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Junge Menschen lieben KI als Problemlöserin

Geht es jedoch um Rat bei sensiblen Themen wie Suizid, werden zum Glück Menschen weiterhin vor künstlicher Intelligenz bevorzugt.
© (Quelle: Alexandra Koch/Pixabay)

Immer mehr junge Menschen suchen bei KI-Tools wie ChatGPT und Co nach Antworten für eine ganze Reihe von Themen. Die Bandbreite reicht hier von Beziehungsfragen bis zur körperlichen Gesundheit. Handelt es sich jedoch um sensible Themen wie Suizidgedanken, bevorzugen die Jugendlichen Antworten von Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Michigan und der Drexel University.

622 Personen analysiert

Die Forscher haben die Antworten von 622 Personen zwischen 18 und 24 Jahren auf eine Umfrage analysiert. Sie alle verfügten über Erfahrungen mit dem Geben und Erhalten von Unterstützung über das Internet. Im Rahmen der Studie bewerteten die Teilnehmer Antworten von Menschen und der KI, deren jeweiliger Ursprung jedoch unkenntlich gemacht worden war.

Die menschlichen Antworten standen für verschiedene Arten menschlicher Unterstützung, wie zum Beispiel von Gleichaltrigen, erwachsenen Mentoren und Therapeuten. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer positiv auf die von der KI generierten Antworten zu Themen wie Beziehungen, Selbstentfaltung und körperliche Gesundheit reagierten. Dabei wurde auch angemerkt, dass sie liebevoll waren und umsetzbare Vorschläge enthielten.

KI hat jedoch ihre Grenzen

Ging es jedoch um sensible Themen wie Gedanken an einen Suizid, dann bevorzugten die jungen Menschen eindeutig Antworten, die von einem Menschen stammten. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Jordyn Young geht es nämlich nicht nur darum, was die KI sagt, sondern auch um das Wie. Die Grenzen der Einsatzbarkeit der KI in diesem Bereich sei ebenfalls relevant.

Gerade das sei aber bei den Antworten auf sensible Enthüllungen sehr vorsichtig zu kommunizieren. Trotzdem könnte sich die KI langfristig als vorteilhaft erweisen, da sie den Jugendlichen einen weiteren Weg der Kommunikation eröffnet. Die KI könnte dabei auch die Zeit überbrücken, die Gleichaltrige brauchen, um eine passende Antwort zu finden. Details sind in den "Proceedings of the CHI Conference on Human Factors in Computing Systems" nachzulesen. (pressetext.com)

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