Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Garmin-Konkurrent: Die Suunto Race im Test

Mit der Race hat Suunto eine Amoled-Multisportuhr ins Programm genommen, die dank kostenloser Karten und vielen Trainingsmodi auch anspruchsvolle Sportler überzeugen soll.
© (Quelle: Suunto)

In puncto Sportuhren ist für viele Hobby- und Profi-Athleten die fenix-Serie von Garmin das Mass aller Dinge. Der Hersteller Suunto will mit der Race ein wenig am Thron der fenix rütteln, und hat die Uhr dazu mit Features regelrecht vollgepackt. An erster Stelle ist die Kartennavigation zu nennen, die Suunto integriert hat. Bevor man sich mit der Race allerdings ins Gelände wagen kann, müssen die benötigten Karten über die App ausgewählt werden – der Download erfolgt dann per WLAN und dauert leider sehr lange. Die Speicherkapazität unseres Testmodells liegt bei 16 Gigabyte, und die reichen locker aus, um nicht nur die Karten zu speichern, sondern auch verschiedene Tracks, die man beispielsweise von Outdooractive oder Komoot importiert. Musik lässt sich bedauerlicherweise nicht auf der Uhr speichern.

Die Erstellung von eigenen Routen über die App ist extrem komfortabel und deutlich besser gelöst als bei Garmin. Auf einen Blick sieht man, welche Beschaffenheit ein Weg hat (Forststrasse, Trail, asphaltiert usw.) und kann sich mit wenigen Klicks so seine Strecke erstellen. Per Bluetooth wird diese dann an die Race übertragen und man kann diese fürs Training oder einfach nur zum Navigieren verwenden. Im Gegensatz zu den Garmin-Karten sind leider keine Strassennamen enthalten, auch an zusätzlichen Points of Interest gibt es deutlich weniger. Bei unserem Test hat sich das aber kaum als Nachteil erwiesen, die Karten sind so gut und detailliert, dass man sich sehr gut im Gelände zurechtfindet, selbst kleinere Wege sind verzeichnet.

© Quelle: Suunto

Diese findet man auch aufgrund der hohen Genauigkeit des Satellitensystems sehr gut. Um die Akkulaufzeit zu verbessern, kann man hier zwischen verschiedenen Systemen und deren gleichzeitiger Nutzung wählen. Aber selbst bei voller Satelliten-Nutzung (4 Systeme gleichzeitig) bietet die Race eine hervorragende Betriebsdauert: die vom Hersteller angegebenen Werte von 40 Stunden bei Aktivierung aller Funktionen konnten wir mehrfach nicht nur erreichen, sondern teilweise sogar übertreffen.

Hier sticht die Race ihren direkten Wettbewerber, das Basismodell der fenix 7 von Garmin, deutlich aus. Und das, obwohl man bei der Garmin mit einem nicht mehr zeitgemässen und eigentlich energiesparenderem MIP-Display zufrieden sein muss. Die Amoled-Anzeige der Race mit 1,43 Zoll ,466 x 466 Pixel und automatischer Helligkeitsregelung ist auch bei voller Sonneneinstrahlung gut abzulesen und sieht einfach schön aus. Bei Garmin muss man dafür eine epix kaufen, die dann aber nochmal 100 Franken mehr kostet.

Wichtig bei einer Sportuhr wie der Race ist die Umsetzung von Trainings, und hier gibt sich die Suunto keine Blösse. Man kann aus einer schier unendlichen Zahl an Sportarten auswählen, die dann auch jeweils individuelle Datenfelder anzeigen. Diese kann man jedoch auch nach gusto selbst anpassen. Lediglich bei den Zifferblättern hat der Hersteller gespart, es stehen nur magere 10 Stück zur Wahl.

© Quelle: Suunto

Beim Trainieren mit der Uhr ergab sich ein zwiegespaltenes Bild: Auf der einen Seite die perfekte technische und grafische Umsetzung aller erdenklichen Daten und das tolle Display – auf der anderen Seite die mitunter etwas träge Erkennung des Pulses, besonders bei kühlerem Wetter oder zu Beginn eines Laufs. Sehr gut gefallen hat uns der Suunto Coach, der einen auf einen bevorstehenden Wettkampf mit persönlichen Trainingsvorschlägen vorbereiten soll. Hier gab es eine ansprechende Mischung aus langen Läufen, Tempoeinheiten und Regeneration. Gerade in Verbindung mit der exakten Schlafanalyse und anderen erhobenen Körperdaten wie der Sauerstoffsättigung im Blut entsprachen die Vorschläge sehr genau unserer persönlichen Einschätzung.

Bei der Bedienung geht Suunto neue Wege, neben dem gut reagierenden Touchscreen kann man auf zwei physische Tasten sowie die drehbare Krone zurückgreifen. Letztere erlaubt schnelles Scrollen – und bei der Navigation ein müheloses Bewegen des Kartenausschnitts.

Insgesamt hat die Suunto Race einen guten Eindruck hinterlassen. Das Trainieren macht viel Spass, dank langer Akkulaufzeit, schöner Anzeige und vielen Möglichkeiten zur Individualisierung. Abstriche muss man bei den smarten Funktionen machen (keine Bezahlmöglichkeit, kein Musikdownload, keine separaten Apps). Mit 449 Franken ist die Uhr ein ganzes Stück günstiger als Garmins fenix 7 (599 Franken) und bietet in einigen Punkten mehr Leistung, lässt aber auch etliche Features vermissen.  

Kommentare

Smartwatch Smartphone & Apps
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Papst warnt vor einer Entmenschlichung durch KI
Papst Leo XIV. macht Künstliche Intelligenz zu einer zentralen gesellschaftlichen Frage der digitalen Zukunft. In seiner ersten Enzyklika «Magnifica Humanitas» warnt das Oberhaupt der katholischen Kirche davor, dass KI den Menschen zunehmend verdrängen, manipulieren oder kontrollieren könnte, wenn technologische Entwicklung nicht an ethische Leitplanken gebunden wird.
4 Minuten
Verkäufe von Smartphones in Europa brechen ein
Im ersten Quartal gingen die Smartphoneverkäufe in Europa deutlich zurück. Die Analysten führen das vor allem auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Konsumenten und die steigenden Preise für Komponenten wie Chips zurück.
2 Minuten
26. Mai 2026
Research Program Security
VBS und der ETH-Bereich stärken Forschung im Bereich Sicherheit und Verteidigung
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse und der ETH-Bereich stärken ihre strategische Zusammenarbeit in der sicherheitsrelevanten Forschung.
4 Minuten
25. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Onlineshops
Perfekter Einkauf
Welcher Shop für Heimelektronik bietet die tiefsten Preise, welcher den besten Support? Und worauf sollten Sie beim Onlinekauf noch achten? Der PCtipp testet die fünf grossen Schweizer Elektronikändler und ihre Portale. 
8 Minuten
29. Apr 2026
Preiswerter Putzteufel
Nass-Trocken-Saugroboter TP-Link RV50 Pro Omni im PCtipp-Test
Der TP-Link RV50 Pro Omni ist ein vollautomatisierter Saug- und Wischroboter des Netzwerk- und Smart-Home-Spezialisten TP-Link. Das Gerät richtet sich an anspruchsvolle Haushalte, die Wert auf maximale Zeitersparnis und hohe Hygienestandards legen.
5 Minuten
5. Mai 2026
Wärmebildkamera
Im Test: Thermal Master P3
Wärmebildkameras sind praktisch, um Wärmeverluste aufzuspüren, Fussbodenheizungen zu finden, PV-Anlagen zu prüfen, Überlastungen in Schaltkästen zu entdecken oder Wild zu beobachten, um nur einige Anwendungsszenarien zu nennen. Die Thermal Master P3 funktioniert als Aufsatz für Android- und iOS-Smartphones – zu einem sehr fairen Preis.
4 Minuten
22. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare