Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

App-Test: ReSound Smart 3D für Hörgeräte

Selbst Hörgeräte sind heute smart. Mit der Smart-3D-App kann man ReSound-Hörgeräte von GN steuern. Wir haben das ausprobiert.

Hier wird Ihnen pro Seite die Verbindung zu den Hörgeräten angezeigt

© Quelle: cm/PCtipp

Ein PCtipp-Leser machte uns darauf aufmerksam, dass er mit der Zeit gehe und sein Hörgerät über sein Smartphone steuere. Das wollten wir ausprobieren. 

Eine Option, Hörgeräte via Smartphone zu steuern, ist die App ReSound Smart 3D (Android, iOS). Dazu haben wir ReSound-Hörgeräte (LiNX Quattro) des dänischen Herstellers GN verwendet, die uns von der Firma Amplifon zur Verfügung gestellt wurden. Es gibt natürlich auch andere Hörlösungshersteller wie Phonak (Remote) oder Widex (EVOKE), die jeweils ihre eigenen Apps anbieten.

Da wir normal hörend sind, rauschten die ReSound-Hörgeräte leicht. Das ist aber üblicherweise nicht der Fall, weil das Hörgerät an Ihr Gehör angepasst wird.

Die Nutzung der ReSound-Smart-3D-App klappt mit iPhones laut Amplifon bestens. Wir konnten die ReSound-LiNX-Quattro-Hörgeräte aber auch mit einem Android-Smartphone (Android 8.0.0) verbinden und bedienen. Allerdings war die Verbindung damit etwas fragil.

Hinweis: Mit dem iPhone können Sie auch telefonieren und streamen. Mit einem Android-Handy klappt dies momentan leider nicht.

Unser Kurztest

Den Kurztest haben wir mit einem iPhone (iOS 12.1.2) durchgeführt. Nach der App-Installation stimmen Sie den Nutzungsbedingungen zu. Beim iPhone sehen Sie dann eine Anleitung, wie Sie Ihre Hörsysteme koppeln – befolgen Sie diese. In der Regel wird die App zuvor in einem Fachgeschäft wie Amplifon erklärt, wenn Sie Ihr Hörgerät auswählen und es individuell angepasst wird.

Zuerst müssen Sie am Smartphone Bluetooth aktivieren. Stellen Sie dann Ihre Hörgeräte ein. Am Anfang dauert es einen Moment, bis die App die Geräte erkennt. Erst prüfen Sie den Status (siehe Screenshot). Hier sehen Sie pro Gerät, ob eine Verbindung hergestellt wurde. Ist die Verbindung noch nicht erfolgt, zeigt dies eine rote Linie mit einem Ausrufezeichen an.

Hier wird Ihnen pro Seite die Verbindung zu den Hörgeräten angezeigt

© Quelle: cm/PCtipp

Die App-Bedienung ist sehr simpel und dadurch übersichtlich. Es gibt oben drei grössere Symbole für Programme: All-Around, Restaurant und Outdoor (Natur). 

All-Around

Hier können Sie die Lautstärke anpassen und ausserdem unter Sprachklarheit etwas ändern, falls Sie Ihr Gegenüber nicht gut verstehen. Gut finden wir die Option Klangoptimierung. Hier kann man durch simples Verschieben beispielsweise Störgeräusche reduzieren. Es ist möglich, Tiefen, Mitten und Höhen separat zu bestimmen.

Ausserdem kann man Favoriten definieren. Bei All-Around könnte dies zum Beispiel das Büro oder die Wohnung sein.

Restaurant

Sagen wir, Sie gehen sonntags immer ins gleiche Restaurant, ungefähr an den gleichen Tisch. Wenn Sie mal die perfekte Einstellung gefunden haben, können Sie dies ebenfalls unter Favoriten speichern. Sie können aber auch auf Ihr Vis-à-Vis fokussieren (Sprachfokus) oder auf Alles hören.

Outdoor

Die Optionen sind hier gleich wie bei All-Around. 

Die Steuerung ist simpel, aber effektiv

© Quelle: cm/PCtipp

Generell kann man über ein Lautsprechersymbol entweder eines oder beide Hörgeräte auch stummschalten. Praktisch, wenn rechts von Ihnen eine Person sitzt und spricht und links zu laute Musik erklingt. Oder als Alternative zum Noise-Cancelling-Kopfhörer: Wenn man einfach mal nichts hören möchte ...

Nächste Seite: Streaming und Telefonie

Streaming und Telefonie

Streaming direkt ins Ohr

Sie können Musik direkt in Ihr ReSound-Hörgerät streamen, wenn Sie beispielsweise Spotify nutzen. Das Musikhören steuern Sie über das Kontrollzentrum. Tippen Sie einfach unter Musik auf Play, vorwärts oder zurück, um die Songauswahl zu ändern.

Anrufe entgegennehmen

Nehmen wir an, Sie streamen gerade Ihren Lieblingssong, da kommt ein Anruf. Sehr praktisch: Sie müssen das iPhone nicht ans Ohr halten. Sie wären sowieso irritiert, da im Hörgerät noch Musik läuft. GN hat hier eine prima Lösung: Anrufe haben Priorität; das Musikhören wird unterbrochen. So können Sie den Anruf übers Hörgerät entgegennehmen. Wenn Sie angerufen werden, nehmen Sie den Anruf übers iPhone an.

Mit einem iPhone kann man am Hörgerät Musik streamen und telefonieren

© Quelle: cm/PCtipp

Wenn Sie jemanden anrufen möchten, können Sie die Telefon-App öffnen und die Nummer eintippen. Sobald der Anruf aufgebaut wird, hat dieser Priorität und die Musik wird pausiert. Wir konnten die angerufene Person im Test gut verstehen. Die Qualität war okay, wir hörten ein leichtes Rauschen. Wie oben erwähnt, ist dies aber vermutlich, weil wir normal hörend sind und ein grundlegendes leichtes Rauschen wahrnehmen. Sobald Sie aufgelegt haben, wird die Musik wieder weitergestreamt.

Falls der Wechsel zwischen Streaming und Telefonie nicht automatisch funktionieren sollte, können Sie manuell via Kontrollzentrum ins Streaming-Menü wechseln. Wenn Sie oben rechts aufs Streaming-Symbol tippen, sehen Sie als Optionen Ihr iPhone und darunter die Hörgeräte. Wählen Sie Ihr iPhone. 

Leider klappt das Streaming und die Telefonie, wie erwähnt, noch nicht mit (allen) Android-Geräten. Mit unserem Samsung-Gerät (Android 8.0.0) funktionierte es nicht.

Kommentare

Streaming Android Apps Audio Firmen Hardware iOS iPhone Kummerkasten Netzwerk Smartphones Software Zubehör Smartphone & Apps Software & Tools Windows & PC
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

iWay senkt bei Glasfaser-Abos Preise und erhöht Geschwindigkeiten
Glasfaser bei iWay wird schneller oder günstiger, bei Neubestellungen entfällt ab sofort bei allen Abos für Internet, TV, Mobile und Telefonie die Mindestvertragsdauer.
2 Minuten
MediaMarktSaturn führt mobiles Bezahlen in 400 Märkten ein
Verkäufer können Zahlungen jetzt direkt am Regal oder im Servicebereich entgegennehmen. Nach einer Pilotphase dauerte der bundesweite Rollout in Deutschland nur 48 Stunden.
3 Minuten
Neue Schweizer biometrische Identitätskarte erhältlich
Die neue biometrische Schweizer Identitätskarte ist seit dem 2. November 2026, erhältlich. Sie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, entspricht den europäischen Standards und ist eine zukunftsorientierte Lösung für Reisen in die Europäische Union (EU).
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Testcenter
Ikea-Smart-Home im Test
PCtipp konnte die neue Symfonisk-Ständerlampe mit Sonos-Speaker, den smarten Hub Dirigera und den Luftreiniger Starkvind testen.
6 Minuten
6. Mär 2023
Testcenter
Telemedizingerät TytoHome im Test
Wenn Laien zuhause selber Fieber messen, Herz- und Lungentöne aufzeichnen, den Rachen filmen und dann diese Daten einer Ärztin übermitteln – kann das in guter Qualität geschehen? Das Testresultat lesen Sie hier beim PCtipp.
6 Minuten
24. Feb 2021
Peripherie
Die beste Peripherie
Sechs Geräteklassen stehen in dieser Kaufberatung im Fokus: Wir erklären Ihnen, worauf es beim Kauf von Tastaturen, Mäusen, Headsets, Webcams/Sicherheitskameras, Gamepads und externen Festplatten ankommt – inklusive konkreter Produktempfehlungen.
10 Minuten
22. Okt 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare