Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Der Kameramodus

Was bedeuten eigentlich all die Symbole am Drehrad Ihrer Kamera? Hier wirds kurz und bündig erklärt.

Das Moduswählrad, hier bei der Nikon D90

© Quelle: PCtipp.ch

An vielen Kameras befindet sich an der Oberseite ein Moduswählrad, das bestimmt, in welcher Betriebsart die Kamera läuft. Je nach Modus werden manche Einstellungen von der Kamera vorgenommen und andere stellen Sie selbst ein. Die Symbole und Funktionen an diesem Drehrad variieren je nach Marke und Modell; es gibt aber zumindest fünf Modi, die in fast jeder Kamera vorhanden sind:

Auto (Vollautomatik)

Die Vollautomatik ist bei Canon ein grünes Rechteck, bei anderen Herstellern ist der Modus meist mit «Auto» beschriftet. Belichtungszeit und Blende werden dabei immer automatisch eingestellt, meist auch der Blitz und oft die Empfindlichkeit (ISO-Zahl). Bei einigen Kameras kann man im Menü einstellen, was unter die Vollautomatik fällt und was der Fotograf gern selber einstellen möchte. Auf manchen Knipsern nennt sich der Modus iA oder iAuto, wobei das i für intelligent steht. Damit wird angedeutet, dass die Vollautomatik auch Zusatzfunktionen wie Kontrastausgleich oder automatische Motiverkennung umfasst.

P (Programmautomatik)

In diesem Modus werden sowohl Blende als auch Belichtungszeit automatisch eingestellt. Sie können aber – meist durch Drehen eines zweiten Rades – wählen, ob Sie eher eine offene Blende mit kurzer Belichtungszeit oder eine geschlossene Blende mit langer Belichtungszeit bevorzugen.

A (Blendenvorwahl = Zeitautomatik)

Das A steht für englisch aperture = Blende. Die Blende wird vom Fotografen manuell festgelegt, meist mit dem zweiten Drehrad. Die Verschlusszeit passt sich automatisch an. Bei Canon-Kameras ist diese Funktion mit Av beschriftet.

Weiterführender Artikel: Die Blende

S (Zeitvorwahl = Blendenautomatik)

Das S steht für englisch shutter = Verschluss. Die Verschlusszeit (Belichtungszeit) wird vom Fotografen manuell festgelegt, die Blende entsprechend angepasst. Bei Canon-Kameras ist diese Funktion mit Tv (Time value) beschriftet.

Weiterführender Artikel: Die Verschlusszeit

M (Manuell)

Im manuellen Modus werden sowohl Blende als auch Belichtungszeit vom Fotografen gewählt. Bei vielen Kameras wird im manuellen Modus auch die Bulb-Funktion aktiviert: Der Verschluss bleibt so lange offen, wie auf den Auslöser gedrückt wird. Dafür muss die Belichtungszeit über das reguläre Maximum von 30 Sekunden geschraubt werden.

Zwischenbemerkung zur automatischen Belichtung

Die Kamera versucht in den meisten Betriebsarten, das Foto automatisch richtig zu belichten. Selbst im manuellen Modus ist das der Fall, wenn die ISO-Empfindlichkeit auf automatisch gestellt ist. Dabei sind der Kamera jedoch physikalische Grenzen gesetzt. Zum Beispiel lässt sich die Verschlusszeit bis zu einem gewissen Grad kürzen, indem die Blende automatisch geöffnet wird, aber irgendwann ist die Blende voll offen; dreht man die Verschlusszeit noch kürzer, wird das Foto zu dunkel. Dies wird im Sucher oder Display durch eine Warninfo angezeigt, wenn der Auslöser halb durchgedrückt wird. Im manuellen Modus sieht man auf einer Skala, wie stark die Über- oder Unterbelichtung ausfällt.

Es ist auch in den Modi P, A, und S möglich, Bilder absichtlich zu hell oder zu dunkel zu machen. Dazu wird die automatische Belichtungskorrektur, die standardmässig auf 0 steht, in einen bestimmten Plus- oder Minuswert gedreht.

Weitere Betriebsarten

Neben den vier Grundmodi und der Vollautomatik verfügen die meisten Geräte über weitere Modi. Hier die gängigsten:

Automatik ohne Blitz

Das durchgestrichene Blitzsymbol findet sich auf einigen weit verbreiteten Spiegelreflexkameras. Dieser Modus funktioniert wie die Vollautomatik, ausser dass man selbst bestimmen kann, ob man den Blitz hochklappen will oder nicht.

B (Bulb)

Normalerweise im manuellen Modus integriert, verfügen zum Beispiel die teureren Canon-Spiegelreflexkameras über einen separaten Bulb-Modus. : Der Verschluss bleibt so lange offen, wie auf den Auslöser gedrückt wird.

C (Benutzerdefiniert)

Das C steht für englisch custom = massgeschneidert. Oft sind mehrere solche Modi mit C1, C2 etc. vorhanden. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, die komplette aktuelle Kameraeinstellung abzuspeichern und später per Moduswählrad zu aktivieren.

Motivprogramme

Die Motivprogramme sind entweder einzeln als Piktogramme sichtbar oder in einem Modus unter SCN zusammengefasst. Typisch ist zum Beispiel ein Gesicht für Portrait, eine Blume für Makro, ein Läufer für Sport oder Sterne für Nachtaufnahmen. Motivprogramme passen automatisch alle möglichen Einstellungen an eine typische Aufnahmesituation an (bei Sport wird zum Beispiel eine kurze Verschlusszeit gewählt).

Video

Der Videomodus wird meist durch ein Piktogramm dargestellt. Viele Kameras haben auch eine separate Video-Aufnahmetaste, mit der sich Videos im jeweiligen Kameramodus schiessen lassen.

Kommentare

Fotografie Fernseher Hardware Kameras Monitore Videos Software & Tools
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
«ZüriA»
Stadt Zürich lanciert eigene KI-Assistenz
Seit Kurzem steht den Mitarbeitenden der Stadt Zürich mit «ZüriA» eine KI-Assistenz zur Verfügung, die die Bearbeitung von internen, vertraulichen und streng vertraulichen Informationen ermöglicht.
2 Minuten
18. Mär 2026
Neue PCtipp Website
Seit heute Nachmittag ist die neue PCtipp Website online. Sie ist schnell, schlank und auf allen Geräten abrufbar.
2 Minuten
23. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Apple-Watch-Tipps
Alles für die Gesundheit auf der Apple Watch
Die Apple Watch ist gespickt mit Funktionen, die sich der Überwachung der Gesundheit verschreiben. Damit wird die smarte Uhr zum Schutzengel aller Altersklassen, denn sie kann gesundheitliche Probleme erkennen, bevor sie problematisch werden.
10 Minuten
16. Mär 2026
Windows-Fotos
Fotos gratis bearbeiten
Die bei Windows mitgelieferte Foto-App eignet sich nur für einfachste Aufgaben? Falsch. Microsoft hat sie um nützliche Funktionen wie OCR-Texterkennung und KI-Retuschen erweitert. Der PCtipp gibt Tipps zur optimalen Bedienung.
8 Minuten
12. Mär 2026
Schweizer Bibliotheken
So funktioniert die Bücher-Ausleih-Plattform «Swisscovery»
Mitte November hat «Swisscovery» einen neuen Bestellprozess und weitere Funktionen erhalten. PCtipp erklärt, wie die Ausleih-Plattform funktioniert.
6 Minuten
17. Nov 2022
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare