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Tipp: Farbtiefe berechnen

Natürlich wissen Sie, dass ein Bild mit 8 Bit Farbtiefe genau 256 verschiedene Farben darstellen kann. Aber wie viele sind es mit 12 Bit oder 18 Bit?

Bunt ist schön; aber das lässt sich auch etwas präziser beschreiben

© (Quelle: Screenshot / PCtipp)

Die Farbtiefe beschreibt durch die Anzahl der Bits, wie viele verschiedene Farben in einem Bild gespeichert werden können. Ein altmodisches Fax bietet zum Beispiel nur 1 Bit Farbtiefe – und ein Bit erlaubt bekanntlich zwei Zustände: 0 oder 1, in diesem Fall Schwarz oder Weiss. Hätte das Bild eine Farbtiefe von zwei Bit, wären 4 Kombinationen möglich und das Bild könnte demnach 4 verschiedene Farben oder Grautöne darstellen:

0.0 — 0.1 — 1.0 — 1.1

Aber wie steht es mit 7 Bit? Mit 12 Bit? Mit 42 Bit? Jetzt wird es nur vermeintlich kompliziert. Tatsächlich ist die Berechnung ein Kinderspiel. Die Formel lautet:

2^[anzahl_bits]

Ein Bild mit 8 Bit Farbtiefe kann demnach «zwei hoch 8» (2^8) verschiedene Farbtöne darstellen, also 256 Farben.

Ein normales RGB-JPEG bietet eine Farbtiefe von 24 Bit: je 8 Bit für die Kanäle Rot, Blau und Grün. Also lautet die Rechnung 2^24. Das führt zu einer Farbvielfalt von 16’777’216 Farbtönen, was der Volksmund gerne mit «16,8 Millionen Farben» abtut, als wäre die Mathematik keine exakte Wissenschaft mehr.

Einige Kameras, die im RAW-Format aufnehmen, tun das mit einer Farbtiefe von bis zu 12 Bit – pro Kanal. Das entspricht 2^36 Bits oder 68’719’476’736 möglichen Farbtönen. Dadurch explodiert die Dateigrösse. Deshalb werden die meisten Fotos mit der geballten Macht ihrer Farbtiefe zwar korrigiert, weil für die Helligkeit, die Kontraste und Farben viel mehr Reserven zur Verfügung stehen. Doch anschliessend wird der Farbraum auf 24 Bit reduziert, weil das in der Praxis alleweil reicht und nebenbei eine Menge Probleme in der Weiterverarbeitung erspart.

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