Smarthome
Clever wohnen mit Homey
Die Situation bei der Heimautomatisierung wirkt verfahren. Es drängt sich das Gefühl auf, dass jeder Hersteller von Unterhaltungselektronik mitmischen will: Apple, Google, Samsung und viele andere preisen ihre smarten Steuerzentralen an. Doch keine dieser herstellergebundenen Plattformen erreichte bisher eine breit abgestützte Relevanz, sondern sie gleicht meistens einer Alibi-Übung.
Apple Home wird zwar regelmässig ins Spiel gebracht; doch das ganze System wirkt so überholt und ungepflegt, dass klar wird: Apple verdient das Geld woanders – und das gilt sinngemäss für die anderen Elektronikriesen.
Heute gibt es nur zwei universelle Systeme, die das Thema wirklich voranbringen. Die gefühlte Übermacht hört auf den Namen Home Assistant. Im Hinblick auf seine Möglichkeiten ist der Dienst unerreicht. Dasselbe gilt allerdings auch für seine Komplexität, was den Einstieg nicht erleichtert. Wir haben Home Assistant bereits einen eigenen Beitrag im PCtipp 7/2024 gewidmet. PCtipp-Abonnenten erreichen das PDF zum Artikel unter der Adresse go.pctipp.ch/3513.
Die sehr viel zugänglichere Alternative hört auf den klingenden Namen Homey und ist ein Spross des niederländischen Unternehmens Athom (homey.app). Es wurde 2014 durch eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne gegründet und 2024 von LG Electronics übernommen, um deren Ambitionen im Bereich des intelligenten Wohnens voranzutreiben. Trotzdem agiert Athom weiterhin eigenständig und ist für alle Technologien offen. Vor allem aber deutet nichts darauf hin, dass Homey die Bühne schon bald wieder verlässt.
Homey glänzt mit seiner fast schon spielerischen Oberfläche, Bild 1. Sie macht komplexe Automationen auch für jene zugänglich, die nicht knietief durch kryptische Anleitungen waten möchten – und das ist auch gut so, denn die Automatisierung soll in erster Linie Spass machen. Zu den Vorzügen der Oberfläche gehört aber auch ihre Konsistenz, sodass selbst jahrealte YouTube-Tutorials problemlos nachvollziehbar sind.
Die Oberfläche von Homey gefällt aber auch durch ihre sorgfältige, übersichtliche Gestaltung. So bringen die Dashboards auf den Punkt, was gerade im Haus läuft, Bild 2. Das Besondere daran: Diese Oberflächen sind flexibel. Das heisst, sie lassen sich in beliebigen Mengen und Zusammenstellungen anlegen, sodass sie stets das zeigen, was gerade von Interesse ist.
Bild 2: Flexible Dashboards sorgen in Homey für eine ansprechende Übersicht
PCtippEnergie gespart
Die Energiepreise gehören zu den wichtigsten Themen im Smarthome, oder besser: das Wissen darum, welche Geräte besonders viel Strom ziehen, Bild 3. Dabei kann die Messung über zahlreiche Komponenten erfolgen. In einigen Fällen wird die Messung vielleicht zentral im Stromkasten gemacht, etwa mit einem Shelly Pro 3EM, Bild 4, den es zum Beispiel für 99 Franken bei galaxus.ch gibt – die Kosten für den Elektriker nicht eingerechnet. In anderen Situationen reicht ein schaltbarer Zwischenstecker mit Messfunktion wie Ikeas Inspelning für Fr. 12.95, der sich ohne Bridge direkt in Homey einbinden lässt, Bild 5.
Bild 3: Die Energieverwaltung ist im eigenen Heim immer ein Thema – von der Steckdose bis zur PV-Anlage
PCtipp
Bild 4: Der Shelly Pro 3EM wird direkt in den Stromverteiler eingehängt und liefert danach Echtzeitdaten
PCtipp
Bild 5: Der Inspelning-Zwischenstecker von Ikea schaltet nicht nur, sondern misst auch den Verbrauch
PCtippZuerst die Hardware
Homey macht es einem nicht leicht, den Durchblick über die Hardware, die Abo-Dienste und die Voraussetzungen zu schaffen. Wir fokussieren uns deshalb in diesem Artikel auf eine sinnvolle Einrichtung mit einer klar definierten Preisstruktur.
Homey Pro Mini
Der Homey Pro Mini (siehe Bild 1) ist zwar schon seit über einem Jahr auf dem Markt, aber erst seit Kurzem in Europa erhältlich. Er bietet etwas weniger Leistung als der grosse Bruder Homey Pro (ohne Mini), doch er verkörpert unter allen Varianten den komfortabelsten und benutzerfreundlichsten Einstieg. Die Hardware kostet ca. 250 Franken und ist bei den Smarthome-Spezialisten Swiss Domotique erhältlich (swiss-domotique.ch). Weitere Kosten fallen nicht an.
Das Gerät arbeitet vollständig lokal, wann immer es möglich ist. Ansonsten greift es auf die zahlreichen Cloud-Dienste der einzelnen Hersteller zu, wenn es sich nicht vermeiden lässt – etwa, weil deren Geräte auch ohne Homey nur über die Cloud funktionieren würden. Auch für andere Dienste ist der Ausflug ins Internet oft unvermeidlich – und sei es nur für die Abfrage des Wetters.
Anschlüsse
Diese Zentrale wird über USB-C mit Strom versorgt. Sie versteht sich mit Wi-Fi, doch für eine stabile Verbindung sollte sie unbedingt über den Ethernet-Anschluss ins Netz integriert werden. Daneben versteht sich die kleine Box auch mit den unverzichtbaren Smarthome-Protokollen Zigbee, Matter sowie Thread. Damit ist der Grundstein gelegt, der die Bedürfnisse der meisten Anwender abdeckt. Sollten später auch weniger gängige Verbindungen wie Z-Wave, Bluetooth, Infrarot und 433 MHz (für kompatible Haushaltsgeräte) abgedeckt werden, lässt sich der Mini durch die Homey Bridge für ca. 70 Franken erweitern, Bild 6.
Bild 6: Mit der Homey Bridge werden weitere Protokolle hinzugefügt – ein Abo vorausgesetzt
PCtippAbos, aber optional
Mit der Hardware sind alle Voraussetzungen erfüllt, um erfolgreich in die Materie einzusteigen. Athom bietet ausserdem zwei Abos an: Homey Premium für 3 Franken monatlich und Homey+ für 1 Franken monatlich.
Die gute Nachricht: Das grössere Abo wird nur benötigt, wenn die Bridge dazukommt oder der reine Cloud-Dienst verwendet wird, der hier nicht das Thema ist. Davon abgesehen sind alle Dienste unlimitiert im Kaufpreis der Hardware enthalten.
Das zweite, günstigere Abo erlaubt es, Backups über das Internet auf den Athom-Servern anzulegen: bis zu zehn Sicherungen, die jeweils täglich durchgeführt werden. Sollte die Zentrale den Geist aufgeben oder durch ein neueres Modell ersetzt werden, lässt sich die gesamte Installation auf Knopfdruck wiederherstellen. Um die Einrichtung ohne dieses Abo zu sichern, müsste der Homey manuell über USB-C am Mac oder PC gesichert werden. Deshalb ist das Abo zwar nicht Bedingung, aber unbedingt zu empfehlen.
Alternative Zentralen
Homey Pro: Die direkte Alternative ist der grössere Homey Pro (ohne «Mini»). Er bietet mehr Arbeitsspeicher für Apps (dazu später mehr). Zudem unterstützt er ab Werk die erwähnten Protokolle, die für den Mini in Form der Bridge hinzugekauft werden müssen. Allerdings muss zum Pro-Modell der Ethernet-Anschluss als Dongle separat erworben werden, was den Einstiegspreis auf etwa 430 Franken anhebt.
Homey Cloud: Dieser Cloud-Dienst kommt ohne Steuerzentrale aus. Das kostenlose Cloud-Konto von Homey verbindet maximal fünf Geräte und erlaubt unbegrenzt viele
Automationen (diese werden Flows genannt). Sobald jedoch Funkprotokolle ins Spiel kommen, benötigt der Dienst die Bridge und das grosse Abo. Deshalb eignet er sich bestenfalls, um den kleinen Zeh ins Wasser zu tunken, um die Temperatur zu prüfen – denn ohne die Bridge ist eine ernsthafte Automatisierung undenkbar.
Self-hosted Server: Das ist eine brandneue Möglichkeit. Die Homey-Software wird auf eigener Hardware betrieben, etwa auf einem NAS oder einem Raspberry Pi. Auch hier werden die Bridge und das grosse Abo benötigt. Damit werden all jene Bastler und Enthusiasten angesprochen, die unbedingt auf einen fremden Cloud-Dienst verzichten wollen. Doch diese Lösung ist das exakte Gegenteil vom Plug-and-Play-Erlebnis der Homey-Hardware.
Bild 7: Clevere Automationen bedingen eine exakte Erfassung der Wohnung
PCtippEinfache Installation
Die Installation des Homey Pro (Mini) könnte einfacher nicht sein. Er wird über Ethernet mit dem heimischen Netzwerk und über USB-C mit Strom versorgt. Danach wird die Zentrale in der App für iOS (go.pctipp.ch/3523) oder Android (go.pctipp.ch/3524) ausgewählt. Der Rest ist ein Selbstläufer: Die Firmware wird automatisch aktualisiert und der Hub in die Homey-App integriert. Der Anwender sitzt lediglich am Spielfeldrand und sieht zu, wie sich vor seinen Augen alles in Wohlgefallen auflöst.
Im zweiten Schritt wird die Wohnung definiert: Stockwerke und Zimmer sollten bis hin zur Besenkammer und dem Flur erfasst werden, Bild 7, damit später granulare Automationen möglich werden, zum Beispiel wie die Folgende: «Wenn sich das Garagentor öffnet, schalte das Licht im Keller und in der Garage ein.»
Apps und Dienste
Sobald die Einrichtung bekannt ist, wird das technische Fundament geschaffen, indem die Smarthome-Geräte eingebunden werden. Was beim grossen Konkurrenten Home Assistant die Integrationen sind, nennt sich in Homey ganz einfach Apps. Jede dieser Apps steht für einen Hersteller – mit dem Ziel, dessen Geräte optimal zu unterstützen.
Angenommen, es werden über das Zigbee-Protokoll Sensoren von Aqara und smarte Steckdosen von Ikea integriert. In beiden Fällen koordiniert Homey das gemeinsame Zigbee-Netzwerk. Doch um die Geräte in Automationen steuern zu können, braucht es zusätzlich die Apps für Aqara und Ikea.
Bild 8: Mit der Entdeckung eines neuen Gerätes schlägt Homey auch die dazu passende App vor
PCtippDie Integration gestaltet sich schmerzfrei. In der App wird im Bereich Geräte auf das Pluszeichen getippt, um die Suche zu starten. Werden neue Geräte entdeckt, schlägt Homey automatisch die passende App vor, um das Gerät zu steuern, Bild 8.
Die Zentrale kennt über 1000 Hersteller. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass eine Marke aussen vor bleibt. Die grossen Hechte im Teich (Hue, Aqara, Ikea, Eve etc.) werden mit offiziellen Apps bedient, die so ziemlich jeden Aspekt der Erkennung und der Automation abdecken. Eher exotische Vertreter werden vielfach von der Community unterstützt – also von kompetenten Fans, die eine eigene App schreiben und diese kostenlos zur Verfügung stellen.
Automationen reichen sehr viel weiter, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Wenn hinter der Steckdose bei der Kaffeemaschine ein Shelly-Modul mit Strommessung installiert ist, könnte eine Automation lauten: «Wenn Wochentags zwischen 6 Uhr und 7 Uhr die Leistung 500 Watt überschreitet, klimatisiere den Tesla. Beträgt die Aussentemperatur unter 10 Grad, heize auch das Lenkrad. Ist es draussen unter 0 Grad, starte das Entfrosten».
Wird also die Kaffeemaschine angeworfen, handelt es sich um diese Uhrzeit wohl um einen Arbeitstag – und das Auto wird vorbereitet. Dabei wirken drei verschiedene Instanzen: die offizielle App von Shelly, der Internetdienst für das lokale Wetter und die inoffizielle Tesla-App Tesla Auto & Energie von Ronny Winkler. Nur die Fantasie setzt die Grenzen.
Tipp: Eine Übersicht über alle verfügbaren Apps und die möglichen Befehle zur Automatisierung finden Sie im Homey App Store unter homey.app/de-ch/apps, Bild 9.
Bild 9: Im Homey App Store zeigen sich zu jedem Gerät die Möglichkeiten zur Automatisierung
PCtippDer Speicher
Abgesehen von den zusätzlichen Protokollen des Homey Pro gibt es noch einen weiteren Unterschied zum Mini-Modell: den verfügbaren Speicher, der für Apps verwendet werden kann. Der Homey Pro verfügt über 4 GB Speicher, der für über 100 Apps Platz bietet; die 1 GB des Mini-Modells reichen hingegen für etwa 20 bis 25 Apps. In der Praxis ist der Unterschied für die meisten Anwender unerheblich. Denn dieses Limit wird erst erreicht, wenn viele verschiedene Hersteller zum Einsatz kommen.
Tipp: Die Einschätzung vor dem Kauf ist einfach. Erstellen Sie eine Liste mit allen Herstellern, von denen Sie Smarthome-Geräte verwenden (möchten). Mit ziemlicher Sicherheit wird nach den zehn wichtigsten Firmen nicht mehr viel kommen – und das ist weit von der Obergrenze entfernt.
App und Browser
Homey lässt sich auf zwei Arten fernsteuern und konfigurieren: entweder über die Apps für iOS und Android – oder über den Browser, indem die Adresse my.homey.app aufgerufen wird, Bild 10. Obwohl für die Fernbedienung der Geräte beide Wege funktionieren, sind sie nicht austauschbar.
Bild 10: Am komfortabelsten wird Homey am Computer im Webbrowser verwaltet
PCtippDie Homey-App
Die App erfüllt neben den Grundfunktionen einige wichtige Aufgaben.
Matter und Thread: Geräte, die diesen Standard unterstützen, werden mit einem QR-Code eingebunden. Weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass am PC oder Mac eine solche Kamera verbaut ist, funktioniert die Integration nur am Smartphone.
Anwesenheit: Einige Automationen basieren darauf, ob sich Personen zu Hause aufhalten. Dazu wird für jede Person ein eigener kostenloser Homey-Account angelegt und auf dem Smartphone installiert. Dadurch kann festgestellt werden, ob eine oder mehrere Personen zu Hause sind: «Wenn alle das Haus verlassen haben, lösche sämtliche Lichter, prüfe, ob alle Türschlösser gesperrt sind, und drehe die Heizung runter.»
Mehr Kontrolle bietet die App derzeit leider nicht. Um auf gehobene Geofencing-Funktionen zuzugreifen – wie mit Zonen für den Arbeitsplatz –, braucht es Apps und Dienste von Drittanbietern.
Im Browser
Eine der Kernfunktionen von Homey funktioniert hingegen nur am Rechner in einem Browser. Die Advanced Flows, also die fortgeschrittenen Abläufe, benötigen eine so ausladende Arbeitsfläche und Mausaktionen, dass damit jedes Mobilgerät überfordert wäre. In der App hingegen lassen sich nur einfache «Wenn – Dann – Sonst»-Automatismen zusammenstellen. Und damit sind wir bei dem Thema angekommen, bei dem sich Homey über sämtliche Mitbewerber erhebt.
Advanced Flows
Ein Smarthome erfüllt nur einen Zweck: Abläufe zu automatisieren. Man sollte annehmen, dass die Hersteller der Steuerzentralen viel Energie in eine ansprechende und zugängliche Handhabung investieren. Mitnichten: In den meisten Fällen wirkt die Benutzeroberfläche unübersichtlich, unvollständig oder komplizierter, als sie sein müsste. Wer sich jedoch einmal mit Homey auseinandergesetzt hat, wird sich wohl mit nichts anderem mehr zufriedengeben.
Die Advanced Flows erlauben komplexe Abläufe und bleiben dabei mustergültig verständlich. Auf einer beliebig grossen Leinwand werden Bausteine Stück für Stück aneinandergereiht und miteinander in Beziehung gebracht, Bild 11. Dabei lassen sich mehrere Abläufe auf derselben Leinwand unterbringen, obwohl sie unabhängig agieren: etwa alle Automationen, die mit Bewegungsmeldern in Verbindung stehen. Im Prinzip wäre es möglich, das gesamte Smarthome auf einer einzigen Arbeitsfläche abzubilden – doch das wäre der Übersicht kaum förderlich.
Bild 11: Auf einer beliebig grossen Leinwand gibt es genügend Platz für die komplexesten Abläufe
PCtippStein auf Stein
Ein Flow beginnt immer mit einer WENN-Aktion: Wenn es 5.30 Uhr ist. Wenn jemand die Tür aufschliesst. Wenn die Temperatur 20 Grad unterschreitet. Wenn jemand das Bad betritt. Und so weiter.
Danach wird aneinandergereiht, was passieren soll: Das Licht soll angehen, eine Nachricht verschickt oder die Klimaanlage eingeschaltet werden. Und so weiter. Das ist alles weder neu noch exklusiv. Es ist die Aufmachung, die den Unterschied macht.
Die Kriterien und Befehle werden Stück für Stück auf der Arbeitsfläche angeordnet und anschliessend miteinander verknüpft, indem mit der Maus die Verbindungslinien hergestellt werden. Je nach Baustein sind dabei bis zu vier Verbindungen möglich.
Die Verbindung links ist der Eingang. Hier dockt der vorhergehende Baustein an, der zum Beispiel die Tageszeit prüft, Bild 12 A. Gegenüber geht es weiter: Die Verbindungen rechts oben B führen zum nächsten Baustein, wenn die Bedingung «wahr» ist.
Rechts unten C geht es weiter, wenn die Bedingung «nicht wahr» ist. Und schliesslich definiert der Anfasser unten D, was geschehen soll, wenn es zu einem Fehler kommt – etwa, wenn ein Sensor nicht reagiert. Dabei ist dieses Diagramm stark vereinfacht. Tatsächlich können beliebig viele Kriterien zu einem Baustein hinführen – und genauso viele davon weg: «Wenn sich die Tür zur Garage öffnet ODER das Garagentor hochgezogen wird ODER in der Garage eine Bewegung erkannt wird, DANN schalte das Licht in der Garage UND im Wohnzimmer ein und spiele im Wohnzimmer die Playlist Entspannung von Spotify ab.»
Bild 12: Das Wesen eines Ablaufs offenbart sich in der ersten Minute
PCtippMehrwert
Homey wertet auch bestehende Systeme auf. Wer zum Beispiel das Haus mit dem Beleuchtungssystem Philips Hue vollpflastert, kann einerseits in der Hue-App Automationen für das Licht zusammenstellen.
Ein Klassiker: «Wenn der Hue-Bewegungsmelder erkennt, dass jemand das Bad betritt und die Helligkeit unter 60 Lux liegt, schalte im Bad das Licht ein.» Wird derselbe Bewegungsmelder nicht nur in das Hue-System eingebunden, sondern zusätzlich auch in Homey, kann er weitere Automationen veranlassen, Bild 13. Beispielsweise: «Wenn es sich um einen Wochentag handelt und die Uhrzeit zwischen 5 Uhr und 7 Uhr liegt, schalte die Heizung für 6 Stunden ab, denn in Kürze wird die Wohnung leer sein. Schliesse die Rollos im Bad, weil ich gleich nackig bin – und ziehe sie nach 20 Minuten wieder hoch.»
Gleichzeitig werden die Hue-Lampen, die vom Hue-System gesteuert werden, ihrerseits zum Auslöser: «Wenn im Bad die Hue-Lampe an der Decke angeht, schalte auch den Leuchtstreifen von Meross ein, der sich nicht direkt in das Hue-System einbinden lässt. Aktiviere die Kaffeemaschine und schalte das Licht des Aquariums ein.» Und so weiter. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Bild 13: Auch wenn ein Sensor bereits in ein System eingebunden ist, lässt er sich zusätzlich von Homey ansprechen
PCtippFazit: der ideale Einstieg
Der spassige Teil der Heimautomatisierung beginnt, sobald die Geräte und Sensoren eingebunden sind. Homey sorgt dafür, dass dieses komplexe, aber spannende Thema zugänglich und leicht verständlich bleibt, ohne bei den Funktionen zurückzufallen. Kurz gesagt: Dieses clevere System bietet den bestmöglichen Einstieg für die breite Masse.
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