Tipps & Tricks
Wie erstelle ich eine Backup-Batch-Datei?
Der DOS-Befehl «xcopy» kopiert ganze Ordner und kommt für genau diese Aufgabe wie gerufen. Erstellen Sie zum Beispiel mit dem Notepad-Editor eine neue Datei namens backup.bat.
Wir gehen in diesem Beispiel von folgenden Bedingungen aus: Sie wollen Ihren «Eigene Dateien»-Ordner auf Ihre Backup-Festplatte (F:) kopieren und dabei auch noch den Ordner mit den MP3-Dateien mitnehmen, der auf Laufwerk D: liegt. Dann wären dies die passenden Befehlszeilen für Ihre Batch-Datei:
Information
Wichtig! Wir übernehmen keinerlei Verantwortung, wenn Sie durch Anwendung dieser Batchdatei Daten verlieren. So müssen Sie selber dafür sorgen, dass die Pfad-Angaben (Ordner- und Laufwerksnamen) stimmen bzw. müssen diese gegebenenfalls anpassen. Wenn Sie z.B. auf Laufwerk F: einen Ordner namens «Daten»haben, prüfen Sie, ob dieser wirklich erst umbenannt und dann gelöscht werden darf!
Hier Zeile für Zeile die Erklärung für den kryptischen Zeichensalat da oben:
Zeile 1: Die erste Zeile bewirkt, dass beim Starten der Batchdatei zuerst die Meldung «Btte alle Programme schliessen!» erscheint. Sie wollen ja keine Backups von geöffneten bzw. unvollständigen Dateien erstellen.
Zeile 2: Der Ping-Befehl in der zweiten Zeile ist ein Notbehelf, der eine Pause von ca. fünf Sekunden erzwingt. Die gibt Ihnen Zeit, Programme zu schliessen oder das Batch-File per Tastenkombination Ctrl+C abzubrechen.
Zeilen 3 und 4: Diese Befehle löschen auf dem Laufwerk F: ohne weitere Nachfrage sofort die vorletzten (!) Sicherungsordner.
Zeilen 5 und 6: Worauf dann diese beiden Befehle die Ordner der letzten (!) Datensicherung umbenennen (von «Daten» auf «ALT_Daten» sowie von «MP3» auf «ALT_MP3»). So haben Sie mindestens noch Zugriff auf zwei verschiedene Datenbestände.
Zeilen 7 und 8: Die beiden mit «xcopy» beginnenden Zeilen kopieren die gewünschten Ordner in einen Sicherungsordner auf dem Laufwerk F:. Die dahinter stehenden Schalter bewirken, dass alle Unterordner (/E) sowie System- und versteckte Dateien mitkopiert (/H) und die geschriebenen Dateien geprüft (/V) werden. Dank des Schalters /F zeigt die Batchdatei während des Kopiervorgangs auch an, welche Datei gerade kopiert wird.
Zudem: In Zeile Nr. 7 sehen Sie in der Angabe des Quellordners eine so genannte Variable, nämlich «%homepath%». Diese wird von Windows XP automatisch mit «\Dokumente und Einstellungen\IhrBenutzername\» gleichgesetzt. Zudem ist die Angabe des zu kopierenden Ordners (Eigene Dateien) in der Zeile 7 in Anführungs- und Schlusszeichen gesetzt, weil die Ordnerangabe ein Leerzeichen enthält.
Wenn alles passt, können Sie in Zukunft die Batch-Datei ausführen, um die dort eingetragenen Ordner automatisch auf F: zu kopieren. Falls Sie lieber mit dem Windows-Taskplaner arbeiten, können Sie die Batch-Datei von diesem auch zu einer beliebigen Zeit regelmässig und automatisch starten lassen.
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