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Lesedauer 6 Min.

Netatmo-Wetterstation mit Regen- und Windmesser im Test

Die smarte Wetterstation von Netatmo kann mehr als die Wetterprognose anzeigen. PCtipp hat die komplette Station samt Zubehör-Modulen Wind- und Regenmesser ausprobiert.

Smarte Wetterstation mit Regenmesser und Anemometer (Wind-)-Zusatz-Modul

© (Quelle: Netatmo)

Gerade in der Sturm- und Regennacht zum 13. Juli 2021 wäre es interessant gewesen zu wissen, wie viel Wasser da runterklatschte und mit welcher Stärke der Wind um die Ecken heulte. Zugegeben, die Zusatzmodule – der Regen- sowie der Windmesser – wären nach dem genannten Sturm vom Balkon der Redaktorin wohl auf Nimmerwiedersehen verschwunden gewesen.

PCtipp hat die smarte Wetterstation von Netatmo sowie die Zusatzmodule Windmesser (Anemometer) und den Regenmesser ausprobiert (nach dem Sturm). Das Pariser Unternehmen Netatmo hat sich auf intelligente vernetzte Geräte für zuhause spezialisiert.

Inbetriebnahme

Die smarte Wetterstation (1 Innen- und 1 Aussenmodul)

© Quelle: Netatmo

Zunächst wird die smarte Wetterstation, bestehend aus einem Innen- und einem Aussenmodul, via Netatmo-Weather-App (Android, iOS) in Betrieb genommen. Die App führt die Nutzerin oder den Nutzer Schritt für Schritt durch die Inbetriebnahme, was zwar eine Weile dauert, aber sehr selbsterklärend ist.

Die benötigten Batterien (2 AAA-Batterien) für das kleinere Aussenmodul befinden sich im Lieferumfang; für das Innenmodul gibts einen (mitgelieferten) Micro-USB-Netzstecker. Die Betriebsanleitungen sind zwar ziemlich minimalistisch gehalten, aber da die Inbetriebnahme sowieso via Netatmo-App erfolgt, ist dies kein Problem.

Zunächst wird das grössere Innenmodul zur App hinzugefügt und das Wi-Fi-Netz in der Netatmo-Weather-App ausgewählt. Anschliessend folgt das kleinere Aussenmodul. Dieses sollte eigentlich mit der mitgelieferten Bändel-Halterung irgendwo «festgeschnallt» werden. Da sich auf meinem Balkon nichts passendes fand, stellte ich es am bestgeschützten Ort auf den Fenstersims (sollte man eigentlich nicht, da es bei Sturm natürlich runterfallen kann).

Weiteres Zubehör, wie zusätzliche Innenmodule, der Regen- oder Windmesser, müssen separat dazugekauft werden.

Modul hinzufügen

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

App

Die App hat mich positiv überrascht. Sie bietet erstaunlich viele Informationen.

Infos zu Wetter drinnen, draussen und zu Wind und Regen

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Die App gibt Detailinfos zu Niederschlag- und Temperaturentwicklung

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Nebst 7-Tages-Wetterprognose, Infos zu Luftdruck, gefühlter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, bietet die Netatmo-Wetterstation des weiteren Details zur Luftqualität samt CO2-Lüftungsmeldung und eine Lautstärkemessung (dB).

Details zur Wetterprognose findet man durch entsprechendes Antippen eines Wochentags. Hier finden Sie die Temperaturentwicklung und die erwartete Niederschlagsmenge für die nächsten paar Tage. Falls man weitere Module (z.B. Regenmesser) kauft und zur Wetterstation bzw. der App hinzufügt, sind Details dazu per Rechts-Wisch einsehbar.

Übrigens ist die Netatmo-Wetterstation mit Apple HomeKit (hat die Autorin leider nicht) und Amazon Alexa kompatibel. Die Steuerung mit der Sprachassistentin hat im Test funktioniert.

Netatmo-Wetterkarte

Sowohl in der App als auch via Webbrowser kann man auf die Netatmo-Weathermap zugreifen. Netatmo-Nutzerinnen und -Nutzer sehen so, wie heiss es gerade in Italien ist, wie stark es in Dublin regnet oder wie heftig es in Salzburg windet. Via Browser sieht das dann so aus:

Weathermap von Netatmo

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Weathermap in der Android-App

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Standardmässig ist die Temperatur ausgewählt, klicken bzw. tippen Sie auf das entsprechende Icon, um die Detailinfo zu sehen.

Auch wenn man der Community nicht beitritt, kann man die Wetterstation der anderen Netatmo-Nutzer in der Weathermap anschauen.

Diese ist sowohl via App als auch als Webversion verfügbar. Wer sich an der Wetterkarte beteiligen möchte, muss der Community beitreten (Zustimmung via App nötig) und so seine Wetter-Messungen freigeben. Im Browser kann man sich einloggen.

Netatmo-Weathermap: Wind-Status in Salzburg?

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Zubehör

Auch wenn das Standard-Set schon viele Informationen bietet, macht das Ganze eigentlich erst recht Spass, wenn man noch den Regen- und/oder Windmesser dazu nimmt. Was der Spass dann kostet, finden Sie weiter hinten unter Preise.

PCtipp konnte die Zubehör-Module Regen- und Windmesser testen. Wie Sie diese Module via App hinzufügen, können Sie in diesem Tipp nachlesen.

Regenmesser

Der Regenmesser

© Quelle: Netatmo

Der Regenmesser misst in Echtzeit die Niederschlagsmenge und berechnet zudem die Gesamtmenge der Niederschläge. Der Regenmesser misst 13 × 13 × 11 Zentimeter, ist wetterbeständig und widersteht laut Hersteller UV-Strahlung, Hagel, Schnee und starkem Wind. Das Design ist schlicht und somit unauffällig.

Der Regenmesser wird über Wi-Fi mit der smarten Wetterstation verbunden. Die Stromversorgung erfolgt durch 2 AAA-Batterien. Netatmo schreibt auf der Webseite, dass die Batterielebensdauer ein Jahr betragen soll und dass die Erfassungshäufigkeit alle 5 Minuten erfolge. Meiner Erfahrung nach trifft das nicht immer zu, aber dafür gibts notfalls die On-Demand-Messung (siehe nächste Seite). Weitere Spezifikationsdetails finden Sie über diesen Link.

Was gefällt: Der Regenmesser muss nicht entleert werden. Das Wasser läuft automatisch ab.

Um das Gerät draussen zu befestigen, wird eine Halterung (Mount) benötigt. Damit können sowohl Wind- als auch Regenmesser z.B. an einer Stange befestigt werden. Diese Halterung muss separat dazu gekauft werden, was weitere Kosten verursacht (Fr. 30.-). PCtipp stand dies nicht zur Verfügung, bei mir stand der Regenmesser auf dem Balkonboden.

Smarter Windmesser

Der Windmesser (Anemometer)

© Quelle: Netatmo

Der Windmesser misst die Windgeschwindigkeit in Echtzeit, zeigt die Verlaufsdaten Ihrer Windmessungen und sendet einen Alarm bei starkem Wind. Der Windmesser misst 11 × 11 × 8,5 Zentimeter. Auch sein Design ist schlicht und somit unauffällig. Das Anemometer wird über Wi-Fi mit der smarten Wetterstation verbunden. Laut Hersteller beträgt die Reichweite 100 Meter (ohne Hindernisse).

Die Stromversorgung erfolgt durch 4 AA-Batterien. Dies soll laut Hersteller eine Lebensdauer von bis zu 2 Jahren bieten. Die Messungen erfolgen laut Webseite alle 6 Sekunden (aggregiert alle 5 Minuten). Meiner Erfahrung nach trifft das nicht immer zu, aber dafür gibts notfalls die On-Demand-Messung (siehe nächste Seite). Weitere Spezifikationsdetails finden Sie über diesen Link.

Um das Gerät draussen zu befestigen, wird eine Halterung (Mount) benötigt. Damit können sowohl Wind- als auch Regenmesser z.B. an einer Stange befestigt werden. Diese Halterung muss separat dazu gekauft werden, was weitere Kosten verursacht (Fr. 30.-). PCtipp stand dies nicht zur Verfügung, bei mir stand der Windmesser auf dem Balkontisch.

Erfahrungen mit der smarten Wetterstation

On-Demand-Messung (Innenmodul)

Netatmo bietet grundsätzlich Real-Time-Messungen für drinnen und draussen. Doch manchmal ist die Messung etwas langsam bzw. zeitverzögert. Falls der Blick aus dem Fenster etwas anderes sagt als die App, berühren Sie beim grossen Innenmodul kurz den oberen Bereich. Dies löst die On-Demand-Messung aus. Anschliessend werden die Daten aktualisiert.

Vor der On-Demand-Messung meldete der Regenmesser noch 0,3 mm/h, obwohl es ordentlich regnete (wie im Bild oberhalb).

© Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

Wird das Innenmodul vom Strom genommen, kann es schon vorkommen, dass es die Verbindung zu den anderen Modulen auch nach erneuter Stromzufuhr nicht findet. Das kam während des Tests lediglich einmal vor. Wenn die Module in die Nähe gebracht werden, klappt dies rasch wieder.

App-Benachrichtigungen

Gefallen haben die mobilen Benachrichtigungen. Sie haben zu lange nicht mehr gelüftet? Netatmo «erinnert» Sie via Benachrichtigung auf dem Smartphone-Display daran, dass der CO2-Wert höher als 1000 ppm (parts per million) sei. Netatmo meldet ausserdem: «Mehr als 0.3 mm Regen innerhalb der letzten Stunde» (s. Screenshot).

App-Benachrichtigungen: Lüften Sie mal wieder...

© Quelle: Screenshots/PCtipp.ch

Preise und Kurzfazit

Preise

Kauft man die smarte Wetterstation via Hersteller, zahlt man Fr. 179.99 für die smarte Wetterstation. Wer sowieso das Zubehör möchte, sollte im Shop die Option Set mit Kompletter Wetterstation nehmen. Dies enthält die Wetterstation plus Wind- und Regenmesser. Dafür legt man rund Fr. 320.- auf den virtuellen Tisch (Rabatt, Stand 04.08.21). Wer zusätzlich für Wind- und Regenmessung eine Halterung braucht/möchte, muss nochmals mit Fr. 60.- (via Hersteller) rechnen.

Hinweis: Auch wenn der Hersteller derzeit die Preise reduziert hat (Stand: 04.08.21) lohnt es sich wie immer, vor einem Kauf die Preise via toppreise.ch oder comparis.ch zu vergleichen. Auch wenn man die Zusatzmodule separat kaufen muss, kann dies günstiger kommen.

Kurzfazit

Insgesamt schlägt das dann mit ca. Fr. 380.- zu Buche, was nicht gerade ein Schnäppchen ist. Doch für jene, die sich wirklich für all die genannten Wetter-Zusatzinformationen interessieren und die Module regelmässig nutzen, kann ich das smarte Wetterset empfehlen.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Real-Time-Daten Indoor/Outdoor
  • On-Demand-Messung
  • CO2-Lüftungsmeldung
  • «Regen-Hinweis»
  • Zusatzmodule wie Wind- und Regenmesser
  • Netatmo-Weathermap (Community)
  • kompat. m. Amazon Alexa
  • Preis
  • Reaktion manchmal etwas träge
  • nicht kompat. m. Google Assistant

Details:  Real-Time-Daten Indoor/Outdoor; Indoor: Temperatur, Feuchtigkeit, Luftqualität, CO2-Lüftungsmeldung, Lautstärkemessung; kompatibel mit Apple HomeKit und Amazon Alexa (nicht mit Google Assistant); Konnektivität: Wi-Fi, Micro-USB-Stromadapter für grosses Innenmodul und AA(A)-Batterien im Lieferumfang

Preis:  ca. Fr. 320.- (im Set)

Infos: 
https://www.netatmo.com/de-ch/

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