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GIF, PNG, JPG: Welches Dateiformat wofür?

Bildbearbeitungsprogramme bieten verschiedene Speicherformate. Aber welcher Dateityp eignet sich wofür?
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© Quelle: PCtipp.ch

Das hängt davon ab, woher das Bild stammt, wie viel Sie daran noch bearbeiten wollen und für welchen Zweck Sie es am Ende brauchen. 

Foto oder Grafik? Auch die allermatteste Fotografie enthält mehr Farbtöne als jede Balkengrafik oder als Screenshots irgendwelcher Programmfenster. Digitale Fotos sollten Sie wenn möglich in jenem Format weiterverarbeiten, in welchem Ihre Digitalkamera sie gespeichert hat. In diesen RAW- oder JPG-Formaten stecken mehr Informationen als Sie auf den ersten Blick sehen. Spezialprogramme zur Fotobearbeitung kommen daher mit diesen gut zurecht. 

Programm-Screenshots oder Datengrafiken hingegen enthalten weit weniger Farben. Die stammen aber auch nicht aus einer Digitalkamera, sondern werden aus Programmen exportiert oder per PrintScreen vom Bildschirm geknipst.

Überarbeiten oder nicht? Sobald es nicht mehr bloss um Optimierung, sondern um Veränderung des Bildes geht, sind Sie mit den hauseigenen Formaten eines Bildbearbeitungsprogramms besser dran. Der Grund: Nur in diesen lassen sich Bearbeitungsebenen speichern. Falls Sie also z.B. Adobe PhotoShop verwenden, bearbeiten Sie die Datei so lange wie möglich im PSD-Format. Anwender von The Gimp werden die Bilder im XCF-Format überarbeiten. Erst ganz zum Schluss, wenn Sie das Bild in ein Layout oder auf eine Webseite stellen, exportieren Sie es in ein anderes Format.

Für was brauchen Sies? Im Internet gibts eigentlich derzeit nur zwei bis drei «gültige» Bildformate. PNG, JPG und GIF. Die anderen Formate brauchen Sie meist schon gar nicht erst hochzuladen versuchen. Wenn es nicht schon beim Upload scheitert, wird spätestens Ihr Browser beim Darstellungsversuch versagen. Es wäre auch schade um die Bandbreite.

Schön und gut. Aber welches Format ist jetzt für welchen Zweck? Das sind die gängigen, in alphabetischer Reihenfolge und im Schnelldurchgang:

BMP: Das sind Bitmap-Grafiken, wie Windows diese früher auch im Zeichentool Paintbrush erzeugt hat. Diesen sollten Sie heute nicht mehr begegnen. Falls doch, lassen Sie Gnade walten und wandeln die BMPs in verlustfreie TIFs um. Die werden von allen ernst zu nehmenden Bildbearbeitungsprogrammen und Betriebssystemen verstanden.

EPS: Steht für Encapsulated PostScript. Das ist weniger ein Grafik- als eine Art Druckseitenformat und ist mit PDFs verwandt. EPS können Sie bei fertig gestalteten Grafiken, wie zum Beispiel Logos verwenden, aber auch bei gelayouteten Dokumenten, um diese an Druckereien zu schicken. Die nehmen aber je nach Auftrag zum Teil lieber PDFs oder gar JPGs. 

GIF: Das war früher das wohl am häufigsten angetroffene Format im Web. Balken, Icons, Verzierungen mit wenigen Farben, solches hat man in GIF-Dateien gespeichert. Durch die geringe Farbanzahl kamen kleine Dateigrössen zustande. Auch war es lange das einzige Format, welches (auch im Internet Explorer) das Anzeigen transparenter Bildbereiche erlaubte. Heute sollte man um GIFs eher einen Bogen machen, da PNG diese fast restlos abgelöst haben. Eine einzige Ausnahme gibt es: Gegen «animierte GIFs» (kürzeste Filmchen von oft nur wenigen Bildern) ist derzeit noch kein benutzerfreundliches Kraut gewachsen. Webseiten wie 9gag.com leben quasi davon.

JPG/JPEG: Das Fotoformat schlechthin. Ist es eine Fotografie, muss es JPG sein, sonst hat es im Internet eigentlich nichts zu suchen. Nur in Ausnahmefällen kann man anstelle von JPG bei Fotos auch PNGs nehmen, etwa bei Thumbnail-Bildern. Und natürlich bei allem, wofür PNGs besser geeignet sind. Siehe: PNGs.

Aber aufgepasst: Soll ein Foto gut aussehen – sei es in Print oder im Web – sollten Sie beim Speichern nur ganz vorsichtig an der Komprimierungsschraube drehen. Vergessen Sie nicht: Nachträgliches Runterrechnen und -komprimieren geht immer – aber verlorene Bildinformationen bekommen Sie durch Raufrechnen nicht wieder zurück.

PDF: Das «Portable Document Format» taucht in dieser Aufzählung nur auf, weil EPS auch drinsteht. Eigentlich kennt man PDFs als Seitenlayout-Endformat für allerlei Druck-Erzeugnisse. E-Papers kann man teils als PDF lesen. Aber diese PDF-Dateien können auch Grafiken enthalten. Es gibt Druckereien, die ein fertiges Layout gerne als PDF entgegennehmen. Es ist explizit nicht zum Bearbeiten von Bildern gedacht – nur zur Weitergabe fertiger Layouts.

PSD: Eine PSD-Datei ist ein «Photo Shop Document». Wenn Sie ein Foto oder eine Grafik in PhotoShop bearbeiten, lassen Sie es am besten so lange wie möglich in diesem Format. Da können Sie nach Herzenslust Ebenen hinzufügen mit allerlei Bearbeitungsschritten und Elementen. Erst für die Zielverwendung exportieren Sie Ihr Werk z.B. in ein JPG, ein PNG oder TIF.

PNG: Heutzutage ist das Format «Portable Network Graphics» das Standardformat im Web. Logos, Banner, Icons, Balken und so weiter dürften heute konsequent PNGs sein. Fotos trifft man zum Teil auch als PNG an, wobei sich für jene meistens JPG besser eignet. Genau wie GIFs unterstützen auch PNGs transparente Bildbereiche. PNGs unterstützen aber mehr Farben als GIFs.

TIF/TIFF: Das «Tagged Image File Format» hat im Web hingegen wieder weniger zu suchen, jedenfalls nicht für die direkte Anzeige von Bildern. Man trifft TIFs aber sehr häufig als Download im Pressemitteilungsbereich von Produktherstellern an. Layouter mögen hochauflösende Produktbilder im TIF-Format. TIFs sind somit fast nur fürs Druckwesen interessant.

XCF: Klingt exotisch: eXperimental Computing Facility. Das ist das Hausformat des freien Bildbearbeitungsprogramms The Gimp, analog zum PSD-Format beim PhotoShop. Auch in XCF-Dateien können Sie in mehreren Ebenen Transparenzbereiche, Texte, mehrere Bildelemente und Bearbeitungsschritte stapeln. Exportieren Sie das Bild erst ins beabsichtigte Zielformat, wenn es am Bildinhalt nichts mehr zu korrigieren gibt.

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