Günstig vernetzt
Mesh-Set Acer Connect Ovia T360 im PCtipp-Test
Das Acer Connect Ovia T360 WiFi 7 Dual-Band Mesh-Router 2er-Set ist ein spannendes Einstiegsset für Mesh-Heimnetzwerke, und das für einen Strassenpreis von nur Fr. 189.80. Das System richtet sich an Haushalte in mehrstöckigen Wohnungen und Home-Office-Anwender, die von einem aktuellen, zugleich preiswerten WiFi-7-Set profitieren wollen. Wichtig: Im Vergleich zu teureren High-End-Systemen verzichtet das Ovia-Set auf das 6-GHz-Band, bringt aber die wichtigen Kernfeatures von Wi-Fi 7 auf die «etablierten» Frequenzen (2,4 und 5 GHz). Das Set wird in einer Kartonverpackung geliefert. Zum Lieferumfang gehören zwei identische Ovia-T360-Netzwerkknoten in Zylinderform. Weiter befinden sich zwei kompakte Steckernetzteile, ein Standard-Ethernet-Kabel für die Verbindung zum Modem sowie eine mehrsprachige Installationsanleitung im Paket. Die Verarbeitungsqualität des Kunststoffgehäuses ist solide und unauffällig. Acer gewährt auf das System eine Standardgarantie von zwei Jahren.
Acer Connect Ovia T360: der Packungsinhalt
PCtippDie Ausstattung
Technisch arbeitet das Acer Connect Ovia T360 Set als Dual-Band-System, wie bereits oben erwähnt, auf den Frequenzen 2,4 und 5 GHz. Die Übertragungsrate liegt bei bis zu 3'600 Mbit/s. Davon entfallen 2882 Mbit/s auf das schnelle 5-GHz-Band und 688 Mbit/s auf das 2,4-GHz-Band. Obwohl dem Doppel das dedizierte 6-GHz-Band fehlt, profitiert das System von den integrierten Wi-Fi-7-Features. Dazu ein kurzer Ausflug in die Wifi-7-Welt: Zu en Features gehört u.a. MLO (Multi-Link Operation). Die Technologie erlaubt es kompatiblen Endgeräten, Datenströme über 2,4 GHz und 5 GHz gleichzeitig zu bündeln, was die Verbindungsausfallsicherheit maximiert und die Latenzzeiten drastisch senkt. In der Praxis heisst das, alle Endgeräte nehmen gleichzeitig zu den beiden Netzwerknoten auf, und werden eben nicht von vornherein in eine Warteschlange degradiert. Ebenfalls integriert ist die verbesserte 4K-QAM-Modulation, die Daten dichter packt und den Durchsatz im Vergleich zu Wi-Fi 6 um rund 20 Prozent steigert – in der Theorie. Die Praxis verspricht aber immerhin noch einen Schub von 5 bis 10 Prozent - immerhin. Anschlussseitig ist jeder Zylinder mit einem 2,5-Gigabit-WAN/LAN-Port sowie zwei Gigabit-LAN-Ports bestückt, womit auch kabelgebundene Netzwerkdrucker, NAS-Systeme oder Smart-TV-Boxen andocken können. Ein USB-Anschluss ist aber leider nicht vorhanden.
Die Anschlüsse von Acers Ovia Connect T360
AcerInbetriebnahme und Einrichtung
Die Inbetriebnahme wird über die kostenlose Acer Connect App bewerkstelligt, die für iOS und Android in den entsprechenden App-Shops kostenlos zur Verfügung steht. Nach dem Verbinden der ersten Mesh-Einheit per Netzkabel mit dem bestehenden Modem-Router an einem LAN-Port startet der Assistent per typischer Bluetooth-Erkennung. Der Nutzer wird danach Schritt für Schritt durch die Einrichtung geführt: Nach der Erstellung eines Admin-Kontos (Benutzername und Passwort) und der Vergabe eines WLAN-Namens (SSID) samt Passwort synchronisiert sich der Mesh-Knoten mit dem Internetzugang.
Die Integration des zweiten Zylinders Würfels als Mesh-Satellit erfolgt im Anschluss nahezu vollautomatisch. Die App fordert den Anwender auf, das Zweitgerät in einem angemessenen Abstand zu platzieren und einzuschalten. Über ein softwarebasiertes Diagnose-Tool misst die App die Signalqualität der drahtlosen Verbindung zwischen den beiden T360-Geräten. Im Test konnten wir so den optimalen Standort des Satelliten ausfindig machen. Top. Sowieso gelungen: Über das Dashboard der App lassen sich weiter wichtige Funktionen verwalten. Dazu gehören das Einrichten des Gäste-WLANs, zeitgesteuerte Profile für die Kindersicherung sowie eine integrierte Netzwerk-Priorisierung (Quality of Service), mit der sich beispielsweise Home-Office-Laptops oder Gaming-PCs bei der Bandbreitenzuweisung bevorzugen lassen.
Wichtig, falls bei der Einrichtung etwas schiefläuft: An den Geräteunterseiten befindet sich eine LED. Diese zeigt den aktuellen Status an: Ein konstantes, blau leuchtendes Licht signalisiert eine fehlerfreie Verbindung zum Internet und damit optimale Mesh-Synchronisation. Ein «Oranges» weist auf eine zu schwache Verbindung hin, bei Rot ist der Verbindungsabriss Status quo. Wer mag, kann zudem die LED- über die App zeitgesteuert oder dauerhaft deaktivieren. Zur Vollständigkeit: Eine WPS--Taste sowie eine Reset-Funktion («Büroklammer-Loch») auf der Rückseite komplettieren die Ausstattung.
Acer-Connect-App: zeigt die relevanten Verbindungseigenschaften
PCtippDer Praxis-Test
In unserem Praxistest, bei dem wir das Tempo und Reichweite in einem dreistöckigen Haus mit «offenen» Etagen überprüft haben, zeigt sich die Combo von der starken Seite. Dazu haben wir den ersten der beiden Mesh-Knoten direkt am Router Fritzbox 5690 Pro, den zweiten in Stockwerk 2 platziert. Die Testmessung direkt neben dem ersten Mesh-Knoten im 5-GHz-Band fand mit dem Samsung S25 Ultra (Wi-Fi 7-fähig!) statt, und erreichte stabile 910 Mbit/s im Download. Damit wird der Gigabit-Anschluss nahezu vollständig ausgereizt. Bei der Messung auf der ersten Etage bleibt die Datenrate bei noch hohen 640 Mbit/s, während die Ping-Zeiten (Latenz, Antwortzeiten) bei niedrigen 9 Millisekunden bleibt. Beim entferntesten Messpunkt in Stockwerk 3 pegelt sich der Datendurchsatz auf immer noch solide 80 Mbit/s ein. Das nahtlose Umschalten zwischen den Zugangspunkten (Mesh-Roaming) erfolgte im Test beim Umhergehen ohne spürbare Unterbrechung; laufende Downloads oder Videokonferenzen liefen ohne eine signifikante Unterbrechung weiter. Und: Dank des lüfterlosen Design arbeitet das Doppel geräuschlos, und die Gehäusetemperatur stieg selbst unter Volllast (simulierter 4K-Parallelstream) nicht über 37° Grad Celsius.
Acer Connect Ovia T360: auf Empfang
PCtippFazit
Das günstige Acer Connect -Ovia-T360-Mesh-Set punktet als aktuelles WiFi-7-Set, und das, obschon ihm das 6-GHz-Band fehlt. Dank der WiFi-7-Funktionen «MLO» und «4K-QAM» gibt es viel Speed und Reichweite. Auch die Ausstattung und App fügen sich in das positive Gesamtbild ein.
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