Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 5 Min.

Windows 10: Apps und Programme deinstallieren

Sei es Bloatware, seien es sonstige Apps oder Programme – mit diesen Tipps bekommen Sie (fast) alles deinstalliert.

Klarer Fall: IrfanView z.B. ist eine klassische Anwendung; sie hat einen Eigenschaften-Befehl und liegt in einem der «Program Files»-Ordner

© Quelle: PCtipp.ch

In Windows 7 gab es fast nichts, das sich einer Deinstallation widersetzte, mal von den Windows-eigenen Systemkomponenten abgesehen. Unter Windows 10 ist das Deinstallieren von Apps und Programmen zum Teil schon etwas schwierigier.

Apps oder Programme? Die klassischen Anwendungen bzw. Programme, die auch unter Windows 7 funktionieren, lassen sich auch in Windows 10 noch auf gewohnte Weise deinstallieren. Sie können selbst entscheiden, ob Sie das über die Systemsteuerung erledigen wollen oder über die Windows-10-App-Verwaltung. 

Apps hingegen sind jene Anwendungen, die im neueren Kacheldesign daherkommen und die Sie aus dem Microsoft-Store installieren. Die finden Sie nicht in der Systemsteuerung, sondern in der App-Verwaltung in den Windows-Einstellungen. Beide Arten von Software bekommen Sie aber auch (weitgehend) via Startmenü deinstalliert.

Wie sehen Sie den Unterschied? Klassische Programme legen ihre Programmdateien normalerweise auf dem Laufwerk C:\ in einem Unterordner von «C:\Programme\» bzw. «C:\Program Files\» oder «C:\Programme (x86)» bzw. «C:\Program Files (x86)» ab. Klicken Sie zum Beispiel in der Taskleiste mit rechts auf eine Programmverknüpfung, öffnet sich ein Kontextmenü. Hier ist etwa der zweitunterste Eintrag nochmals die Programmverknüpfung (hier: IrfanView 64 4.51). Klicken Sie auf diese nochmals mit der rechten Maustaste. Ist ein Befehl Eigenschaften zu sehen? Dann könnten Sie damit die Verknüpfungseigenschaften öffnen, die im Reiter Verknüpfung zeigen, dass die Programmdatei irgendwo innerhalb eines der erwähnten Programme-Ordner liegt.

Klarer Fall: IrfanView z.B. ist eine klassische Anwendung; sie hat einen Eigenschaften-Befehl und liegt in einem der «Program Files»-Ordner

© Quelle: PCtipp.ch

Keine klassische Anwendung, sondern eine Windows-10-App. Beim Rechtsklick auf den Eintrag Edge im Kontextmenü zeigt nur «Öffnen», aber nicht «Eigenschaften»

© Quelle: PCtipp.ch

Bei einer Modern-UI- bzw. Kachel-App wie dem neuen Webbrowser Edge fehlt der Eigenschaften-Befehl, wenn Sie die Verknüpfung mit rechts anklicken.

Deinstallieren aus dem Startmenü: Wenn Sie im Startmenü eine klassische oder Windows-10-App entdecken, die Sie nicht brauchen, klicken Sie mit rechts darauf. Im Kontextmenü oder im Untermenü Mehr finden Sie einen Befehl Deinstallieren. Benutzen Sie diesen und folgen Sie allfälligen Anweisungen, dann wird die Anwendung oder App entfernt.

Direkt aus dem Startmenü deinstallieren

© Quelle: PCtipp.ch

Deinstallieren via Systemsteuerung: Klicken Sie auf Start, tippen Sie Systemst ein und öffnen Sie die Systemsteuerung. Gehen Sie zu Programme deinstallieren. Klicken Sie die loszuwerdende Anwendung an und benutzen Sie oben im Balken den Befehl Deinstallieren. Auch hier startet meist ein Deinstallationsassistent, der durch den Vorgang führt.

Deinstallieren aus der Systemsteuerung heraus

© Quelle: PCtipp.ch

Oder via Einstellungen-App: Bei klassischen Anwendungen oder Apps lässt sich die Deinstallation auch über die Windows-10-Einstellungen anstossen. Klicken Sie auf Start und darin aufs Zahnrad-Icon für Einstellungen. Ein Klick auf die App und auf die Schaltfläche Deinstallieren.

Die Deinstallation aus der App-Verwaltung anstossen

© Quelle: PCtipp.ch

Wenn es nicht klappt

Nicht immer lässt sich eine App oder Anwendung deinstallieren. Das kommt natürlich vor, wenn Ihr Benutzerkonto zu wenige Rechte hat, kann aufgrund eines Fehlers passieren oder ist Alltag bei gewissen vorinstallierten Apps.

Ist es eine klassische Anwendung (Unterscheidungshilfe siehe oben), die Sie nicht deinstallieren können? Wenn sie in der Systemsteuerung auftaucht, sollte sie sich auch deinstallieren lassen. Bricht die Deinstallation ab oder gibt es Probleme, beim Versuch, die Anwendung neu zu installieren, hilft wahrscheinlich dieser PCtipp-Artikel: «Weder vor noch zurück: Programm-Installation streikt».

Falls die Rechte fehlen: Melden Sie sich mit einem Benutzerkonto an, das über Administrator-Rechte verfügt. Damit lassen sich Programme und Apps normalerweise deinstallieren. Öffnen Sie Start/Einstellungen (Zahnrad) und gehen Sie zu Konten. Unter Ihrem Kontonamen muss «Administrator» stehen. Klicken Sie auch mal auf Familie & weitere Kontakte, dann sehen Sie allenfalls weitere Benutzerkonten. Via Klick darauf und Kontotyp ändern weisen Sie einem der Konten Administrator-Rechte zu.

Es ist eine vorinstallierte App: Bei einigen mit Windows 10 vorinstallierten Apps fehlt der Deinstallieren-Befehl oder er ist ausgegraut. Microsoft will nicht, dass Sie diese App deinstallieren.

Der Deinstallieren-Befehl fehlt oder ist ausgegraut

© Quelle: PCtipp.ch

Bei einigen ist es sinnvoll, dies zu verhindern. Etwa bei der Microsoft Store App oder bei Hilfe anfordern. Auf andere wiederum könnten Sie durchaus verzichten, wenn es einen Weg zum Deinstallieren gäbe. Und da gibt es sogar zwei Wege: einer über die PowerShell und einer über ein Hilfsprogramm.

App via PowerShell deinstallieren: Die systeminternen App-Namen lauten nicht gleich wie die Namen im Startmenü oder in der App-Verwaltung. Machen Sie erst den Namen der App ausfindig, die Sie deinstallieren wollen. Klicken Sie auf Start, tippen Sie PowerSh ein, klicken Sie mit rechts auf Windows PowerShell und wählen Sie Als Administrator ausführen. Bestätigen Sie die Rückfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja. Tippen Sie diesen Befehl ein und drücken Sie Enter

get-appxpackage >c:\users\AlleApps.txt

Mit PowerShell eine Liste der Apps in eine Textdatei schreiben, um sie später zu deinstallieren

© Quelle: PCtipp.ch

Nach ein paar Sekunden landet der Eingabeprompt auf der nächsten Zeile. Öffnen Sie den Windows-Explorer und gehen Sie darin zu C:\Benutzer\ (C:\Users\). Hier finden Sie jetzt eine neue Datei namens AlleApps.txt. Öffnen Sie diese per Doppelklick mit dem Notepad-Editor. Hinter Name sehen Sie jeweils, wie die Apps heissen. Die Xbox-App werden Sie zum Beispiel nun mit diesem PowerShell-Befehl los (weiterhin im PowerShell mit Admin-Rechten):

Get-AppxPackage *xboxapp* | Remove-AppxPackage

Lieber per Hilfsprogramm? Es gibt von https://macpaw.com/de ein Hilfsprogramm namens CleanMyPC. Normalerweise sind solche Tools mit Vorsicht zu geniessen. Aber wenn Sie dieses ausschliesslich zum Zweck benutzen, ungeliebte Apps loszuwerden, dann stellt es kein Problem dar. Laden Sie CleanMyPC herunter und starten Sie die Installation. Vermutlich wird der Windows Defender «SmartScreen»-Filter zuschlagen, um Sie an der Installation zu hindern. Die App ist jedoch sauber; wir haben sie via VirusTotal.com prüfen lassen. Sie können also wie in diesem Artikel beschrieben auf Weitere Informationen und auf Trotzdem ausführen klicken.

Ist das Programm gestartet, klicken Sie auf Multi-Deinstallationsprogramm und auf Beginnen. Nach ein, zwei Sekunden erscheinen alle installierten Apps und Programme. Haken Sie jene an, von denen Sie sich dauerhaft trennen wollen und klicken Sie auf Deinstallieren.

Mit CleanMyPC können Sie auch hartnäckige Apps entfernen

© Quelle: PCtipp.ch

Prüfen Sie nochmals die angezeigte Liste und klicken Sie auf Deinstallieren. Die Deinstallation startet und wirft eins nach dem anderen raus. Klicken Sie zum Schluss auf Fertig. Bei der Kaufaufforderung können Sie das Programm einfach übers X oben rechts beenden. Wenn Sie jetzt CleanMyPC ebenfalls loswerden wollen, können Sie es auf normalem Weg deinstallieren.

Kommentare

Windows Apps Betriebssysteme Bildbearbeitung Browser Datenverwaltung Firmen Kummerkasten Software Tools Windows 10 Xbox Windows & PC Smartphone & Apps Software & Tools Internet & Sicherheit
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Erste Singles schon da
Grand Theft Auto VI bekommt auch Musikalbum
Zusätzlich zum Spiel Grand Theft Auto VI wurde nun auch ein Musikalbum angekündigt. Die ersten sechs Songs daraus können schon angehört werden.
2 Minuten
18. Sep 2026
Die Telekom und Vodafone rüsten sich fürs Oktoberfest
Die Netzbetreiber rüsten sich für den Ansturm der Besucher auf dem Münchner Oktoberfest. Nach Telefónica Deutschland haben nun auch die Telekom und Vodafone ihre Pläne für deren Versorgung mit Mobilfunk vorgestellt.
3 Minuten
18. Sep 2026
EDÖB und privatim
Leitfaden zur digitalen Überwachung in Pflegeeinrichtungen
Der Einsatz von Kameras, Infrarotsensoren oder Radaren zur Überwachung von betreuten Personen in Spitälern oder ähnlichen Einrichtungen gewinnt an Bedeutung. Der EDÖB und privatim veröffentlichen einen Leitfaden, um die datenschutzrechtlichen Herausforderungen aufzuzeigen und Einrichtungen zu sensibilisieren, die solche Überwachungslösungen einsetzen möchten.
3 Minuten
17. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Sicherheits-Tipps
Die QR-Code-Falle
Selbst harmlose QR-Codes in Restaurants oder auf Parkuhren können gefährlich sein. Denn Gauner nutzen diese für sogennantes Quishing aus. Wir erklären Ihnen, was hinter dieser Betrugsmasche steckt und wie Sie sich dagegen schützen.
1 Minute
31. Aug 2026
Archive.org
Internet Archive: die besten Tools und Games
Die Non-Profit-Organisation Internet Archive ist eine gemeinnützige Bibliothek mit Millionen kostenloser Bücher, Filmen, Software, Musik, Websites. PCtipp hat Ihnen eine Übersicht zusammengestellt.
2 Minuten
31. Aug 2026
KI-Tipps
ChatGPT richtig nutzen
Das KI-Tool ChatGPT ist aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Falls Sie bisher gezögert haben, die künstliche Intelligenz einzusetzen, hilft unsere Einsteigeranleitung weiter. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie ChatGPT optimal nutzen.
7 Minuten
24. Aug 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare