Reingungsroboter
Putzen lassen - PCtipp hat fünf Putzroboter getestet
Sobald der Putzroboter in Betrieb ist, soll er vor allem eines erledigen: die ordentliche Reinigung der Wohnung oder des ganzen Hauses. Die praktische Umsetzung variiert allerdings und ist gerade wegen des individuellen Wohnungszuschnittes nicht immer unproblematisch. Der Saubermann muss an scharfen Treppenkanten «schwindelfrei» sein, in entfernteste Ecken vorstossen und einen möglichst langen Atem haben, um auch grössere Wohnbereiche ohne mehrfaches Stromtanken komplett zu reinigen.
Die besseren Modelle können nicht nur saugen, sondern auch wischen, womit diese auch einen nassen Aufwisch des Parkettbodens zufriedenstellend erledigen.
Solche 2-in-1-Modelle haben wir für diese Kaufberatung getestet. Sie finden alle Details zu den Testkandidaten in der Tabelle auf der letzten Seite. Den Testsieger und Preistipp besprechen wir in separaten Boxen in Teil 3 und Teil 4.
In dieser Kaufberatung beantworten wir zudem die wichtigsten Fragen rund um den Einsatz von Reinigungsrobotern.
Tipp: Eine Alternative zu den vorgestellten Robotern ist der 899 Franken teure Dyson V15 Detect Submarine (erhältlich zum Beispiel bei digitec.ch) – ein Nass-Trocken-Staubsauger, der sich per Hand bedienen lässt.
Die getesteten Putzroboter
- Dreame L10 Ultra
- Grundig VCR 6970
- iRobot Roomba Combo i8+
- Medion X20 SW+
- Roborock S8 Pro Ultra
Weshalb sollte ich überhaupt einen Putzroboter zulegen?
Roboterstaubsauger können den Alltag spürbar erleichtern. Sie heben die Füsse hoch, während die Putzhilfe Ihre Wohnung saugt. Gerade wenn es darum geht, die Ecken des Hauses zu reinigen oder in nur schwer nur zu erreichenden Winkel zu gelangen, können die neuen Modelle überzeugen.Zudem kommt für eine besonders gründliche Reinigung nach dem Saugen noch die Nass-Wischfunktion zum Einsatz. Dabei wird zuerst der Boden feucht benetzt, um ihn gleich trocken aufzuwischen.
Die vollautomatischen Putzteufel lernen ausserdem ständig dazu, um das Reinigen qualitativ und zeitlich zu optimieren.
Unterm Strich erspart der Robot Ihnen wertvolle Zeit, die anderweitig verwendet werden kann. Womöglich bleibt auch mehr Geld am Monatsende übrig, sofern man bisher auf die Dienste einer Raumpflegekraft zurückgegriffen hat: Den Putzroboter müssen Sie nur einmal bezahlen.
Wie reinigt der Putzroboter?
Typischerweise scannen und vermesst die Roboter auf ihrer allerersten Reinigungsfahrt das Zimmer; entweder mit einer Kamera oder punktgenau per Laser. Danach werden daraus Zonen respektive Landkarten erstellt, um stationären Hindernissen wie einem Schrank, Sofa, Sessel etc. auszuweichen und den Raum auf dem optimalen Weg zu reinigen.
Höher gelegene Türschwellen oder auch Flächen unter Schränken werden nicht umfahren, sondern überwunden respektive durchfahren und gereinigt.
Und ganz wichtig: Mit jedem neu eingespielten Software-Update gibt es meistens Verbesserungen. Dazu können Sicherheitsprotokolle zählen oder auch die Navigation auf besonderen oder in engen Bereichen. Zudem merzen die Hersteller mit neuer Betriebs-Software kleinere Fehler aus.
Welche standardisierten Typen und Formen gibt es?
Unterteilen lassen sich die Geräte in reine Trockensaugroboter und Modelle mit Wassertank. Die 2-in-1-Kombinationen haben neben ihrer klassischen Trockensauger- auch eine Nass-Wischfunktion. Und genau solche Doppel-Modelle haben wir in der Tabelle auf der letzten Seite getestet.Des Weiteren gibt es Saugroboter, die zusätzlich über eine Entleer-Station (siehe nächster Punkt) verfügen.
Zur Form: Die Geräte haben entweder eine tellerrunde, flache Bauform oder eine «D»-Form. Bei Zweiterer hat der Staubsauger eine Bürste direkt an der Kante statt zwischen den Rädern wie bei runden Robotern. Dadurch haben sie gewisse Vorteile, um mit ihrer Bürste in die Ecken respektive in Wandkanten vorzudringen.
Testsieger: Roborock S8 Pro Ultra
PCtipp.chTESTSIEGER: Roborock S8 Pro Ultra
Worauf sollten Anwender beim Kauf achten?
Hersteller rüsten die fahrenden Saubermacher mit einer Vielzahl an interessanten und raffinierten Funktionen aus: Aktuelle Modelle sollten unbedingt eine Mindeststeighöhe (wichtig bei Türschwellen) von 2 Zentimetern meistern. Diese müssen sie überwinden, sonst ist der Reinigungsvorgang schneller zu Ende wie das sprichwörtliche «Amen in der Kirche». Meist sind die Modelle dazu mit grossen Rädern ausgestattet, mit deren Hilfe die Roboter über Erhebungen fahren können. Zudem sind die Putzhelfer teilweise so flach gebaut, dass sie selbst unter Schränken fahren und reinigen können.
Sehr gut: Dreame L10 Ultra
Quelle: PCtipp.chIst die Arbeit getan oder geht der Putzhilfe der Strom aus, fährt der Sauger brav an die Ladestation zurück, klinkt sich in die Basis ein, um sich aufzuladen und/oder zu entleeren. Wichtig deshalb: Achten Sie auf eine möglichst grosse Akkukapazität. Sehr gute Modelle bieten Laufzeiten von bis zu 5 Stunden. Diese reduziert sich natürlich, wenn der Sauger viel stoppen und wieder anfahren muss – analog zum Spritverbrauch beim Auto im Stadtverkehr. Je nach Reinigungsprogramm-Qualität (mehr dazu später) schmilzt die Zeit allerdings dahin – im Vergleich zur Herstellerangabe auf etwa 50 bis 70 Prozent des angegebenen Höchstwerts.
Das Entleeren des Drecks sollte schnell und sauber vonstattengehen. Auch hier gilt es, sich zu informieren, damit man den Dreck am Schluss nicht selbst wegkehren muss. Und: Das Entleeren des Dreckbehälters geschieht mit Druck, weshalb dies in der Praxis immer von Lärm begleitet wird.
Wie verlaufen die Inbetriebnahme und Bedienung?
Die Inbetriebnahme läuft immer nach ähnlichem Prinzip ab. Zuerst wird der Staubsauger komplett zusammengesetzt, was auch die Wasserbetankung entsprechender Modelle einschliesst. Im zweiten Schritt wird die App auf das Smartphone geladen. Anschliessend lässt sich der Staubsaugroboter mithilfe des Smartphones synchronisieren.Wichtig: Ist die erste Kontaktaufnahme erfolgreich, meldet sich die App mit einem Software-Update für den Roboter. Dieses sollte man auf jeden Fall ausführen, um sicher zu sein, dass es beim Saugen oder Wischen keine Probleme gibt.
Zwar lassen sich die Staubsauger auch rudimentär über Tasten direkt am Gerät steuern, deutlich praktischer ist es aber, auf die entsprechende App des Herstellers zurückzugreifen. Denn über diese lässt sich nahezu alles einstellen und regeln. Dazu gehören nach der ersten Fahrt die einzelnen Zonen, um etwa Hindernisse, mit denen der Roboter Probleme hat (Teppiche, höhere Türschwellen oder auch wertvolle Gegenstände wie alte Kommoden etc.), automatisch in sicherem Abstand zu umfahren. Des Weiteren verfügen die Apps über Statusanzeigen, wenn eine Wartung nötig wird, um die Filter, Bürsten und Sensoren zu reinigen oder auch Tanks neu aufzufüllen.
Preistipp: Medion X20 SW+
PCtipp.chPREISTIPP: Medion X20 SW+
Welche Reinigungsqualität kann man erwarten?
Das hängt schlicht und einfach von der Qualität des Roboters ab. Hier gilt: Informieren Sie sich vor dem Kauf. Lassen Sie sich beraten und wenn möglich Ihren Wunschsaugroboter live vorführen. Natürlich helfen auch die Spezifikationen weiter sowie unsere Wertungen in der Tabelle auf der nächsten Seite.
Laminat, Parkett, Hart- oder Steinböden machen heutigen Putzrobotern kaum mehr Probleme. Wichtig sind allerdings Hinweise des Herstellers auf Besonderheiten: Kommt der Putzteufel auch mit hohen Teppichen zurecht oder bei solchen, die an ihren beiden Enden feine Fäden aufwiesen? Dort bleiben «günstigere» Putzmodelle ab und an hängen. Auch kleine Bettvorleger machen diesen eventuell Probleme.
Im Falle einer Nassreinigung ist es wichtig, über welche Wasserkapazität der Wassertank verfügt respektive wie viel Quadratmeter der Wassertank abdeckt. Fällt er zu klein aus, muss man öfters nachfüllen. Die gute Nachricht für Haustierfreunde und Allergiker: Saugroboter sind mittlerweile für beide Kategorien zu gebrauchen. Dank des mitgelieferten Putzwerkzeugs lassen sich die Putzteufel auch von filzigen Tierhaaren reinigen.
Sehr gut: Grundig VCR 6970
Quelle: PCtipp.ch
Sehr gut: iRobot Roomba Combo i8+
Quelle: PCtipp.chWie hoch sind die Preise?
Die Preise aktueller und guter Modelle beginnen zwischen 300 und 400 Franken. Sie gehen bis über 1600 Franken. Abhängig ist der Preis nebst der Qualität auch von den Funktionen.
Preistreiber sind beispielsweise eine zusätzliche Auflade- respektive Absaugstation mit Frisch-/Schmutzwasserbehälter (eventuell mit automatischem Austausch) oder eine Nass-Wischfunktion. Auch eine ausgeklügelte Hinderniserkennung via Kamerasystem oder Lasertechnologie können den Saugroboter verteuern. In der Tabelle unten finden Sie unsere Auswahl an aktuellen Modellen. Wir haben fünf Putzroboter mit Saug- und Nass-Wischfunktion ausgiebig getestet und bewertet.
Fazit und Testübersicht
Fazit: grosse Auswahl, faire Preise
Putzroboter gibt es für nahezu jedes Anwendungsszenario und in unterschiedlichen Preisklassen. Schon ab 300 Franken erhalten Sie eine vollautomatische Reinigungskraft, die neben Schmutz auch Staubfussel oder Tierhaare entfernt – inklusive Nass-Wischfunktion und automatischer Entleerstation.
Die Putzteufel sind dank einfacher Programmierung autonom unterwegs, reinigen auf App-Befehl nach festgelegten Zeitplänen, und zwar rund um die Uhr. Der grosse Vorteil: Sie putzen auch dann, wenn keiner daheim ist, und sie niemanden stören. Selbst Hindernisse wie Türschwellen sind mittlerweile kein Problem mehr.
Was aktuelle Geräte sonst noch alles drauf haben, erfahren Sie in dieser Kaufberatung und der Übersichtstabelle.
Testsicherübersicht: Reinigungsroboter ab 329 Franken
Quelle: PCtipp.ch
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