Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

KI macht Menschen unehrlich

Die zunehmende Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) fördert unethisches Verhalten. Zu dem Fazit kommt eine neue Studie unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.
© (Quelle: Shutterstock/Lightspring)

Eine umfassende Max-Planck-Studie hat ethische Risiken der Delegation an Maschinen untersucht.

13 Studien, 8.000 Teilnehmer

In 13 Studien mit über 8.000 Teilnehmern haben die Experten die ethischen Risiken der Delegation an Maschinen untersucht - aus der Perspektive derjenigen, die Anweisungen geben, und auch aus der Perspektive derjenigen, die sie ausführen.

Ergebnis: Menschen betrügen deutlich öfter, wenn sie das Verhalten an KI-Agenten auslagern, anstatt selbst zu handeln, insbesondere wenn sie Interfaces nutzen, die eine hochgradige Zielsetzung erfordern, anstatt explizite Anweisungen zu unehrlichem Handeln.

Nur zwölf bis 16 Prozent blieben ehrlich, während 95 Prozent ehrlich waren, wenn sie die Aufgabe selbst ausführten. Selbst bei der am wenigsten bedenklichen Form der KI-Delegation, nämlich bei expliziten Anweisungen in Form von Regeln, verhielten sich nur etwa 75 Prozent ehrlich.

"Bequeme moralische Distanz"

"Der Einsatz von KI schafft eine bequeme moralische Distanz zwischen Menschen und ihren Handlungen – er kann sie dazu verleiten, Verhaltensweisen zu fordern, die sie selbst nicht unbedingt an den Tag legen würden", verdeutlicht Max-Planck-Forscherin Zoe Rahwan.

Beispiele für unethisches KI-Verhalten ist ein Preisalgorithmus einer Mitfahr-App. Dieser veranlasste Fahrende dazu, ihren Standort zu wechseln, nicht weil Fahrgäste eine Mitfahrgelegenheit suchten, sondern um künstlich eine Knappheit zu erzeugen und damit Preiserhöhungen auszulösen.

Die Forscher führen auch Tankstellen in Deutschland an. Diese sind unter die Lupe genommen worden, weil sie Preisalgorithmen verwendeten, die die Preise offenbar synchron mit denen der Wettbewerber in der Nähe anpassten, was zu höheren Benzinpreisen für Kunden führte. (pressetext.com)

Kommentare

Künstliche Intelligenz Gesellschaft KI & Trends
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Video-Tipps
So faszinierende Videos drehen
Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Allerdings ist die Produktion guter Inhalte gar nicht so simpel. Wir zeigen Ihnen einige effiziente, aber einfache Tricks, mit denen Sie Videos besser filmen und bearbeiten.
11 Minuten
Gartner nennt die zehn wichtigsten Technologietrends für 2027
Das Analystenhaus Gartner hat die zehn bedeutendsten strategischen Technologietrends für 2027 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen spezialisierte KI-Modelle, die Kontrolle autonomer KI-Agenten und digitale Souveränität.
3 Minuten
Adobe integriert lizenzierte Musik von UMG und WMG in Premiere Mobile
Adobe erweitert Premiere Mobile um lizenzierte Musik: In Zusammenarbeit mit der Universal Music Group (UMG) und der Warner Music Group (WMG) stellt das Unternehmen Creatorn künftig eine Auswahl an Musikclips bekannter Künstler direkt in der App zur Verfügung.
2 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Der Zenit für Gamer, Cosplayer und Fans von Star Wars
Fantasy Basel 2024: der grosse Rückblick
Sie war auch dieses Jahr die wichtigste Messe für Gamer, Cosplayer oder einfach für alle, die galaktische und fantastische Geschichten lieben. PCtipp hat die coolsten Bilder auf der Fantasy Basel 2024, der grössten Schweizer Comic Con, gesammelt.
3 Minuten
13. Mai 2024
Kritische Schwachstellen in PHP - Sicherheitsupdates sofort einspielen
Zwei kritische Schwachstellen in PHP können Angreifern ermöglichen, ohne Anmeldung Schadcode auf betroffenen Servern auszuführen. Sicherheitsupdates sind jetzt verfügbar. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) empfiehlt, betroffene Systeme unverzüglich zu aktualisieren.
2 Minuten
21. Okt 2026
Sprachbarrieren überwinden
Alertswiss informiert, warnt und alarmiert neu auch in Leichter Sprache
Hunderttausenden Menschen in der Schweiz fällt das Lesen schwer. Informationen, Warnungen und Alarmmeldungen müssen aber auch für sie verständlich sein. Deshalb bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) Meldungen in der Alertswiss-App neu auch in Leichter Sprache an.
4 Minuten
21. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare