Was Apple uns vorenthält 20.05.2024, 11:00 Uhr

Mac-Tipp: Shortery

Wenn Sie die Kurzbefehle schätzen, kann Shortery eine Nischenanwendung sein oder ein Geschenk des Himmels. Aber vermutlich ist es beides.
Zahnräder eines Uhrwerks
(Quelle: Foto von Laura Ockel auf Unsplash)
Apples Kurzbefehle bildet ein brauchbares Fundament in die Welt der Automatisierung. Hier ein simples Beispiel, das auf den ersten Blick banal wirkt, mir aber im Alltag dabei hilft, die Nerven zu schonen:
Bevor ich einen Screenshot für das PCtipp-Heft anfertige, reduziere ich die Transparenzeffekte von macOS, damit die Abbildung im Druck etwas klarer wird. Der zugehörige Schalter befindet sich in den Systemeinstellungen › Bedienungshilfen › Anzeige › Transparenz reduzieren. Was für eine elende Tortur! Doch zum Glück schafft ein geradezu lächerlich-simpler Kurzbefehl das Ärgernis aus der Welt:
Die Transparenz-Einstellungen werden mit diesem einfachsten aller Kurzbefehle umgedreht
Quelle: PCtipp.ch
Die Automation ist jedoch mit einem Makel behaftet: Es fehlt an Möglichkeiten, um sie in einer bestimmten Situation zu starten. Stattdessen muss der Kurzbefehl angeklickt, in einem Menü angewählt oder mit Siri aktiviert werden. Nichts davon wirkt für eine Automation erstrebenswert, wenn sie diesen Titel auch verdienen soll.

Shortery baut Brücken

Doch Hilfe naht. Die Software Shortery macht nichts anderes, als «Trigger» (Auslöser) für eine Automation zur Verfügung zu stellen, also: «Wenn dieses Ereignis eintritt, starte den Kurzbefehl ABC». Ohne eine Aufrüstung der kostenlosen Version sind die Trigger jedoch überschaubar:
Ohne Moos nix los: Die besten Möglichkeiten bleiben der zahlenden Kundschaft vorbehalten
Quelle: PCtipp.ch
Application. Führt einen Shortcut aus, wenn eine Anwendung gestartet oder beendet wird – oder wenn sie aktiviert respektive deaktiviert wird.
Wake Up & Sleep. Führt einen Shortcut aus, bevor der Mac in den Ruhezustand geht oder nachdem er aufgewacht ist.
Login & Logout. Führt einen Shortcut aus, wenn Sie sich am Mac an- oder abmelden.
Das reicht, um sich mit der Arbeitsweise von Shortery vertraut zu machen. Aber das wirklich gute Zeug bleibt unerreichbar.

Die Pro-Version

Denn wenn Sie erst einmal auf den Geschmack gekommen sind, werden Sie das wollen, was die Pro-Version bietet (siehe Abbildung oben). Dann aktivieren sich die Kurzbefehle, wenn sich die Wi-Fi-Verbindung ändert oder der Inhalt eines Ordners. Elementar ist auch die Möglichkeit, einen Kurzbefehl zu gegebener Zeit oder über die Tastatur auszulösen. Und so weiter.
Und so wird die Einstellung zur Transparenz in diesem Beispiel mit einem Kurzbefehl Control+T umgeschaltet:
Der Trigger ist in diesem Fall ein Tastatur-Kurzbefehl
Quelle: PCtipp.ch

Fazit

Shortery füllt eine klaffende Lücke, die Apple nie hätte offenlassen sollen. Doch wie auch immer: Dank dieser feinen Anwendung sind die Kurzbefehle gleich doppelt so nützlich. Mindestens.
Info: Englisch, Download im Mac App Store, kostenlose Basisversion, Pro-Version durch einen einmaligen In-App-Kauf für 10 Franken.


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