Sony ZV-1F im Test

Sensor & Bildqualität

Sensor und Bildverarbeitung sind identisch mit der ZV-1 und somit durchaus gut. Allzu edle Aufnahmen darf man bei einer Kamera in dieser Grösse so oder so nicht erwarten, aber das Gebotene ist durchaus ansehnlich. Das gilt vor allem für den Videobereich. Dort liefert die ZV-1F genau das, was man von einer Vlogging-Kamera erwartet: Videos, die gut genug für YouTube sind; besser als die meisten Smartphones, nicht allzu schwer, und einfach zu handhaben.
Fotos schiessen kann die ZV-1F ebenfalls, allerdings merkt man, dass dies hier mehr eine Nebensache ist. Die Bilder der ZV-1F sind gut genug für ein Thumbnail, aber auch nicht viel mehr. Es handelt sich klar um eine Videokamera mit angehängter Fotofunktion, nicht umgekehrt.
Die Foto-Funktion der ZV-1F ist nicht überragend
Quelle: lpd / PCtipp
Zoom gibt es nur digital
Quelle: lpd / PCtipp
Die JPG-Dateien aus der Kamera sind ordentlich, RAW gibt es nicht
Quelle: lpd / PCtipp
Durch die hakelige Steuerung verwendet man die ZV-1F am besten im Automatikmodus und lässt die Kamera alles übernehmen. Das klappt in etwa 90 Prozent der Fälle gut, was den meisten Vloggern ausreichen wird. Als geübter Fotograf wird man sich ab und zu jedoch ärgern, weil man einen von der Automatik vermasselten Shot hätte retten können, aber das gehört bei solcher Simplizität nun mal zum Game dazu.
Was die Qualität angeht, erhält man den aktuellen Standard für Consumer-Kameras: UHD (3840 × 2160) mit 30p bei entweder 60 oder 100 Mbps ist das Maximum. In Full-HD sind auch 60p und 120p möglich. Ersteres bei 50 Mbps, Letzteres sogar bis 100 Mbps.
Die grösste Schwäche der ZV-1F ist hingegen der Bildstabilisator. Dieser ist rein digital und nicht gerade berauschend. Langsame Bewegungen kompensiert der Stabilisator gut. Beispielsweise die reguläre menschliche Instabilität im Stehen. Im Gehen fällt die Geschichte dann aber schnell auseinander. Bereits die leichte Erschütterung bei normalem Gehen ist zu viel und führt zu unschönen Bildzuckungen. Das ist gerade für Vlogger, die viel unterwegs sind, problematisch. Für solche Fälle benötigen Sie dann weitere Add-ons wie einen Gimbal-Griff, um genügend Stabilität zu erhalten.
Das schmale Profil der Kamera passt in so manche Jackentasche
Quelle: Sony

Fazit

Die Sony ZV-1F ist eine wahre Spezialistin. Für Vlogger, die einfach nur eine Kamera auf ihr Gesicht halten und loslegen wollen, ist die Kamera ideal. Für alle anderen gibt es Besseres. Beispielsweise Sonys eigene ZV-1. Das Upgrade zu einem Spitzen-Smartphone ist vergleichsweise gering, der Preis aber auch tief. Das macht die Kamera neben ihrem Hauptzweck auch spannend für andere Nischeneinsatzgebiete, wie beispielsweise als günstige Zweitkamera.

Testergebnis

Preis-Leistungs-Verhältnis, Verarbeitung
Bedienung, Bildstabilisator

Details:  20,1 Mpx, 1 Zoll, ISO 200-12’800, elektronischer Bildstabilisator, 3-Zoll-Touch-Display, UHD 3840 × 2160/30p, 1 × SD, USB-C, microHDMI, Mikrofonanschluss, Wi-Fi, Bluetooth, 256 g (mit Akku/Speicherkarten)

Preis:  Fr. 495.-

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