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Lesedauer 5 Min.

Pool-Roboter Mova Rover X10 im PCtipp-Test

Der Mova Rover X10 ist ein 7-in-1-Pool-Reinigungsroboter für Pool-Grössen bis 500 Quadratmeter. Laut Hersteller kommt er mit sämtlichen Pool-Typen, -Formen zurecht. Zudem kann er per KI-Sensorik auch Schmutzherde aufspüren und reinigen. PCtipp hat den Tausendsassa getestet.

Mova Rover X10: 7-in-1-Premium-Pool-Roboter im PCtipp-Test

© Mova

Konkret: Der smarte Putzteufel reinigt KI-Sensor-gestützt neben dem Beckenboden auch Wände, die Wasserlinie sowie Stufen, Ecken und – dank eines innovativen Auftriebssystems – sogar die Wasseroberfläche («Oberflächenskimming»). Der Hersteller empfiehlt den Rover X20 für jede Poolvariante, besonders auch für grosse, unregelmässig geformte Einbaupools von bis zu 500 Quadratmetern Grundfläche. Zum Lieferumfang gehören neben dem Hauptakteur, dem massiven, rund 16 Kilogramm schweren Mova Rover X10 Roboter, vor allem auch die induktive (kabellose) Ladestation. Auf dieser setzt der Roboter auf, ohne dass eben feuchtigkeitsempfindliche Steckverbinder am Gerät zum Einsatz kommen. Ebenfalls enthalten sind ein schwimmender WLAN-Signalverstärker (Schwimmer/Floater), der die Funkverbindung unter Wasser aufrechterhält, ein Entnahme-Haken zur Bergung an der Teleskopstange, zwei unterschiedliche Filtereinsätze (180 Mikrometer-Grob-/ 3-Mikrometer-Feinfilter) sowie eine Bedienungsanleitung und das typische Mova-Schnellstartblatt. Der Hersteller weist zudem extra auf die robusten mechanischen Komponenten respektive chlorresistenten Dichtungen hin. Die Garantiezeit beläuft sich Mova-typisch auf drei Jahre.

Mova Rover X10: ausgepackt

© PCtipp

Ausstattung und Technik

Das technische Highlight des Rover X10 ist das sogenannte FloatDrive-System. Anstelle von rein mechanischen Ketten- oder Radantrieben verfügt der Roboter über vier elektronisch gesteuerte Düsenmotoren (Jet-Antrieb). Diese erzeugen einen vertikalen und horizontalen Schub, wodurch das Gerät im Wasser schweben, kontrolliert absinken und seitlich gleiten kann – ähnlich einer Unterwasserdrohne. Die Saugleistung wird durch hocheffiziente, bürstenlose Motoren generiert, die einen enormen Wasserdurchsatz von bis zu 38000 Litern pro Stunde bewältigen. Für die Schmutzaufnahme zeichnet ein 5 Liter fassender Filterkorb verantwortlich. Dank der Kombination aus rotierenden seitlichen «EdgeDrive»-Bürsten und dem 3-µm-Filter sammelt das Gerät neben Laub und Sand eben auch feine Schwebepartikel im Wasser ein. Die Energieversorgung übernimmt ein 15000-mAh-Lithium-Ionen-Akku, der je nach gewähltem Reinigungsmodus eine Netto-Laufzeit von 6 bis maximal 12 Stunden ermöglichen soll.

Der Mova Rover X10 wird zu Wasser gelassen

© PCtipp

Die Inbetriebnahme

Die Ersteinrichtung wird über die bekannte MOVAhome-App durchgeführt. Der Clou: Da Funksignale (WLAN/Bluetooth) Wasser nicht durchdringen, nutzt das System den im Lieferumfang enthaltenen Funk-Schwimmer. Dieser treibt an der Oberfläche, hält die stabile Verbindung zum Heimnetzwerk und kommuniziert via akustische «AquaSonar»-Technologie direkt mit dem Roboter am Poolboden. Beim ersten Wasserkontakt startet der X10 seine Kartierung. Gescannt wird via integrierten Lasersensoren in 3D. Die App generiert daraufhin ein digitales Abbild des Poolbeckens inklusive Steigungen, unterschiedlicher Tiefenzonen, Treppenstufen etc. Danach können in der App, analog zu Rasenmähern, eben auch beim X10 Rover separate Reinigungszonen definiert werden (z.B. «Nur Wasserlinie und Oberfläche» oder «Bodenreinigung»). Und richtig cool, falls benachbarte Pools in den Genuss des X10 kommen wollen, bietet das Map-Management das Erstellen/Hinterlegen von Profilen für verschiedene Pools an, falls das Gerät eben auch an wechselnden Orten zum Einsatz kommen soll.

Bedienung: Das Modell verfügt über ein wetterfestes LED-Bedienfeld an der Oberseite, über das sich die Standardprogramme (Boden/Wand/Wasserlinie etc.) direkt per Knopfdruck starten lassen. Der aktuelle Status und der Akkuladestand werden ebenso hier über farbige LED-Segmente angezeigt. Die detaillierte Steuerung, wie das Auswählen von Fleckenreinigungen oder das Einrichten von wöchentlichen respektive Intervall-Reinigungsplänen, geht aber nur über das Smartphone. Nach Beendigung des Reinigungszyklus fährt der Roboter an die Wasserlinie oder steuert den Beckenrand an, ihn mithilfe des Teleskophakens aus dem Wasser zu heben.

Mova Rover X10: übersichtliche App mit Reinigungs-Modi

© PCtipp

Der Praxis-Test

Für den PCtipp-Praxis-Test haben wir unseren ovalen Test-Pool (Folien-Pool, 6 x 3,25 Meter, 1,50 Meter Wassertiefe) benutzt. Für den Test kam der Reinigungszyklus: «Vollständig» (Beckenboden, -Rand und -Wände) zum Einsatz. Damit der X10 Rover loslegen kann, genügt es ihn an irgendeiner Stelle zu Wasser allen. Per Tipp auf das den Start-Button der App gehts dann sofort los. Er füllt seine leeren Tanks mit Wasser, um auf den Boden abzusinken. Zuerst wurde dabei der Boden gereinigt, danach nahm sich der Poolreiniger die Wände vor. An den gerade, senkrechten Wänden fuhr er brav seine Bahnen von unten nach oben ab, an den abgerundeten, ovalen Längsseiten liess er sich nicht einmal bei der starken, ovalen Krümmung fallen. Leicht versetzt fuhr er immer wieder die nächste Bahn ab.

Das PCtipp-Test-Setup

© PCtipp

Was ab Start auffiel, war die rigorose Gründlichkeit, mit welcher der X10 beim Saubermachen der Wände vorging. Das Oberflächenskimming – bei dem der Roboter leicht auftreibt und schwimmenden Blütenstaub, Blätter oder auch Insekten einsaugt funktionierte im Test ohne Beanstandung. Beim Reinigen der Wasserlinie kommen die seitlichen Bürsten präzise entlang der PVC-Folie und entfernten auch hier Schmutzpartikel. Allerdings, auch das sollte einem bewusst ein, läuft die Oberflächenreinigung eben nicht so lautlos wie die für Unterwasser ab. An der Wasseroberfläche war das kräftige Ausstossen des Jet-Antriebs deutlich hörbar.

Bei der Entleerung des 5-Liter-Filterkorbs gabs allerdings auch von unserer Seite viel zu tun: Mova hält dazu insgesamt zwei Filter bereit: einen für groben und einen für Feinschmutz mit 3-Mikrometer-Vlies. An diesem, nennen wir es für einmal sehr feinen Netz, setzten sich nahezu alle Schmutzpartikel/Algenreste etc. fest. Dabei sammelte sich im Filterkorb ein «dichtes Schmutznest» an, sodass das Ausspülen mit dem Gartenschlauch eben auch eine gewisse Zeit in Anspruch nahm und Geduld (und auch einen hohen Wasserdruck) erforderte. Der Akku hielt problemlos bei unserer Reinigung mit einer Restkapazität von 35 Prozent durch.

Mova Rover X10: Trotz engem Radius reinigt der X10 präzise  

© PCtipp

Der Mova Rover X10 mit seinen Reinigungsbürsten

© PCtipp

Fazit

Der Mova Rover X10 ein Highend-Poolreiniger für jede Art von Poolbelag von Form. Dank seiner hohen Flexibilität deckt r zudem sieben Reinigungsbereiche inklusive der Wasseroberfläche autonom ab. Die ausgereifte App, Laserkartierung, kabellose Ladestation und technische Raffinessen wie die Aquasensor-Technologie sind das i-Tüpfelchen obendrauf. Kurzum: Wer den Poolreiniger kauft, erhält ein technologisch ausgereiftes autonom arbeitendes System.

Testergebnisse

Details: 7-in-1-Poolreiniger, 3D-AquaScan-Navigation, FloatDrive-Jetantrieb, 38000-l/h-Filterleistung, 5-Liter-Schmutzbehälter (3 µm & 180 µm), Akkulaufzeit: 6h–12h, induktive Ladestation, MovaHome-App, 3 Jahre Bring In
Strassenpreis: Fr. 2299.95
Gesehen bei: www.interdiscount.ch

(Ausgezeichnet)

  • 7-in-1-Reinigung für jeden Pool, kabellose Induktions-Ladestation, Kartierung, Saug- und Filterleistung, App
  • ordentliche Filterreinigung braucht Zeit

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