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KI radiert Millionen von Arbeitsplätzen aus

Das US-Start-up Artisan befeuert mit seinem KI-Agenten "Ava" in Form eines virtuellen Vertriebsmitarbeiters die Debatte um Arbeitsplatzvernichtung.

Avatar "Ava": KI-Tools wie diese sollen teure Mitarbeiter ersetzen.

© (Quelle: artisan.co)

Denn die KI-Tools können potenzielle Kunden identifizieren, mit ihnen Kontakt aufnehmen, E-Mails schreiben und Termine vereinbaren. Ava kostet laut dem Entwickler 96 Prozent weniger als ein Mensch, der die gleichen Aufgaben ausführt.

Enormes Gewinnpotenzial

Der geradlinige Ansatz des Start-ups steht in starkem Kontrast zu den meisten Unternehmen für generative KI, die vorsichtig abwägen, ob ChatGPT-ähnliche Technologien menschliche Arbeitskräfte überflüssig machen werden. "Ich glaube nicht, dass es grundsätzlich darum geht, Mitarbeiter zu ersetzen, sondern sie besser für die Dinge einzusetzen, die nur Menschen tun können", sagt Josh Constine von der Venture-Capital-Firma SignalFire.

Doch im Endeffekt dürften Arbeitsplätze verloren gehen. Experten der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs schätzen, dass KI weltweit 300 Mio. Jobs vernichten könnte. Der US-Unternehmensberater Metrigy berichtet auf Grundlage einer Befragung aus dem Jahr 2023, dass 89 Prozent der Unternehmen aufgrund generativer KI Personal im Bereich Kundenbeziehungen abgebaut haben.

Schaffung und Vernichtung

Andererseits geben 70 Prozent der vom Weltwirtschaftsforum befragten Grossunternehmen an, in den kommenden Jahren Mitarbeiter mit KI-bezogenen Fähigkeiten einstellen zu wollen. "Es ist eine natürliche Entwicklung", sagt Joe Murphy von D-iD, das Video-Avatare anbietet und kürzlich eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen ist. "Wie durch die Erfindung des Autos werden durch KI Arbeitsplätze geschaffen und auf der anderen Seite vernichtet."

Daten des US-Arbeitsministeriums belegen diese Theorie: Die Zahl der Arbeitsplätze für Sekretäre und Verwaltungsassistenten ist zwischen 1992 und 2023 von 4,1 Mio. auf 3,4 Mio. gesunken. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Informatiker jedoch von etwa 500.000 auf 1,2 Mio. mehr als verdoppelt. (pressetext.com)

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