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Power für unterwegs

Ohne Smartphone geht auf Reisen nicht mehr viel. Entsprechend unangenehm ist ein leerer Akku. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Kauf einer Powerbank beachten sollten und welche Regeln für den Transport gelten.
© (Quelle: Shutterstock/Skrypnykov Dmytro)

Ohne die digitalen Helfer war das Reisen noch richtig mühsam. Flugtickets, Kartenmaterial, Zahlungsmittel, alles brauchte seinen eigenen Platz. Aber: Nichts davon brauchte Strom, das Smartphone hingegen schon. Damit man auf längeren Reisen nicht plötzlich ohne Saft dasteht, kann sich eine Powerbank lohnen. Allerdings ist der Einstieg in die Welt der Powerbanks gar nicht so einfach. Da gibt es diverse Zahlen und Werte und dazu noch Flugbestimmungen, die man kennen sollte. Glücklicherweise ist es nicht ganz so kompliziert, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Kennzahlen

Bild 1: Moderne Powerbanks haben häufig informative LCDs

© Quelle: PCtipp.ch

Die wichtigste Kennzahl bei Powerbanks ist das Speicherreservoir, also wie viel Saft in der Powerbank drin ist. Der Wert wird üblicherweise in Milli-Amperestunden (mAh) angegeben und hängt stark von der physischen Grösse der Powerbank ab, Bild 1. Besonders kompakte Modelle haben häufig um die 5000 mAh – etwa die magnetischen Powerbanks, die sich direkt an einem Smartphone anbringen lassen. Die grösste Kategorie sind die etwas weniger kompakten, aber immer noch gut tragbaren Powerbanks, die zum Beispiel in eine Jackentasche passen. Hier sind um die 8000 bis 30 000 mAh üblich, Bild 2.

Grössere Powerbanks existieren ebenfalls, sind aber im Mainstream eher selten. Um unterwegs sein Smartphone bei Laune zu halten, braucht es auch nicht so viel. Denn: Die meisten modernen Smartphones haben eine Kapazität von etwa 3000 bis 5000 mAh. Mit einer 5000-mAh-Powerbank verdoppelt man die Laufzeit seines Handys, bei 10­ 000 mAh sind es sogar schon mehr als zwei zusätzliche Volladungen. Tablets und Laptops mit ARM-Chips tanken zwischen 4000 und 8000 mAh und können ebenfalls von einer Powerbank profitieren. Allerdings ist es da wahrscheinlicher, dass der Stromverbrauch schneller ist als die Ladegeschwindigkeit.

Bild 2: Bei einigen Powerbanks sind die wichtigsten Kennzahlen aufgedruckt

© Quelle: PCtipp.ch

Bei Intel-Notebooks wird es nochmals schwieriger mit einer Powerbank. Hier liegt der aktive Verbrauch rasant über der Ausgabeleistung der Powerbank.

Die zweite wichtige Kennzahl ist die Wattstunde (Wh). Dabei geht es darum, wie viel Strom die Powerbank abgeben kann. Eine Powerbank mit 100 Wh gibt in einer Stunde 100 Watt ab. Dieser Wert ist vor allem für Reisen relevant (mehr dazu gleich), allerdings auch beim Laden von anspruchsvolleren Geräten. Für Smartphones ist die Wattstunde nicht so wichtig, da diese Geräte eher wenig Strom verbrauchen und so die Powerbanks kaum an ihre Grenzen bringen.

Zum Laden eines Laptops sollten Sie jedoch wissen, wie viel das Gerät verbraucht und was die Powerbank liefern kann. Wie viel die Powerbank abgibt, erkennen Sie an der Watt-Zahl (W). Gleichen Sie diese mit dem Stromhunger Ihrer Geräte ab. Bedenken Sie dabei auch, dass die maximale Stromaufnahme nur unter Volllast erreicht wird.

Powerbanks unterwegs

Beim Reisen mit einer Powerbank sollten Sie mehrere Dinge beachten. Da wären zunächst einige praktische Dinge wie:

  • Wie viel Power benötigen meine Geräte?
  • Wie oft kann ich die Powerbank laden?
  • Wie lange dauert das Laden mittels Powerbank (Output) und das Laden der Powerbank selbst (Input)?

Dazu kommen zwei rechtliche Fragen. Einerseits können Länder die Einfuhr von Powerbanks einschränken. Das kommt eher selten vor, sollte aber vorgängig abgeklärt werden. Und: Bei Flugreisen gibt es relativ strikte Vorgaben für den Transport von Powerbanks. Das liegt vor allem an der Sicherheit, Bild 3.

Bild 3: Solche kleinen Magnet-Powerbanks sind für Flugreisen kein Problem

© Quelle: PCtipp.ch

Lithium-Ionen-Akkus haben die schlechte Angewohnheit, bei Schäden Feuer zu fangen. Man erinnere sich an die Videos von rauchenden Samsung-Smartphones vor einigen Jahren. Entsprechend ist die Mitfuhr von solchen Batterien im Flugzeug eingeschränkt. Die International Air Travel Association (IATA) schlägt aktuell vor, Akkus und somit Powerbanks mit bis zu 100 Wh im Handgepäck zu erlauben. Batterien mit 101 bis 160 Wh können mit einer Sondergenehmigung der Airline mitgeführt werden. Dann allerdings auch limitiert auf zwei Stück. Grössere Batterien müssen per Fracht verschickt werden. Im eingecheckten Gepäck sind Lithium-Ionen-Akkus nicht erlaubt. Denn: Fängt ein Akku im Handgepäck Feuer, kann das Kabinenpersonal relativ schnell reagieren. Läge der Akku im Gepäckraum, ist das nicht möglich.

Wichtig: Die Angaben der IATA werden zwar vielerorts verwendet, sind aber nicht bindend. Airlines und auch nationale Behörden können grundsätzlich eigene Vorgaben erlassen. Prüfen Sie daher unbedingt, welche Bestimmungen für Ihren Flug gelten.

Anschlüsse

Natürlich soll die ganze Power auch irgendwo hin. Dabei gibt es bei Powerbanks das übliche Chaos der USB-Stromversorgung der vergangenen Jahre. Neuere Modelle arbeiten primär mit USB-C-Anschlüssen, allerdings sind auch USB-A-Stecker noch häufig vorhanden.

Wichtig zu beachten: Powerbanks haben meistens mehrere Outputs, aus denen der Strom herausfliesst, allerdings auch einen oder mehrere Input(s), über den die Powerbank aufgeladen wird. Achten Sie beim Kauf darauf, welche Anschlüsse wofür verwendet werden. Oft kommen kombinierte Anschlüsse zum Einsatz, besonders bei USB-C. Manchmal sind die Anschlüsse aber auch einseitig und klar definiert. USB-Micro-B ist beispielsweise immer ein Input, USB-A fast ausschliesslich ein Output.

Bid 4: Spezialisierte Powerbanks sind angenehm zu bedienen, aber weniger flexibel

© Quelle: PCtipp.ch

Gewisse Modelle verwenden fest montierte In- oder Outputs. Das ermöglicht attraktive Bauformen, allerdings auf Kosten der Flexibilität, Bild 4. Gleiches gilt für magnetische Powerbanks, die oftmals Qi-Standards für kabelloses Laden anbieten. Das ist für einen spezifischen Anwendungszweck (etwa das Laden des passenden Smartphones) praktisch, kann aber weniger flexibel eingesetzt werden als eine Standard-Powerbank.

Generelle Tipps

  • Laden Sie Ihre Powerbank zu Hause komplett auf.
  • Vergessen Sie nicht alle nötigen Ladekabel; sowohl für Ihre Geräte als auch für die Powerbank selbst.
  • Bedenken Sie jeweils, dass das Aufladen der Powerbank lange dauern kann.
  • Vergessen Sie elektrische Geräte wie E-Bikes oder Scooter nicht und treffen Sie dafür Vorbereitungen.
  • Bei Akkus lohnt es sich nicht zu sparen. Mangelhafte Billigprodukte sind für die meisten Akkubrände verantwortlich und können Ihre Geräte beschädigen.

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