sich für ein Falt-Smartphone interessiert, bekommt mit Samsungs Galaxy Z Fold7 ein Gerät mit vielen Möglichkeiten und einer starken Leistung – mit allen bauartbedingten Vor- und Nachteilen. 

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