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FUJIFILM GFX100RF: «Ein kleines Wunderding!»
«Aufgewachsen» bin ich mit einer anderen Marke als FUJIFILM, mit ihr habe ich bis anhin auch in meiner ganzen professionellen Zeit gearbeitet. Da ich als Fotojournalist, der oft in Krisengebieten unterwegs ist, immer öfter in Situationen kam, wo mein Equipment mit zwei (Spiegelreflex-) Bodys und jeweils drei bis vier Objektiven störend oder hinderlich war, schaute ich mich nach einer leichteren und flexibleren Lösung um. Einzige Bedingung: dass ich qualitativ so wenige Abstriche wie möglich machen muss.
Da kam im vergangenen Sommer die neue Kompaktkamera FUJIFILM GFX100RF wie gerufen für mich. Was für ein kleines Wunderding! Mittelformat, insgesamt nur 735 Gramm schwer, relativ einfach zu bedienen, mit einem hyperschnellen Autofokus mit KI-gestützter Motiverkennung, auch für bewegende Objekte. Und mit einem 102-Megapixel-Sensor liefert die GFX100RF enorme Reserven für Ausschnittvergrösserungen. Die RAW-Dateien bieten dabei einen aussergewöhnlichen Reichtum an Farbnuancen, feinsten Tonwertabstufungen und Details. Auch das schicke Design – es gibt Leute, die finden es etwas sehr auf «Hipster» und «Retro» gestylt – hat mich angesprochen.
Eisberg im Morgennebel vor Grönland
Patrick Rohr, FotojournalistHerausfordernd war im ersten Moment die Tatsache, dass die GFX100RF nur ein Fixobjektiv mit einer nativen Brennweite von 35mm hat, das im Kleinbildformat etwa einem 28mm-Objektiv entspricht. Das hat allerdings ganz einfach dazu geführt, dass ich mich mit der GFX100RF viel mehr bewege als früher, wo der 24-70mm-Zoom mein liebstes Objektiv war.
Ich bin dadurch in der Bildgestaltung etwas origineller geworden, und ich habe eine noch grössere Nähe zu den Menschen, die ich fotografiere. Bin ich doch einmal zu weit von der Situation entfernt, kann ich bei der Bearbeitung immer noch hemmungslos croppen, ohne dass das Bild an Qualität einbüssen würde. Und dank dem Mittelformatsensor kann ich mit offener Blende auch schöne Tiefenunschärfe-Effekte kreieren, was gerade für Magazin-Covers wichtig sein kann.
Die FUJIFILM GFX100RF ist in Schwarz und Silber für CHF 4998.– (UVP inkl. MwSt.) erhältlich.
Patrick Rohr, FotojournalistInzwischen war die FUJIFILM GFX100RF mit mir schon im grönländischen Eis sowie in der Tropenhitze Südostasiens im Einsatz, um zwei Extreme zu nennen, und sie hat mich weder in der grossen Kälte noch in der extremen Hitze im Stich gelassen.
Begeistert haben mich sowohl im «blauen» Norden wie auch im «gelben» Süden die Farben: Sie sind von einer unglaublichen Kraft und Intensität. Da sich Bildformat, Crop-Faktor, AF/MF und andere Einstellungen auch über mechanische Knöpfe im Aussenbereich der Kamera regeln lassen, ist es mir mehr als einmal passiert, dass ich in der Hitze des Gefechts – zum Beispiel, wenn ich die Kamera schnell aus der Tasche ziehen musste – eine Einstellung verändert habe, ohne es zu merken.
In Situationen mit mehreren Personen musste ich den Fokuspunkt gezielter vorgeben als bei meinen bisherigen Kameras, weshalb ich schon schöne Situationen verpasst habe. Hier würde ich mir einen noch schnelleren Autofokus wünschen. Es gibt zudem Leute, die eine maximale Blendenöffnung von f4 zu einschränkend finden. Das war zunächst auch meine
Befürchtung, aber dank der grossen Bildinformationsmenge konnte ich in lichtschwachen oder dunklen Situationen problemlos die ISO-Zahl raufschrauben, ohne dass das Bild angefangen hätte zu rauschen.
Ob für Landschaft, Reportage oder kreative Fotografie: Die neue FUJIFILM GFX100RF und ich sind schnell Freunde geworden. Nicht zuletzt, weil in meinen Einsatzgebieten kaum mehr
jemand auf die Idee kommt, dass ich mit dieser kleinen Kamera ein professioneller Fotograf sein könnte, was den Bildern eine ganz neue Tiefe gibt.
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