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Lesedauer 3 Min.

Obsoleszenz «light» bei aktuellen Tintenstrahldruckern

Stopp ohne Gnade: Reklamiert der Tintenstrahldrucker, dass sein Tintenkissen voll ist, stellt er seinen Dienst ein – ohne Wenn und Aber. PCtipp findet das nicht lustig und alles andere als nachhaltig.
© (Quelle: PCtipp.ch)

Was ist die Gemeinsamkeit von aktuellen Tintendruckern der Firmen Brother, Canon, Epson und HP? Sie verwenden Tintenkissen, die während des Drucks zurückgelassene Tinte aufsaugen und so eine Sauerei im Gerät verhindern. Die Krux: Sind diese Kissen (siehe Bild) vollgesaugt, sollten sie ersetzt oder gereinigt werden. Der Drucker «schaut» aber nicht wirklich, ob die Kissen voll sind. Vielmehr nutzt er den Ink Waste Counter (= Müllzähler). Dieser steckt in jedem Drucker und macht nichts anderes, als jede gedruckte Seite zu zählen. Ist er bei 100 Prozent angelangt, stoppt das Gerät den Dienst, obwohl es weiter drucken könnte.

Dann erscheint zum Beispiel bei Epsons Workforce- und Eco­tank-Modellen die Meldung: «Die Tintenkissen im Drucker sind verbraucht. Bitte den Epson-Support verständigen». 

Resttinte aufsaugen: Die «Auffangwanne» kommt mit kleinen Filz-Schwämmen

© Quelle: PCtipp.ch

Entweder man schickt man nun das Gerät zum jeweiligen Hersteller und lässt es kostspielig reparieren. Oder man legt Hand an: Im Fall der genannten Epson-Drucker sollte man im ersten Schritt das Tintenkissen austauschen (gibt es bei Händlern wie brack.ch) oder man reinigt den Filz in der Waschmaschine oder im Reinigungsbad. Denn irgendwann wäre es ganz voll. Danach muss man in Schritt zwei den Zähler mit einer (je nach Gerät kostenpflichtigen) Methode wie dem WIC Reset Utility (wic.support/download) zurücksetzen.

PCtipp meint

Ärgerlich und nicht nachhaltig: Natürlich kann man argumentieren, dass ein Drucker, der 6 Jahre im Einsatz war, auch irgendwann einmal ausgetauscht werden sollte. Und selbstverständlich wird auch die Mechanik des Tintenstrahldruckers in dieser Zeit «leiden», und mitunter zu streiken beginnen. Warum aber nicht Lösungen und Hilfestellungen anbieten, etwa den Selbstaustausch des Kissens mit anschliessendem Zurücksetzen des Zählers. Es wäre ein Klacks für Druckerhersteller, dies in ihren Modellen anwenderfreundlich zu integrieren. Stattdessen wirft diese geplante Obsoleszenz ein schlechtes Licht auf Druckerhersteller. Sie ist unterm Strich unbefriedigend und obendrein in der heutigen Zeit als Wegwerf-Lösung nicht nachvollziehbar.

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