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Lesedauer 2 Min.

NoFusion übetrifft den Meister

Während die breite Masse mit den Resultaten von Apples Kamera-App mehr als zufrieden ist, werden auch immer wieder Kritikpunkte laut, die sich fast immer um zwei Themen drehen: um die übertriebene Schärfung und um die aggressive HDR-Aufbereitung.
© PCtipp

Der HDR-Algorithmus hebt die Schatten in vielen Fällen so stark an, dass die Kontraste zu flach wirken. Doch ein Foto ohne Kontraste versinkt gerne in der Belanglosigkeit.

Die Kamera-App NoFusion geht die Problemzonen erfolgreich an. Wie der Name der App vermuten lässt, stützt sie sich nicht auf Apples «Fusion»-Bildverarbeitung. Stattdessen verwendet sie eine eigene RAW-Pipeline. Die Fotografie steht dabei im Mittelpunkt, Videos lassen sich damit keine drehen. Dafür bietet sie 48-Mpx-Aufnahmen, Film-Simulationen (LUTs) und gediegene Effekte aus der Analogfotografie. Selbst Live-Fotos sind möglich, in allen Formaten und Auflösungen.

Alle Bedienelemente sind intuitiv, ­modern und stilsicher angeordnet

© PCtipp
Das HEIF+-Format

Mit dem eigenen HEIF+-Format schliesst NoFusion die Lücke zwischen den riesigen RAW-Dateien und den oft zu stark bearbeiteten HEIF-Dateien des iPhones. Fotos werden mit 10 Bit statt nur mit 8 Bit Farbtiefe gespeichert, was deutlich mehr Nuancen in den Aufnahmen erlaubt. Trotzdem wiegt ein HEIF+-Bild nur etwa 2 bis 5 MB. Die Tiefendaten für den Porträt-Effekt werden so gespeichert, dass sich die künstliche Unschärfe in Apples Fotos-App nachjustieren lässt, bis hin zur beliebten Studiobeleuchtung.

Das Design kann zwischen drei Varianten gewechselt werden

© PCtipp
Farben wie früher

Bei der Bildwirkung stützt sich NoFusion auf die Simulation bekannter Analogfilme oder -kameras. Sie sind zwar optional, doch wenn sie verwendet werden, brennt sich der Effekt unwiderruflich in die Bilddatei ein.

Die Grundlage bilden 20 anpassbare Farb- und Schwarz-Weiss-Simulationen. Wenn das nicht reicht, lassen sich Farbrezepte als LUT (Look Up Table) importieren. LUTs gibt es im Internet zu Tausenden und viele davon sind kostenlos. Einen Vorgeschmack liefert zum Beispiel die Website freshluts.com, die einzig eine kostenlose Registrierung voraussetzt.

Ohne Lernkurve geht es nicht

Der Umgang mit NoFusion wirkt so professionell, wie man es von einer Kamera-App erwarten kann. Die Bedienung während des Shootings ist ein Klacks. Doch zuvor müssen Zusammenhänge verstanden und Entscheidungen getroffen werden, damit die Resultate befriedigen. Und damit unterscheidet sich NoFusion nicht allzu sehr von einer klassischen Kamera, die sich erst nach dem Studium des Handbuches ganz erschliesst.

Info: Download unter go.pctipp.ch/3525, kostenlos für 7 Tage, danach 10 Franken jährlich oder 30 Franken einmalig, Englisch.

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