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Lesedauer 4 Min.

Im Test: Nothing Ear (3)

Die neuste Generation der Nothing-In-Ear-Kopfhörer wartet mit einer Besonderheit auf: Die Ladeschale ist auch ein Mikrofon. Dieses soll eine besonders gute Sprachqualität bieten und auch für Aufnahmen dienen.
© (Quelle: Nothing)

Edler, praktischer, klangvoller: Das verspricht zumindest Nothing für den neuen Ear (3). Bezüglich «edler» kann ich zustimmen: Der Ear (3) hübscht die reine Plastikanmutung des Vorgängers mit Metallakzenten auf, sowohl an den Earbuds als auch an der Ladeschale. Dadurch wirken Kopfhörer und Case wertiger. Gleich geblieben sind hingegen die Mitbringsel: Nebst den beiden Ohrhörern und der Ladeschale werden eine Kurzanleitung (neu auch in Deutsch), ein USB-C-Ladekabel und drei Silikonaufsatzpaare mitgeliefert.

Der Nothing Ear (3) sieht dank Metallakzenten sehr schick aus

© Quelle: Nothing

Trotz Metall sind die Earbuds nicht zu schwer. Sie wiegen je 5,2 Gramm, sind nach einer Weile gar nicht mehr wahrnehmbar und passen mit den Standardaufsätzen perfekt in mein Ohr, wo sie auch gut halten. Hausaufgaben erledigt!

Praktische Bedienung

Nothing schreibt sich Einfachheit auf die Fahne und hält sich auch daran. Die Einrichtung ist kinderleicht. Ladeschale neben dem Smartphone öffnen, schon fragt das Handy nach einer Bluetooth-Verbindung zum Kopfhörer. Ausserdem empfiehlt es sich, die Nothing-X-App herunterzuladen. Sie ist für Android und iOS erhältlich und ermöglicht zahlreiche praktische Einstellungen.

Die Nothing-X-App holt das Maximum aus dem Kopfhörer

© Quelle: PCtipp

Die Bedienung des Kopfhörers erfolgt über einen Druckknopf an den Stielen. Es lassen sich alle wichtigen Aktionen wie Song überspringen, Geräuschunterdrückung, Start/Pause etc. steuern. Lobenswert: Die Knöpfe können via Nothing-X-App beliebig «umprogrammiert» werden.

Via Nothing-App lassen sich die Druckknöpfe «umprogrammieren»

© Quelle: PCtipp

Mehr dank App

Die Nothing-X-App macht aus dem Ear (3) einen noch praktischeren und besseren Kopfhörer: Es lassen sich Einstellungen ändern und der Sound kann via 8-Band-Equalizer detailliert angepasst werden. Hinzu kommen Optionen für die Geräuschunterdrückung (ANC), ein Bass-Booster und Spatial Audio. Ebenfalls nützlich: Via App kann man prüfen, ob die Ohrstöpsel richtig sitzen. Zudem gibt es eine Funktion, um per Hörtest den Sound auf das eigene Gehör abzustimmen. Kurz und gut: Ich empfehle die App auf jeden Fall; am besten geht man sämtliche Optionen in aller Ruhe durch. 

Breitband-Sound

Im Ear (3) verrichten 12-Millimeter-Treiber aus Kunststoff ihr Werk. Nothing verspricht weniger Verzerrungen als beim Vorgänger und bessere Bässe sowie Höhen. Diese wurden gegenüber dem Vorgänger beide angehoben. Und tatsächlich: Der Kopfhörer gibt beim Bass richtig Gas; der ist wuchtig, fett und dennoch detailliert. Für mich dürfte er allerdings zurückhaltender sein. Auch bei den Höhen merkt man das Mehr an Details und Präsenz. Teils sind sie mir allerdings zu harsch und zu hart. Bei Snare-Drums oder Schlagzeugbecken hört man das besonders gut; es tut beinahe in den Ohren weh. Zischlaute sind aber dank der guten Treiber nicht auszumachen. Die Mitten sind klar und detailliert, aber für mich zu sehr im Hintergrund. Damit wirkt der Gesang oft distanziert; ich habe nicht das Gefühl, mitten auf der Bühne zu stehen. 

Der 8-Band-Equalizer von Nothing ist genial

© Quelle: PCtipp

Die neue Soundsignatur setzt mehr auf Effekthascherei und eine weite Klangbühne. Mir gefiel die Soundsignatur der Vorgänger besser, vorwiegend für Sound wie Rock, Metal, Pop, Jazz oder Klassik. Bei elektronischer Musik und Hip-Hop kann der weniger natürlichere, aufgeblasenere Breitbandsound des Ear (3) hingegen punkten. Aber: Es gibt zum Glück den Equalizer in der App. Lobenswert ist die aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Die finde ich einiges besser als beim Vorgänger.

Lade-Case ist auch Mikrofon

Die Ladeschale lädt den Kopfhörer nicht mehr nur auf, sondern kann auch als Mikrofon benutzt werden. Durch Knopfdruck wird es aktiviert. So sollen in lauten Umgebungen noch klarere Gespräche und Videoanrufe möglich sein sowie gute Aufnahmen für Sprachnachrichten oder Diktate. Das klappt einwandfrei, obwohl mein Gesprächspartner auch dem Mikrofon der Ohrstöpsel ein «sehr gut» attestiert. Die Ladeschale lässt sich drahtlos oder per USB-C aufladen. Sie erhöht die Akkudauer auf über 20 Stunden, ansonsten hält der Ear (3) mit eingeschaltetem ANC um die 5 bis 6 Stunden durch.

Die Ladeschale beinhaltet ein Mikrofon

© Quelle: Nothing

Fazit: Viele Extras

Der Nothing Ear (3) bietet eine ausgezeichnete Soundqualität, viele praktische Extras und eine Top-App. Er betont für meinen Geschmack allerdings Bässe und Höhen zu stark, was sich aber via Equalizer anpassen lässt. Out of the Box würde ich eher zum Vorgänger Nothing Ear greifen, der mittlerweile sogar für unter 100 Franken zu haben ist.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Soundqualität
  • Design
  • Bedienung
  • App
  • Bässe und Höhen zu dominant

Details:  True-Wireless-Kopfhörer (12-mm-Treiber, dynamisch, Kunststoff), 20 Hz bis 40 kHz, Bluetooth 5.4, Akkulaufzeit: 22 h mit Case und ANC (5,5 h ohne Case), AAC, SBC, LDAC, USB-C, 5,2 Gramm (ein Hörer), drahtloses Laden, wasser- und staubdicht nach IP54, zusätzliches High-End-Mikrofon im Case

Preis:  169.–

Infos: 
Gesehen bei: brack.ch

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