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Lesedauer 5 Min.

Komoot

Dieser umfangreiche Routenplaner funktioniert auf praktisch allen Geräten – vom Desktop bis zum Velocomputer.

In der Desktop-Variante von Komoot plant es sich besonders angenehm

© Quelle: PCtipp

Google Maps ist der König aller Karten-Apps. Als Routenplaner ist der Google-Kartendienst jedoch noch nicht ideal. Zwar lässt sich relativ einfach eine Route auf Google Maps planen, allerdings gibt es dann keine einfache Methode, diese Route weiterzuverwenden. Sie können sich einen Link auf ein Mobilgerät schicken lassen und das war es dann auch schon.

Komoot macht hier deutlich mehr. Hier können Sie Routen nach Belieben planen und speichern. Gespeicherte Routen können einfach aus der App aufgerufen und geladen werden. Kein Weiterschicken von Links ist nötig.

In der Desktop-Variante von Komoot plant es sich besonders angenehm

© Quelle: PCtipp

Neben der besseren Verwaltung bietet Komoot mehr Informationen für Reisende. Beispielsweise Höhenprofile, Angaben zur Beschaffenheit der Strassen und Integration in Velocomputer sowie andere externe GPS-Geräte.

Da Komoot von Grund auf als Routenplaner konzipiert ist, ist auch der nutzergenerierte Inhalt auf Routen ausgelegt. Auf Komoot finden Sie keine Einträge zum lokalen Coiffeur, dafür aber von Nutzern empfohlene Velotouren oder Wanderstrecken. Diese können Sie einfach mit einem Klick in Ihre bestehende Route einbinden.

Ganz perfekt ist der Dienst noch nicht. Es fehlen beispielsweise noch nationale Radrouten, die Komoot meistens nicht berücksichtigt, da sie selten einen direkten Weg von A nach B verfolgen. Hier müssen Sie sich selbst behelfen und die Radroute manuell von einem Dienst wie SchweizMobil auf Komoot übertragen.

Erste Schritte: Am besten plant es sich in der Desktop-Version von Komoot. Öffnen Sie oben links den Abschnitt «Routenplaner», um damit zu beginnen. Die Nutzeroberfläche ist praktischerweise sehr ähnlich wie Google Maps. Wählen Sie zunächst, wie Sie unterwegs sein möchten. Von links nach rechts sind das: Wandern, Velo, Mountainbike, Rennrad und Rennen. Je nach Auswahl ändert sich die Route. Beispielsweise verzichtet Komoot für Rennräder komplett auf unbefestigte Strassen. Tragen Sie dann unter «A» einen Startpunkt ein und unter «B» das Ziel. Falls Start und Ziel der gleiche Ort sind, können Sie oben «Hin- & Rückweg» markieren.

Die fertige Route erscheint automatisch in Ihrem Komoot-Konto

© Quelle: PCtipp

Haben Sie erst einmal Start und Ziel markiert, können Sie mit dem Pluszeichen unter den Wegpunkten weitere Punkte hinzufügen. Alternativ können Sie auch direkt in der Karte einen Punkt einzeichnen und diesen dann mit der Maus verschieben. Gleich daneben finden Sie einen Fitness-Slider. Mit diesem können Sie Ihren eigenen Fitness-Level angeben, was die Route verändern kann. Komoot sucht besonders fitten Nutzern keine schwierigeren Routen, vereinfacht den Weg jedoch für weniger fitte User.

Fügen Sie weitere Wegpunkte hinzu, bis Sie mit der Route zufrieden sind. Dann verfrachten Sie die Route am besten auf ein mobiles Gerät, damit Sie nicht alles auswendig lernen müssen. Mit einem Komoot-Konto können Sie die Route einfach mit dem «Speichern»-Knopf zu Ihrem Nutzerkonto hinzufügen. Installieren Sie dann auf Ihrem Smartphone die Komoot-App und loggen Sie sich ein. Im Abschnitt «Profil», dann «Routen», finden Sie alle von Ihnen geplanten und absolvierten Routen. Öffnen Sie die gewünschte Route und tippen Sie unten auf «Navigation starten», um Komoot als Navigationsgerät zu verwenden. Mit der Schaltfläche «Für Offlinegebrauch speichern», können Sie die Route herunterladen und auch ohne Internetverbindung verwenden. Dafür ist jedoch der Kauf der jeweiligen Kartenregion nötig. Mehr dazu weiter unten in diesem Artikel.

Falls Sie einen Velocomputer oder ein ähnliches Navi-System verwenden, können Sie möglicherweise Komoot damit verwenden. Ob und wie Ihr Gerät mit Komoot kompatibel ist, finden Sie auf der Herstellerwebseite heraus.

Preise

Komoot ist grundsätzlich kostenlos nutzbar und bietet die wichtigsten Funktionen für Gelegenheitsnutzer auch ohne Bezahlung an. Kostenpflichtig sind: Sprachnavigation, Offline-Karten und Touren-Exporte auf externe GPS-Geräte. Glücklicherweise kommt Komoot dafür ohne Monatsabo aus. Stattdessen können Sie die gewünschten Dienste auf regionaler Ebene freischalten. Es sind drei Ebenen verfügbar: Einzelregionen, Regionenpakete und das Komplettpaket. Eine Einzelkarte kostet rund 4 Euro und beinhaltet eine von Komoot definierte Region. In der Schweiz sind das zumeist Kantone oder Sets von Kantonen. Achten Sie dabei genau darauf, was die Region beinhaltet. In Grenzregionen gibt es zudem Überschneidungen. So ist die Stadt Schaffhausen sowohl in der Region «Zürich» als auch der Region «Thurgau & Schaffhausen» enthalten. Die umliegenden Dörfer sind jedoch nur in «Thurgau & Schaffhausen» dabei.

Die nächste Stufe heisst Regionenpaket. Hierbei werden mehrere Regionen zu einem Paket zusammengefasst. Kostenpunkt: einmalig rund 9 Euro. In der Schweiz gibt es beispielsweise Regionen wie «Nordschweiz» mit den Kantonen Jura, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Zürich und der Stadt Schaffhausen. Die Region «Ostschweiz & Liechtenstein» beinhaltet die Kantone Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Glarus und grosse Teile Liechtensteins. Auch hier sind gewisse Überschneidungen vorhanden. Die Regionen in grösseren Ländern wie Deutschland sind etwa gleich gross und umfassen daher politisch gesehen weniger Gebiet. Für eine Karte von ganz Baden-Württemberg benötigen Sie bereits mehrere Regionenpakete.

Die letzte Option ist das Gesamtpaket. Hierbei bezahlen Sie einmalig rund 30 Euro und erhalten alle Karten, die Komoot anbietet. Für Weitreisende ist das klar die beste Option.

Komoot ist kostenlos verfügbar für Android, iOS und plattformunabhängig im Web. Der Dienst ist in Deutsch oder Englisch gehalten.

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