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Lesedauer 5 Min.

Filesharing-Dienste im Überblick

In unserer kurzen Übersicht zu Filesharing-Webdiensten zeigen wir, welche Dienste passwortgeschützte Download-Links und eine Gültigkeitsbeschränkung erlauben. Drei Anbieter stammen aus der Schweiz.
© Quelle: PublicDomainPictures/Pixabay

Kaum ein Internetprovider erlaubt Mailanhänge, die eine Grösse von 30 MB überschreiten. Und grosse Files erst auf einen USB-Stick oder einen DVD-Rohling zu packen und dem Empfänger per Post zuzustellen, ist nicht nur teuer, sondern auch unpraktisch, weil langsam. In diesem Artikel befassen wir uns daher mit jenen Filesharing-Diensten, über die Sie bestimmten Empfängern einzelne grosse Dateien bequem über einen Link zugänglich machen können.

PCtipp hat sich die besten und bekanntesten dieser Dienste angeschaut und auch drei kostenlose Schweizer Dienste gefunden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, doch wir möchten Ihnen damit einen Überblick geben, welche Filesharing-Dienste es gibt und was sie zu bieten haben.

Aus der Schweiz: Swiss Transfer, myCloud Transfer und Droppy.ch

Swiss Transfer

Bis zu 50 GB können Sie gratis mit Swiss Transfer teilen

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

CH-made ist beispielsweise Swiss Transfer des Webhosting-Anbieters Infomaniak. Mit diesem Dienst, der im Februar 2019 an den Start ging (PCtipp berichtete), kann man mittlerweile sogar bis zu 50 GB kostenlos verschicken. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Die Daten können Sie per E-Mail schicken oder via Link teilen. Unter den Erweiterten Einstellungen finden Sie die Gültigkeitsdauer (max. 30 Tage), das Download-Limit (max. 1000-mal) sowie die Sprachoptionen (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch). Die kostenlose Version bietet ausserdem die Möglichkeit, ein Kennwort zu setzen (ganz unten bei Erweiterte Einstellungen).

myCloud Transfer von Swisscom

Update 11.07.22:

Die Redaktion wurde darauf hingewiesen, dass myCloud Transfer von Swisscom per Oktober 2022 eingestellt wird. Auf der Webseite weist der Telko nur darauf hin, man solle myCoud für die gemeinsame Nutzung von Dateien mit Passwortschutz und Verfallsdatum verwenden. Zu Swisscom myCloud gehts hierlang.

Ab Oktober 22 ist fertig mit myCloud Transfer der Swisscom

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Swisscoms Dropbox-Konkurrent myCloud erhielt 2016 einen Filesharing-Dienst (PCtipp berichtete). myCloud Transfer ist kostenlos; lässt bis zu 5 GB grosse Dateien hochladen. Links sind bis zu 10 Tage gültig; Dateien können bis zu zehnmal heruntergeladen werden. Es ist keine Registrierung nötig, man muss auch kein Swisscom-Kunde sein (ausser man möchte dauerhaft Dateien teilen).

Wie Sie alternativ via Online-Speicherdienst Swisscom myCloud einzelne Bilder, Alben oder Ordner freigeben, haben wir hier beschrieben.

Droppy.ch

Ausserdem gibt es da noch Droppy.ch, ein auf Spenden angewiesenes Dateisharing-Portal. Sie können 10 GB Daten bzw. 50 Dateien hochladen. Diese können entweder via E-Mail verschickt oder per Link geteilt werden. Ein überschaubares Team, in der Schweiz ansässig (Gossau), kümmert sich um das Portal Droppy.ch. Die Dateien sind 5 Tage verfügbar. Der kostenlose Basic-Dienst bietet SSL-Verschlüsselung.

Wer mehr Daten als 10 GB hochladen möchte, für den gibts kostenpflichtig die +Pakete, mit denen bis zu 30 GB hochgeladen werden können. Ausserdem können Sie die Dateien mit einem Passwort schützen. Dies ist ab Fr. 9.-/Monat erhältlich. Details dazu gibts über diesen Link.

Aus Luxemburg mit Schweiz-Niederlassung: Tresorit Send

Tresorit Send

Mit Tresorit Send können Sie bis zu 5 GB kostenlos verschicken

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Update 03.08.21: Die Schweizerische Post hat diesen Sommer die Mehrheit am Luxemburger Cybersecurity-Unternehmen Tresorit übernommen (PCtipp berichtete). Tresorit bietet «eine sichere Lösung zum Verwalten, Speichern, Synchronisieren und Teilen von Dateien für Privatpersonen (Tresorit Send) und Unternehmen in der Cloud» an, schrieb die Post in einer Mitteilung. Der Hauptsitz von Tresorit befindet sich in Luxemburg – weitere Niederlassungen hat das Unternehmen hier in der Schweiz, in Deutschland und Ungarn.

Eine weitere Alternative zu WeTransfer stammt aus Luxemburg. Tresorit bietet einen ebenfalls kostenlosen Dienst namens Tresorit Send zum Teilen grosser Dateien (bis zu 5 GB) an. Laut Anbieter werden die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Klicken Sie in der linken Spalte auf das Plus-Symbol und wählen Sie die Datei(en) aus. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein. Auf Wunsch können Sie den Link per Passwort schützen. Ausserdem können Sie sich bei Öffnungsversuchen benachrichtigen lassen, Öffnungsbeschränkungen oder Zugriffsprotokolle aktivieren oder eine E-Mail-Verifizierung anfordern. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Sicheren Link erstellen.

Den Link können Sie entweder kopieren oder direkt via E-Mail verschicken. Wer im Besitz des Links ist, kann auf die Datei(en) während sieben Tagen oder maximal zehnmal darauf zugreifen.

Hinweis: 2019 handelte es sich noch um eine Beta-Version, mittlerweile ist Tresorit Send in der offiziellen Version verfügbar.

Der Klassiker: WeTransfer

Leider sind Gültigkeitsdauer des Links sowie Passwortschutz nur mit der kostenpflichtigen Pro-Version verfügbar

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Die bekannteste Variante, um online Dateien zu verschicken, ist nach wie vor WeTransfer. Grundsätzlich ist der Dienst kostenlos, WeTransfer versucht allerdings ein wenig penetrant, einen zur kostenpflichtigen Pro-Variante zu überreden.

Vergleicht man WeTransfer (die kostenlose Variante) beispielsweise mit Swiss Transfer, sieht der Onlinedienst allerdings blass aus. Während man bei WeTransfer nur 2 GB gratis verschicken kann, sind es bei SwissTransfer bis zu 50 GB! Und während man bei SwissTransfer mit der Gratis-Version ein Kennwort setzen kann, ist dies den WeTransfer-Pro-Kunden vorbehalten.

WeTransfer: Klicken Sie auf der Webseite auf Dateien hinzufügen, tippen Sie eine E-Mail-Adresse (mehrere Mailadressen gleichzeitig möglich) sowie Ihre eigene E-Mail-Adresse ein. Sie können die Dateien entweder per E-Mail verschicken oder sich einen Link anzeigen lassen.

Hinweis: Nur mit der Pro-Version (kostenpflichtig, 130 USD/Jahr/Person) kann man die Gültigkeitsdauer des Links definieren sowie ihn mit einem Passwort schützen.

Dropbox Transfer und File Dropper sowie Tipps zum Schluss

Dropbox Transfer

Mit der Gratisversion von Dropbox Transfer können Sie nur 100 MB verschicken

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Update 03.08.21:

Alternativ gibts auch Dropbox Transfer. Damit können Sie kostenlos nur bis zu 100 MB an Daten verschicken. Nur wer zahlt, kann bis zu 100 GB verschicken.

Nutzer benötigen allerdings ein Dropbox-Login. Sie werden danach gefragt, sobald Sie auf die Schaltfläche Transfer erstellen klicken.

Schutz mittels Passwort und Anpassung des Ablaufdatums ist nur mit kostenpflichtiger Pro-Version möglich. Wer möchte, kann das Design personalisieren.

Hinweis: Die 100 GB, welche auf den ersten Blick auf der Homepage zu sehen sind, gelten nur für Dropbox-Pro-Nutzer.

Wer möchte, dass Links länger als 7 Tage gültig sind und ein Passwort verwenden möchte, der braucht die kostenpflichtige Pro-Version

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

File Dropper

Ohne Schnickschnack: File Dropper

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

File Dropper funktioniert um einiges simpler als Dropbox: Sie laden Dateien hoch und verschicken einen Link. Fertig. Der Dienst ist kostenlos, man muss sich nicht registrieren. Maximal können Sie bis zu 5 GB verschicken. Die kostenlose Version bietet aber keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten.

Falls Sie das möchten: Nebst einem Link wird gleich noch der Embed-Code angezeigt, um diesen auf Ihrer Webseite einzubinden.

Die Datei lässt sich via Link teilen; alternativ finden Sie gleich einen Embed-Code

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Tipps zum Schluss

Wer noch Zip-Archive erstellt, um mehrere Bilder auf einmal verschicken zu können, findet hier eine Anleitung (Stand 2018) fürs Gratisprogramm 7-Zip. Lesen Sie ausserdem unseren Artikel mit 5 Tipps, um kostenlos Fotos mit der Familie zu teilen.

(Dieser Artikel erschien erstmals im Mai 2019 und wurde am 03.08.21 aktualisiert.)

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