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Lesedauer 4 Min.

HP Pavilion X2: Edel-Convertible im Test

Neu aufgelegt: HP bringt ein Edel-Convertible für wenig Geld auf den Markt. Ob das Gesamtpaket auch stimmt?

Das HP Pavilion X2 von der Seite her betrachtet

© Quelle: NMGZ

HP hat ein sehr schlankes und kompaktes 10-Zoll-Mini-Convertible für weniger als 400 Franken auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes «Detachable»: Die Touch-Display-Einheit ist von der Basis herausziehbar und lässt sich so wahlweise als Tablet oder Mini-Notebook verwenden. Das in Rot und Silber erhältliche 2015er-Modell ist im Wesentlichen eine aufgewärmte Neuauflage mit aufgefrischtem Design, robuster Magnet-Tastatur und zusätzlichem USB-Typ-C-Port. Das mussten wir uns näher ansehen.

Das HP Pavilion X2 von der Seite her betrachtet

© Quelle: NMGZ

Windows 10 Upgrade - kein Problem

Im Innern des HP Pavilion x2 10-n020nz werkeln eher sparsame Komponenten: Diese umfassen ein Intel-Atom-Chip (Z3736F) und spärliche 2 GB DDR3-RAM: Das ist allerdings für diese Geräteklasse kein Seltenheitsphänomen. Vorinstalliert ist ein Windows 8.1 Home mit Bing in der 32-Bit-Ausführung. Beim erstmaligen Aufsetzen wird man gefragt, ob man gleich auf «Windows 10 Home» upgraden will. Das hat in unserem Test problemlos geklappt und dauert je nach WLAN-Verbindung weniger als eine Stunde.

Robuste Tastatur

Die ansteckbare Chiclet-Tastatur verfügt über einen guten haptischen Druckpunkt. In Relation zur Tastatur ist das multitouchfähige Clickpad fast etwas zu breit geraten. Rechtsklicks in Programmen oder Desktop-Symbole werden trotz der geringen Abhebung des Touchpads nicht immer so genau angepeilt. Auch die Gestensteuerung reagiert nicht zu jedem Zeitpunkt so präzise wie man sich das wünscht. Ein Touchpad, das lapidares Seitenscrollen nicht beherrscht, hat aus Sicht des Autors den Status «Multitouch» nicht verdient. Schade!

Die Tastatur beim HP Pavilion X2 ist robust und überzeugt mit gutem Druckpunkt

© Quelle: NMGZ

B&O-Sound?

Die Bluetooth-Tastatureinheit stellt, abgesehen von Magnethalterung und Stromanschluss, keine sonstigen Anschlüsse bereit. Diese sind allesamt an der Bildschirmeinheit integriert. Die seitlichen Lautsprechergitter am Bildschirm ziert ein hübsches B&O-Logo. Eines gleich vorweg: Davon spürten wir im Soundtest nicht so viel. Für Tablet-Verhältnisse können diese zwar gut mit denen eines hochwertigen iPads mithalten, doch in vielen Anwendungsszenarien fällt die maximale und wenig basstarke Lautstärke zu leise aus. 

© Quelle: nmgz

USB-Typ-C an Bord

Speziell: Als eines der ersten sparsamen Mini-Convertibles hält die Bildschirmeinheit des HP Pavilion X2 auf der rechten Seite einen USB-Typ-C-Anschluss bereit, über den das Gerät per Strom aufgeladen wird. Gespart hat HP wie viele Hersteller dafür beim Nutzspeicher, der bei dem Windows-10-Gerät mit 64 GB auskommen muss. Lobenswerterweise sind am schlanken Gehäuse ein zusätzlicher USB-Typ-A-Anschluss und ein üblicher microSD-Slot für Speichererweiterung vorhanden. Die beiden USB-Anschlüsse basieren leider nur auf USB-2.0-Geschwindigkeit.

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Leuchtstarker Bildschirm, Fazit

Leuchtstarker Bildschirm

Das blickwinkelstarke IPS-Display, das mit 1280 x 720 Bildpunkten auskommt, überzeugt mit gut ausbalancierten Farbwerten und satten Kontrasten. Tablet und Basis bringen für ein 10,1-Zoll-Convertible dennoch gut 1,5 kg auf die Waagschale. Alles in allem in zeugt die Verarbeitung von Gehäuse, Display und Tastatur von hoher Qualität.

Die ansteckbare Tablet-Einheit kann auch verkehrt herum angedockt werden

© Quelle: NMGZ

Praktisch: Zieht man den Bildschirm aus der Halterung, lässt dieser sich verkehrt herum aufsetzen und die handliche Tastatur bleibt unter dem Tablet verstaut. Ist der Tablet-Modus unter Windows 10 auf automatisch eingestellt, schaltet der Bildschirm mit getrennter Tastatur in den «Tablet-Modus», bei welchem sich das Startmenü vergrössert und Kacheln über den Bildschirm gestreut werden.

Low-End-Hardware

Von den Grundkomponenten her ist im Pavilion X2 eigentlich so ziemlich dasselbe wie im Intel Compute Stick verbaut. Ähnliches schlägt sich auch in den Benchmarks nieder: Der Vierkern-Atom-Bay-Trail-Chip zusammen mit 2 GB DDR3-RAM reichen für Surfen und Office. Wer viel surft und über 20 Tabs offen hat, zwingt den Kleinen schnell in die Knie. Im PCMark-8-Benchmark bildet das Pavilion X2 (2015) im Vergleich zu älteren Modellen wie dem Acer Switch 11 mit nur 1098 Punkten gegenüber 1895 Punkten (im Convential-Run-Test) das Schlusslicht. Die Akkuleistung ist gutes Mittelmass: Im ununterbrochenen Betrieb mit eingeschaltenem WLAN und 60 Prozent Display-Helligkeit versorgt der Akku das Gerät mit bis zu 6 Stunden und 20 Minuten. Damit kommt man gut einen Tag über die Runden.

Die Magnethalterung ist wirklich sehr praktisch: Auch die Scharniere sind robust verarbeitet

© Quelle: NMGZ

Fazit

Das HP Pavilion X2 (2015) ist ein rundum edel verarbeitetes Convertible mit kleinen Schwächen: Das Touchpad ist leicht wackelig und will nicht immer so recht mit Gesten. Der Strassenpreis von Fr. 399.- ist sehr interessant, dafür wurde beim Prozessor gespart. Unverständlich bleibt, warum man anstelle des einjährigen Bay-Trail-Prozessors nicht gleich auf die leistungsstärkere Cherry-Trail-Generation gesetzt hat. Studenten und ÖV-Pendler finden im HP Pavilion X2 sicherlich einen guten mobilen Zeitgenossen. Da das ansonsten sehr wertig verarbeitete Gerät leistungsmässig nicht viel mehr auf die Waage hievt, lohnt sich vielleicht auch ein Vergleich mit dem Asus Transformer T100TA und dem Acer Switch 10.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Verarbeitung
  • Display
  • Gesamtpaket
  • Prozessor
  • Touchpad

Details:  10,1" (IPS), Auflösung 1280 x 800 Px, Intel Atom (Z3736F, 1,3 GHz, 2 GB RAM, 64 GB Speicher, WLAN 11ac, 1 x USB Typ-C, 1 x USB-Typ-A, microHDMI, microSD-Slot, Windows 8.1 Home (32-Bit), Abmessungen: 26,4 x 17,3 x 0,96 cm, 1,18 kg

Preis:  Fr. 399.-

Infos: 
hp.com/ch

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