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Lesedauer 4 Min.

Gschmöis

Aso ich persönlich wür jo «Gschmeus» schriibe, aber genau um da gohts bi dere App jo: Di vielfältige Dialekt vom Schwiizerdütsche.

Gschmöis stellt Froge zum Dialekt vom Nutzer

© Quelle: PCtipp.ch

Eine Schriftdeutsche Version dieses Artikels gibt es auf Seite zwei.

Gschmöis stellt Froge zum Dialekt vom Nutzer

© Quelle: PCtipp.ch

Gschmöis isch eigentlich nid unbedingt en passende Name für die App vo de Uni Züri. Zwor isch si nid grad de Gipfel vo de Produktivität, aber durchuus interessant. D’App undersuecht mit Hilf vo ihrere Nutzer es Schwiizerdütsche. Genau gnoh gohts drum, verschiedeni Usdruckswiise enere entsprechende Region zuez’ordne. Nutzer fülled verschiedeni Quizfroge und Lücketext us. Ahand vo dene Agobe und de Herkunftsagob vom Nutzer sammlet Gschmöis Date, wo weli Usdrück verbreitet sind. Chli schad: Bi de meiste Abschnitt gits nur vorigstellti Antworte. Die decked zwor di meiste übliche Usdruckswiise ab, aber wohrschinlich nid alli. We susch söl me de Welt so Juwel wie «Zwee Zaane voll Saapfe d’Laatere durab schlaapfe» überliefere?

Ersti Schritt: D’App selber isch sehr eifach strukturiert. Me meldet sich eifach mit es paar grundlegende Date aa. Allem voraa: de Herkunftsort. Döt wärs no schö weme chönt Herkunftsort und Wohnort separat ageh, schliesslich wohned i üsem chline Land viel Lüüt nüm döt, wos ufgwachse sind, wa au de Dialekt cha beiflusse. Het me sich mol agmolde, goht me eifach d’Liste dure und beantwortet di gstellte Froge. D’Froge siebe und acht sind jewiils mündlich und bruched e Stimmufnahm vom Nutzer. Zum Schluss vo jedem Nünerblock gits denn e Expertefrog.

Gschmöis gits für iOS. Mundart sött me defür chöne, susch machts wenig Sinn.

Auf der nächsten Seite gibt es den Artikel in Standardsprache

Gschmöis (unnötiges Zeugs) ist eigentlich …

Gschmöis (unnötiges Zeugs) ist eigentlich nicht unbedingt ein passender Name für die App der Universität Zürich. Zwar ist die App nicht der Gipfel der Produktivität, aber durchaus interessant. Die App untersucht mithilfe ihrer Nutzer das Schweizerdeutsche. Genau genommen geht es darum, verschiedene Ausdrucksweisen einer Region zuzuordnen. Nutzer füllen verschiedene Quizfragen und Lückentexte aus. Anhand dieser Angaben und der Herkunft des Nutzers sammelt Gschmöis Daten darüber, wo welche Ausdrücke üblich sind. Etwas schade: Bei den meisten Abschnitten gibt es nur voreingestellte Ausdrücke zur Auswahl. Das deckt die wichtigsten Dialekte ab, lässt aber einige etwas ungewöhnlichere Dialekte aussen vor. Wie sonst soll man der Welt Sprachjuwelen wie «Zwee Zaane voll Saapfe d’Laatere durab schlaapfe» überliefern? (Das ist Schaffhauser Dialekt und bedeutet ungefähr: Zwei Wäschekörbe voller Seife die Leiter herunterschleppen).

Erste Schritte: Die App selbst ist sehr einfach strukturiert. Der Nutzer meldet sich einfach mit einigen grundlegenden Daten an. Allem voran: dem Herkunftsort. Dort wäre es schön, wenn man neben dem Herkunftsort auch den aktuellen Wohnort angeben könnte. Schliesslich wohnen in unserem kleinen Land viele Leute nicht mehr dort, wo sie aufgewachsen sind, was wiederum den Dialekt beeinflussen kann. Haben Sie sich erst einmal angemeldet, gehen Sie einfach die Liste von Quizfragen durch. Die Fragen sieben und acht sind jeweils mündliche Fragen und benötigen eine mündliche Antwort per Mikrofon. Zum Abschluss eines jeden Neunerblocks gibt es jeweils eine Expertenfrage.

Gschmöis gibt es für iOS. Schweizerdeutsch sollte man können, sonst ergibt die App wenig Sinn.

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