Die MAC-Adresse ist 48 Bit lang
Eine MAC-Adresse ist exakt 48 Bit lang. Eine solch lange Folge von Nullen und Einsen ist allerdings wenig einprägsam und es dauert, ehe man diese eingegeben hat. Deshalb gibt es eine alternative Darstellungsform, die mittlerweile verbreitet ist.
Dazu werden die 48 Bit in sechs Blöcke zu jeweils 8 Bit getrennt und dann hexadezimal wiedergegeben. Zwischen jedem Block steht ein Bindestrich beziehungsweise ein Doppelpunkt, etwa D4:3D:7E:38:3B:33.
MAC-Adressen werden knapp
Bei den ersten drei Blöcken der MAC-Adresse handelt sich immer um die Herstellerkennung. Deshalb lässt sich anhand der MAC-Adresse eines Netzwerkadapters auch der Hersteller genau bestimmen. Die letzten drei Blöcke darf der Hersteller dann frei variieren. Hat ein Hersteller zum Beispiel die Kennung D4:3D:7E, dann kann er alle möglichen Kombinationen zwischen D4:3D:7E:00:00:00 und D4:3D:7E:FF:FF:FF vergeben.
Jeder Hersteller hat somit 2 hoch 24 oder umgerechnet 16'777'216 Adressen zur Verfügung, die er seinen Netzwerkkarten, WLAN-Sticks oder Smartphones zuweisen darf. Einige Hersteller vergeben allerdings pro Monat bereits über 30 Millionen MAC-Adressen an ihre Geräte. Diese Hersteller greifen auf mehrere Herstellerkennungen zurück.
Genau wie IPv4-Adressen sind MAC-Adressen endlich. Nach Expertenmeinung werden etwa im Jahr 2040 alle der rund 281 Billionen möglichen MAC-Adressen vergeben sein. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht.
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Die MAC-Adresse ist für DHCP wichtig
Die MAC-Adresse wird viel häufiger benötigt, als es den Anschein haben mag. Denn in jedem einzelnen verschickten Datenpaket stehen die MAC-Adressen des Quell- und des Zielrechners. Ohne diese Information würde kein Datenpaket am Ziel ankommen. Die MAC-Adresse ist also grundsätzlich für die Kommunikation im Netzwerk notwendig.
Aber auch in anderen Fällen wird die MAC-Adresse unbedingt benötigt, etwa wenn sich Ihr Rechner oder Smartphone automatisch eine IP-Adresse per DHCP besorgt. DHCP steht für Dynamic Host Configuration Protocol. Das bezeichnet einen Dienst, der Netzwerkgeräten automatisch eine IP-Adresse samt Netzwerkkonfiguration mitteilen kann. Diese Aufgabe übernimmt häufig der LAN- bzw. WLAN-Router.
Holt sich ein netzwerkfähiges Gerät eine IP-Adresse per DHCP, dann verschickt es zunächst eine Nachricht mit seiner eigenen MAC-Adresse an alle Geräte im lokalen Netzwerk. Die MAC-Adresse, unter der alle Netzwerkgeräte erreichbar sind, lautet FF:FF:FF:FF:FF:FF. Eine solche Nachricht, die an alle verfügbaren Empfänger geht, wird Broadcast genannt. Als vorläufige eigene IP-Adresse verwendet das Gerät die 0.0.0.0, als Zieladresse 255.255.255.255.
DHCP-Server – in der Regel Ihr WLAN-Router – reagieren auf solche Anfragen, wählen eine IP-Adresse aus und schicken diese mit der übrigen IP-Konfiguration an das anfragende Gerät. Der richtige Empfänger der Informationen wird anhand der individuellen MAC-Adresse identifiziert.
Ein Switch ist besser als ein Hub
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