Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Firefox und Chrome: Alternativ-Texte von Online-Bildern auslesen

Wenn Sie Bilder auf eine Webseite stellen, sollten Sie aus Gründen der Barrierefreiheit beschreibende Alternativ-Texte hinzufügen. Aber wie prüfen Sie, welchen ALT-Text ein bereits platziertes Bild hat?

Mittels Add-on oder Bookmarklet lässt sich der Alternativ-Text einblenden. Das geprüfte Script hat allerdings auf manchen Websites seine Tücken

© (Quelle: PCtipp.ch)

Auf einer Webseite verwenden Sie Bilder, vielleicht Produktbilder Ihres Lieferanten, die Sie für diese Zwecke unter Angabe der Quelle meist verwenden dürfen. Damit sehbehinderte Personen erfahren, was auf dem Bild zu sehen ist, sollten Sie unbedingt einen Alternativ-Text hinzufügen. Die betroffenen Surfgäste verwenden in der Regel eine Screenreader-Software, die ihnen nicht nur den sonstigen Text, sondern auch den ALT-Text vorliest.

Damit Sie sich den Text nicht aus den Fingern saugen müssen, können Sie auch die ALT-Texte verwenden, die Ihr Lieferant auf seiner eigenen Webseite benutzt hat. Oder Sie wollen auf Ihrer eigenen Seite prüfen, ob und welche vorhanden sind. Doch wie zeigen Sie diese an?

Lösung: Entweder verwenden Sie ein Bookmarklet, ein Add-On oder Sie finden den ALT-Text im Webseiten-Quelltext. Beides zeigen wir hier.

Variante 1: Bookmarklet oder Add-on

Was Bookmarklets sind und wie Sie diese in Ihrem Browser einbauen, haben Sie in diesem Artikel gelesen: «Vier nützliche kleine Scripts zum Aufpeppen von Firefox und Chrome».

Fürs Anzeigen des ALT-Textes hat ein deutscher Entwickler folgendes Bookmarklet entworfen:

javascript:(function(){document.body.appendChild(document.createElement('script')).src='https://codepo8.github.io/Alt-Text-Rollover-Bookmarklet/alt-text-rollover.js';})(); 

Sie können es unter https://codepo8.github.io/Alt-Text-Rollover-Bookmarklet/ testen. Wenn Sie es in Ihrem Browser hinzufügen wollen, folgen Sie einfach der Anleitung in diesem Artikel und verwenden Sie obige JavaScript-Codezeile.

Vom gleichen Entwickler, der das obige Bookmarklet zur Verfügung stellt, gibt es auch Add-ons für Firefox und Edge. Jenes für Firefox finden Sie hier und jenes für Microsoft Edge hier.

Jenes für Edge lässt sich mit den Hinweisen auf seiner Webseite (engl.) auch in Chrome installieren.

Aufgepasst! Sowohl das Add-on als auch das Bookmarklet basieren offenbar auf demselben JavaScript Code, denn sie zeigen unter manchen Bedingungen dasselbe suboptimale Verhalten. Der im Bookmarklet unter «https://codepo8.github.io/Alt-Text-Rollover-Bookmarklet/alt-text-rollover.js» verknüpfte JavaScript-Code dürfte den «Fehler» enthalten. So erscheint bei meinen Tests das gelbe Pop-up mit dem ALT-Text bei manchen Webseiten (ausgerechnet auch auf pctipp.ch) ein Stück zu weit oben. Daher verschwindet jener Teil des Fensters, der den Drag-Balken (um es zu verschieben) und das Close-X (um es zu schliessen) enthält, ausserhalb des klickbaren Bereichs, zum Beispiel unter eine Titelleiste der Webseite selbst. Wenn das gelbe ALT-Text-Fenster weder verschieb- noch schliessbar ist, müssen Sie das Tab der betroffenen Seite schliessen. Sie können die Seite allerdings sofort wieder mittels Ctrl+Shift+T (Strg+Umschalt+T) öffnen.

Wenn Sie mit dem erwähnten Manko leben können oder es nur auf Seiten verwenden, auf denen das Phänomen nicht auftritt, ist das Bookmarklet oder das Add-on auf jeden Fall die bequemste Variante. Ansonsten prüfen Sie die Tipps auf der Folgeseite.

Variante 2: ALT-Text aus dem Quellcode

Die Browser bieten auch eigene Werkzeuge, wenn auch nicht ganz so bequeme.

Im Firefox klicken Sie mit rechter Maustaste aufs Bild, das Sie interessiert, und wählen Sie Barrierefreiheit-Eigenschaften untersuchen. Im unteren Teil erscheinen technische Informationen. In der rechten Spalte unter Überprüfungen/Eigenschaften finden Sie ein Feld «name:». Dahinter steht, falls vorhanden, der ALT-Text. Dreifachklicken Sie ihn (nur so lässt er sich gesamthaft markieren) und drücken Sie Ctrl+C (Strg+C), um ihn zu kopieren. Jetzt können Sie ihn mit Ctrl+V (Strg+V) in ihrem CMS oder in einem Texteditor einfügen.

ALT-Text in Mozilla Firefox auslesen

© Quelle: PCtipp.ch

In Google Chrome ist es nur unwesentlich schwieriger. Klicken Sie mit rechter Maustaste aufs Bild auf der Webseite und wählen Sie Untersuchen. Rechts erscheint auch hier eine Spalte mit vielen Quellcode-Daten. Oben finden Sie allerdings die Zeile <img> mit dem HTML-Tag «alt=», das den vorhandenen ALT-Text zeigt. Auf ihn können Sie direkt doppelklicken, um ihn zu markieren. Auch hier lässt er sich nun mit Ctrl+C (Strg+C) kopieren und mit Ctrl+V (Strg+V) einfügen.

ALT-Text in Google Chrome auslesen

© Quelle: PCtipp.ch

Kommentare

Browser Firefox Chrome Edge Internet & Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Top 5
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 15
In der Kalenderwoche 15 vom 6. bis zum 12. April 2026 standen die Artikel «Ist Biometrie sicher? » und «Wi-Fi fürs ganze Haus» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.
2 Minuten
17. Apr 2026
iPhone Wecker zu jeder Zeit und auch auf der Watch
Für tägliche Routinen ist der iPhone-Wecker ideal, da er auch auf der Apple Watch synchronisiert wird. So übertragen Sie den Alarm auf die Watch am Handgelenk.
2 Minuten
17. Apr 2026
Heimisches Biomethan kann die Schweiz unabhängiger machen
Durch die intelligente Nutzung von Biomasse könnte die Schweiz einen substanziellen Anteil des eigenen Gasbedarfs selbst decken. Das geht aus einer Studie unter Leitung des Paul Scherrer Instituts PSI hervor.
5 Minuten
16. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Windows-Pflege
CCleaner: ja oder nein?
Die Wartungs-Software CCleaner hält sich seit Jahren und ist bei vielen Anwendern beliebt. Doch braucht es dieses Tool heute noch? Und wenn ja, welche Version empfiehlt sich – die Free-Variante oder die kostenpflichtige Pro-Fassung?
6 Minuten
25. Mär 2026
Fünf tolle Tricks für Firefox
Fünf clevere Tricks für deutlich mehr Spass mit Firefox.
1 Minute
30. Mär 2026
Sicherheitstipps
Ist Biometrie sicher?
Viele Anwender nutzen Biometrie, um zum Beispiel das Smartphone per Gesichtserkennung oder das Notebook mittels Fingerscanner zu entsperren. Aber ist das wirklich sicher? Und wo lauern die Fallen?
9 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare