Wehrt auch neugierige Blicke zuverlässig ab
Smartphone Samsung Galaxy S26 Ultra im PCtipp-Test
Das Gerät richtet sich an Poweruser, Fotografie-Enthusiasten und Business-Anwender. Das neue Top-Feature des Galaxy S26 Ultra, so viel vorweg, ist der sogenannte «Privacy»-Modus. Diese hardwarebasierte Sichtschutz-Technologie schränkt den seitlichen Betrachtungswinkel auf Knopfdruck oder automatisch ein, sodass Bildschirminhalte für Umstehende nahezu «unsichtbar» werden. Diese Funktion lässt sich gezielt für sensible Daten wie die Eingabe von Passwörtern oder die Nutzung von Banking-Apps aktivieren, während die Bildqualität für den Nutzer bei direkter Draufsicht vollständig erhalten bleibt. Und: Ergänzt wird dieser visuelle Schutz durch die Integration in das im Handy befindliche Sicherheitssystem Knox, das private Daten zusätzlich durch «On-Device»-KI und verschlüsselte Alben vor unbefugtem Zugriff schützt. PCtipp hat 256-GB-Variante in der Farbe «Cobalt Violet», die für einen Strassenpreis von Fr. 1129.– ihren Besitzer wechselt, getestet.
In der Verpackung gibts neben dem Handy selbst, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, sowie das obligatorische Werkzeug zum Öffnen des SIM-Schachts. Ein Netzadapter oder Kopfhörer fehlen weiterhin. Der S Pen als Eingabestift ist, wie gehabt, im Gehäuse integriert und gehört zum Standardlieferumfang. Das sauber verarbeitete Gehäuse besteht aus einer hochfesten Titan-Legierung, vorne setzt der Hersteller auf robustes «Gorilla Glass».
Spitzenausstattung
Unter der Haube arbeitet der Snapdragon-8-Gen5-Chip. Unterstützt wird der Baustein von 12 GB RAM. Das 6,8 Zoll grosse OLED-Display (120-Hz-Wiederholrate) löst mit 3120 x 1440 Pixeln auf. Die Spitzenhelligkeit ist mit 3000 Nits angegeben. Aufgepasst! Dieser Wert dient Marketing-Zwecken. In der Praxis liegt sie (die Helligkeit) zwischen 1000 und 1600 nits, was für ein OLED-Schirm mit selbstleuchtenden Pixeln ein sehr guter Wert ist, gerade um die Ablesbarkeit unter direkter Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Und: Im Privacy-Modus sinkt sie allerdings auf rund 600 nits deutlich ab. In Sachen Konnektivität ist das S26 Ultra mit WiFi 7, Bluetooth 5.4 und USB-C-Port (3.2 Gen 2) ausgestattet. Unterstützt wird zudem schnelles Laden mit bis zu 45 Watt. Das kann die Konkurrenz teilweise deutlich schneller. Schön: Samsung stattet das S26 Ultra mit der Satelliten-Notruffunktion aus, die auch in der Schweiz vollständig unterstützt wird.
Inbetriebnahme und Software
Das System startet gewohnt schnell. Bei der Ersteinrichtung können Daten zuverlässig vom «alten» Handy, falls gewollt, übernommen werden – oder eben auch nicht. Die hauseigene App «Smart-Switch hilft dem Anwender dabei. Vorinstalliert auf unserem Modell (Kennung: SM-S948B) war Android 16 mit der Benutzeroberfläche One UI 8.5 vor. Zentraler Bestandteil ist die erweiterte Galaxy-AI-Plattform. Diese bietet nun Echtzeit-Videoübersetzungen und eine erweiterte Objekt-KI in der Galerie-App. Die KI-gestützte Suche «Circle to Search» wurde um mathematische Lösungswege und Musikerkennung erweitert. Samsung bietet für sein Modell eine Update-Garantie von sieben Jahren – sowohl für Android-, One-UI-Updates wie auch Sicherheitspatches. Das ist zukunftssicher.
Schön: Der S Pen dient nicht nur für Notizen, sondern kann auch als Fernauslöser für die Kamera oder zur Gestensteuerung umfunktioniert werden. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor (unter dem Display) reagiert präzise und schnell.
Praxis-Test und Leistung
In unseren Android-Benchmarks gibt’s vom S26-Ultra ausnahmslos Topwerte. Im Einzelnen: In der Geekbench-6-Messung erreicht das Gerät im Single-Core 3719 Punkte und im Multi-Core starken 11205 Punkte. Die Grafikleistung im 3DMark (Raytracing Gaming-Benchmarks) haben wir mit 136 Punkten ermittelt. Im PCMark for Android erzielt das Flaggschiff einen Work-Performance-Score von 21136 Punkten. Das 4‑stufige Kamerasystem ist und bleibt das Prunkstück: Der Hauptsensor löst mit 200 Megapixeln auf. Bei Nahaufnahmen überzeugt das Gerät durch seinen schnellen Autofokus und ein «butterweiches» Bokeh. Details an Blütenblättern oder Insekten werden fast schon mikroskopisch scharf abgebildet. Ultrawide-Aufnahmen sehr natürlich und unverzerrt aus, schnelle Sportaufnahmen sind dank der kurzen Auslöseverzögerung und dem KI-gestützten «Action Mode» sauber abgelichtet. Top. Die Videoqualität reiht sich nahtlos an die Spitzenniveau ein: Selbst Filme in 8K bei 60 fps (Bilder pro Sekunde) fängt das S26 Ultra flüssig, ruckelfrei und farbtreu ein – auch dank der Hardware-Stabilisierung. Samsung stattet das Ultra-Modell mit einem 5000-mAh-Akku aus. Hier hätten wir uns gewünscht, dass Samsung noch eine Schippe drauflegt. Aber sei’s drum. Im Alltagstest erreicht das Gerät eine Laufzeit von etwa 1,5 bis 2 Tagen. Bei dauerhafter Videowiedergabe hält das Ultra-Handy knapp 25 Stunden durch. Die Fast-Charge-Funktion lädt den Akku mit maximal 45 Watt. Damit ist das Smartphone in 30 Minuten auf rund etwa 65 Prozent gefüllt. Eine vollständige Ladung benötigt etwa 55 Minuten. Kabelloses Laden ist hingegen nur mit bis zu 25 Watt möglich.
Fazit
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist das derzeit kompletteste Smartphone auf dem Markt. Es punktet mit seinem herausragenden Display, einer Spitzenkamera und einem einzigartigen Updatezeitraum. Auch die Integration von KI-Funktionalität ist ein starkes Kaufargument, die es allerdings sorgsam zu nutzen gilt. PCtipp hat auf die Problematik schon mehrfach hingewiesen. Unterm Strich gilt: Wer bereit ist, den hohen Preis zu zahlen, erhält ein Gerät, das technisch über Jahre hinweg wohl ein Topprodukt bleiben wird.
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