Gaming-Innovation
11.02.2026, 10:00 Uhr
Im Test – Logitech Pro X2 Superstrike
Magnetische Schalter haben die Tastaturwelt bereits aufgerüttelt – nun legt Logitech mit einer ähnlichen Technologie bei der Computermaus nach. Und die hat es in sich: Sie ermöglicht Gamern ungeahnte Anpassungsmöglichkeiten und Vorteile.
Die neue Logitech Pro X2 Superstrike richtet sich klar an ein Zielpublikum: ambitionierte und professionelle Gamer. Alles an ihr ist darauf ausgelegt. Sie kommt in der bewährten Form von Logitechs Gaming-Maus Pro X Superlight 2 und wiegt mit 61 Gramm gerade einmal ein Gramm mehr. Schnickschnack sucht man vergeblich: keine Beleuchtung, «nur» fünf Tasten und ein Scrollrad. Das ultraleichte Gewicht steht im Vordergrund – Ballast hat hier keinen Platz.
Verbinden lässt sich der Nager einerseits per USB-Kabel; dieses fällt allerdings etwas dick und wenig geschmeidig aus. Zudem wird per Kabel lediglich eine Übertragungsrate von 1000 Hz unterstützt. Die meisten dürften daher zur Funkübertragung greifen. Hier sind bis zu 8000 Hz möglich – über Logitechs mitgelieferten Lightspeed-Empfänger. Wichtig: Bluetooth wird nicht unterstützt.
Nebst der Maus werden das erwähnte USB-Kabel, der Lightspeed-Empfänger, ein USB-C zu-USB-A-Adapter, Kleber für eine bessere Griffigkeit, ein Putztuch sowie eine Powerplay-Abdeckung für kabelloses Laden mitgeliefert. Das ist mehr als ordentlich, darf man aber für einen Preis von satten 169 Franken auch erwarten.
Innovative Technologie
Kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt von Logitechs neuem High-End-Nager: Die Maus verzichtet auf herkömmliche mechanische Tasten und setzt stattdessen auf eine Technologie namens HITS (Haptic Inductive Trigger System). Vereinfacht gesagt gibt es keine klassischen Klicks mehr. Stattdessen misst eine elektromagnetische Spule die Veränderung des Magnetfeldes, wenn sich ein Metallteil nähert – die Distanz wird also analog erfasst.
Der Vorteil: Die Auslösepunkte lassen sich individuell einstellen – pro Taste und bei der Pro X2 Superstrike in zehn Stufen. Hinzu kommt eine geringere Klicklatenz als bei herkömmlichen Mäusen. Doch damit nicht genug: Auch das Klick-Feedback lässt sich in sechs Stufen konfigurieren. Auf Stufe null spürt man rein gar nichts. Eine weitere spannende Funktion nennt sich Rapid Trigger, bekannt von magnetischen Tastaturen. Sie bestimmt, wie schnell eine Taste erneut auslöst, bevor sie vollständig zurückgekehrt ist – ideal für schnelle Aktionen im Spiel. Gesteuert wird das Ganze über Logitechs kostenlose G-Hub-Software.
In der Praxis
So viel zur Theorie. Doch Innovationen nützen wenig, wenn die Umsetzung nicht stimmt. Hier kann ich Entwarnung geben: Logitech kennt sein Metier und hebt die PC-Maus mit der Pro X2 Superstrike tatsächlich auf ein neues Level.
Zum Komfort gibt es wenig zu sagen: Wie bereits die Pro X Superlight 2 liegt auch die Superstrike hervorragend in der Hand. Alle Tasten sind optimal platziert, das Mausrad ist griffig und rollt angenehm. Die Abmessungen passen für meine durchschnittlich grossen Männerhände perfekt. Apropos Mausrad: Per G-Hub-Software lassen sich ungewollte Sprünge durch versehentliches Anstossen verhindern.
Das Klickverhalten der Tasten ist ausgezeichnet und gefällt mir von allen bislang getesteten Logitech-Mäusen am besten – auch besser als bei meiner heissgeliebten G502. Die Tasten sind ultraleise, das einstellbare Feedback wirkt natürlich. Die Tasten reagieren genauso, wie man sie konfiguriert – und das in Sekundenschnelle. Im Gaming bringt das spürbare Vorteile, aber sogar beim normalen Arbeiten am PC macht die Pro X2 Superstrike Freude.
Ebenfalls praktisch: Alle Tasten lassen sich mit Befehlen, Aktionen oder Makros belegen. Unterschiedliche Profile erhöhen die Flexibilität zusätzlich. Auch die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen. Logitech verspricht bis zu 90 Stunden Dauerbetrieb – abhängig von Einstellungen wie Feedbackstufe oder Übertragungsrate. Im Test sank die Batterieanzeige selbst nach mehreren Stunden Nutzung nur um wenige Prozentpunkte.
Fazit: Echte Innovation
Wer dachte, dass solche Innovationen bei Mäusen möglich sind? Klar: 169 Franken sind ein stolzer Preis. Doch Gamer bekommen mit der Pro X2 Superstrike ein Werkzeug zur Hand, das echte Vorteile bringt. Mir gefallen Haptik, Form und Reaktionsschnelligkeit der Maus so gut, dass ich mir die neue Technologie auch für Logitechs Produktivitätsmäuse wie die MX Master wünsche.
Testergebnis
HITS-Technologie, Haptik, Gewicht, Form
Preis, unhandliches Kabel
Details: Hero-2-Sensor, 100–44 000 DPI, 8000 Hz, 90 h Akkulaufzeit, Powerplay-kompatibel, USB-C, USB-A, Lightspeed-Empfänger, 61 Gramm
Preis: 169.–
Infos:Gesehen bei: galaxus.ch
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