Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Im Test: Microsoft Xbox Wireless Controller

Wie verbessert man einen bereits sehr guten Controller weiter? Man macht so wenig wie möglich.

Der aktuelle Xbox-Controller belässt Vieles beim alten

© (Quelle: Microsoft)

Die neuste Generation des Microsoft-Controllers hat es nicht leicht. Doch das war schon beim Vorgänger so und dieser meisterte das Upgrade mit Bravour. Der Sprung vom Standard-Gamepad der Xbox One auf jenes der Xbox Series X/S ist nicht ganz so gross wie damals von der X360 auf die XONE, es gibt aber auch nicht mehr viel zu verbessern.

Beginnen wir daher mit den Neuerungen. Microsoft hat das Steuerkreuz aktualisiert und verwendet neu nicht mehr ein effektives Kreuz, sondern eine runde Hybridform. Damit werden diagonale Eingaben erleichtert. Ganz so gut gelöst wie beim deutlich teureren Elite-Controller ist das hier nicht, und das Steuerkreuz wirkt auch qualitativ etwas durchzogen. Im Vergleich zum bisherigen Steuerkreuz ist die diagonale Eingabe wirklich einfacher, dafür das sonstige Kreuz etwas weniger präzis. Ebenfalls neu ist ein Share-Knopf in der Mitte des Controllers. Damit können Sie via Xbox-App einfacher Screenshots und Videos mit Freunden teilen. Auf dem PC bietet sich dazu etwas Zusätzliches an: Sie können Xbox-App, Game-Bar und Co. komplett deaktivieren, und die Taste als weitere, frei belegbare Taste verwenden. Damit haben Sie einen Button mehr als bisher. Durch die dritte Taste in der Mitte des Controllers ist der Platz dort etwas knapper geworden, was aber verkraftbar ist.

Das neue Steuerkreuz bringt Vor- und Nachteile mit sich

© Quelle: Microsoft

Bei den Bumper- und Trigger-Tasten wurde nur wenig verändert. Die Trigger (LT/RT) sind neu mit einer Noppenstruktur überzogen, die Abrutschen verhindern sollen. Anders als beim Controller der PS3 war dies für mich am Xbox-One-Controller nie ein Problem, aber die strukturierte Oberfläche ist tatsächlich noch etwas griffiger. Auch die Bumper (LB/RB) erhalten an der Unterkante eine leichte Strukturierung, die wohl schnelle Klicks vom Trigger aus erleichtern sollen. Insgesamt sind die Bumper neu leichter aus verschiedenen Positionen auslösbar, was ungewöhnlichen Handpositionen zugutekommt. Dazu sind LB und RB leiser geworden. Das ist insofern interessant, als fast alle anderen Tasten am Xbox Controller lauter sind als beim Vorgängermodell. Allem voran das Steuerkreuz, welches schon fast wie eine Schreibmaschine klappert.

Der neue Share-Button ist praktisch, ob man ihn braucht oder nicht

© Quelle: Microsoft

Die restlichen Steuerelemente sind gleichgeblieben. Vor allem bei den Analogsticks ist das auch gut so, diese sind nämlich praktisch perfekt. Die vier ABXY-Tasten könnten für meinen Geschmack etwas weniger wacklig sein, haben aber einen angenehmen Druckpunkt und fühlen sich dafür genau gleich an wie seit Jahren. Technische Sprünge wie beispielsweise die adaptiven Trigger des neuen PS5-Controllers gibt es nicht, müssen aber auch nicht unbedingt sein. Besonders wenn man bedenkt, dass der Xbox-Controller auch als Standard-Controller für Windows gehandelt wird, und damit ein viel breiteres Ökosystem an Games abdecken muss.

Form und Fazit

Am Körper des Xbox-Wireless-Controllers gibt es nur zwei nennenswerte Änderungen. Einmal gut, einmal nicht so. Gut zuerst: Neu verwendet der Xbox-Controller einen USB-C-Anschluss. Dem Standard-Modell ist dazu sogar ein über zweieinhalb Meter langes Kabel beigelegt (USB-A auf USB-C). Weniger gut ist die Grip-Oberfläche an den Griffen. Diese ist nicht etwa gummig, wie man von den Bildern her meinen könnte, sondern steinhart. An den Händen sorgt das für leicht mehr Grip, grösstenteils aber für ein unangenehmes Scheuern. Das dürfte zu einem gewissen Grad auch von der Handhabung abhängen. Wer seinen Controller aber gerne etwas in der Hand bewegt und seine Handposition auch je nach Situation verändert, hat hier kaum einen Vorteil.

Die Trigger-Tasten haben neu eine Oberflächenstruktur

© Quelle: Microsoft

Ansonsten bleibt alles beim Alten. Auf der Unterseite gibt es Anschlüsse für Headsets und Co., für den Saft sorgen zwei AA-Batterien. Das klingt erst ein wenig altmodisch, ist aber mit einem Viererpack wiederaufladbarer Batterien ganz angenehm zu handhaben. Etwas enttäuschend ist dabei zwar die Laufzeit von rund 40 Stunden pro Ladung. Da sollte mehr machbar sein. Für die kabellose Verbindung kommt Bluetooth zum Einsatz. Wer einen Gaming-Desktop verwendet, sollte dabei aufpassen, ob dieser Bluetooth eingebaut hat. Falls nicht, benötigen Sie einen Wireless-Adapter. Microsoft verkauft den Controller sowohl in einer Box mit USB-Kabel, als auch in einem Bundle mit USB-Wireless-Receiver. Der Receiver ist dabei nicht eine schnellere Funk-Verbindung, sondern ebenfalls Bluetooth und damit nur für Geräte nötig, die kein eigenes Bluetooth haben.

Teils besser, teils schlechter, immer noch sehr gut: der Xbox Controller in der neusten Ausführung

© Quelle: Microsoft

Fazit

Die neuste Iteration des Xbox-Controllers musste nicht viel machen, um gut zu bleiben. Einige der Neuerungen sind gelungen, andere weniger. Unterm Strich bleibt der Xbox Controller aber das beste Standard-Gamepad für den PC.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Bedienung
  • Kompatibilität
  • Grip-Textur auf Trigger-Buttons
  • Grip-Textur am Griff

Details:  Kabelloses Gamepad, 2 × AA-Batterie, USB-C, Bluetooth, für Xbox Series X/S, Xbox One, Windows, Android, iOS

Preis:  Fr. 64.90

Infos: 

Kommentare

Xbox Spiele
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

AI Frontier Hackathon
Neurodiverse IT-Lernende entwickeln bei Microsoft eigene KI-Agenten
Über 40 neurodiverse IT-Lernende und Ausbildner, darunter Lernende im Autismus-Spektrum und mit ADHS, entwickelten beim AI Frontier Hackathon von Kauz Informatik Medien AG und Microsoft Schweiz eigene KI-Agenten.
3 Minuten
21. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026
Vernehmlassung
Angepasste Unternehmensabgabe für Radio und TV
Der Bundesrat will das Tarifmodell der Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen anpassen und damit einen Entscheid des Bundesgerichts umsetzen. Die Vernehmlassung zur Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung wird am 23. Juni 2026 eröffnet.
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Smartphones
Die 7 besten Handys für jeden Bedarf
Für viele ist das Smartphone ein unverzichtbarer Begleiter im Alltag. Dabei ist die Auswahl am Markt gigantisch: Onlineshops wie Galaxus listen mehrere tausend Geräte und Varianten von weniger als 100 bis zu mehr als 2000 Franken. Eine Entscheidungshilfe.
6 Minuten
4. Jun 2026
Tinten-MFGs
Viel sparen beim Druck
Multifunktionsgeräte mit befüllbaren Tintentanks sind im Homeoffice erste Wahl: Denn die Alleskönner sind kompakt, leise und unschlagbar günstig im Verbrauch. Die aktuellen Modelle gibt es bereits ab 214 Franken. Wir haben sie getestet.
11 Minuten
2. Jun 2026
Gaming-Tastatur
Im Test – Logitech G512 X
Eine mechanische und eine magnetische Tastatur in einem, das ist die neue Logitech G512 X. Sie will damit höchstmögliche Flexibilität und Leistung für Gamer bieten.
4 Minuten
28. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare