Tipps & Tricks
Ein «Facebook Light»-Profil mit wenigen Daten
Wer aus beruflichen Gründen ein Facebook-Profil braucht oder nachschauen möchte, was die Kinder im sozialen Netzwerk treiben, kommt nicht umhin, ein Profil anzulegen. Jedoch ist Facebook der grösste Datensammler der Welt. Auf den Servern gespeichert werden etwa Geburtsdatum, Alter, Wohnort, GPS-Daten und sämtliche hochgeladenen Bilder. Facebook und andere Teilnehmer können daraus Rückschlüsse aus dem Interaktionsverhalten der Nutzer ziehen. Es gibt jedoch einen Weg, das Datenschutzrisiko auf ein Minimum einzugrenzen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein Facebook-Profil mit möglicht geringer Datenpreisgabe anlegen.
1. Anmeldung
Gehen Sie auf www.facebook.com und registrieren Sie sich mit Namen, Vornamen und Mailadresse. Da kommt gleich die Frage auf: Kann ich auch ein Pseudonym verwenden? Ja, das geht (theoretisch). Aber Achtung: Gemäss den AGB von Facebook müsste man eigentlich den echten Namen angeben. Wer dann auf einmal vom Fantasienamen zum richtigen Namen wechselt, riskiert, gesperrt zu werden. Geben Sie auf jeden Fall zweimal nacheinander eine gültige E-Mail-Adresse an (keine Handy-Nummer!). Idealerweise verwenden Sie eine anonyme E-Mail-Adresse eines Gratisanbieters wie GMX oder Bluewin.
Verwenden Sie am besten eine E-Mail-Adresse, die Sie sonst nicht benötigen und die beim E-Mail-Provider nicht auf Ihren richtigen Namen registriert ist
Quelle: PCtippDie Handy-Nummer braucht das soziale Netzwerk nicht unbedingt von Ihnen zu wissen. Wählen Sie stattdessen ein möglichst sicheres Passwort aus mindestens acht Ziffern, bestehend aus Gross- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen oder Sonderzeichen (z.B. Cervelat*4). Klicken Sie nach Angabe des Geburtsdatums auf Registrieren.
2. Keinen Zugriff auf Postfächer erlauben
Nun will Facebook noch gerne Zugriff auf Postfächer, Skype oder weitere E-Mail-Konten, um nach Ihren bekannten Kontakten zu suchen, die auch auf Facebook sein könnten. Das lehnen wir alles dankend ab. Klicken Sie einfach auf Weiter bzw. überspringen Sie diesen Schritt.
Überspringen Sie einfach die Suche nach Kontaktdaten
Quelle: PCtipp.chNächste Seite: Registrierung abschliessen
Registrierung abschliessen
3. Registrierung abschliessen
Ein Profilbild müssen Sie nicht unbedingt einrichten. Natürlich können Sie auch ein Comic-Bild oder das Foto einer Cervelat reinstellen und das Bild jederzeit wieder ändern. Lassen Sie das Profilbild besser weg. So bleibt Ihr Profil neutral.
Sie können irgendein Profilbild wählen. Noch sinnvoller ist es, gar kein Profilbild zu wählen
Quelle: PCtipp.chMan glaubt es kaum: Zum Schluss wird man noch einmal danach gefragt, mit der E-Mail-Adresse nach Freunden zu suchen. Aber im Prinzip sind Sie jetzt fertig mit dem Anlegen des Profils. Werfen Sie nun (noch einmal) einen Blick in Ihr Mail-Postfach. Zum Abschliessen der Registrierung reicht ein Klick auf den Bestätigungslink.
Öffnen Sie den Bestätigungslink Ihrer erhaltenen Mail, um die Profilanmeldung bei Facebook abzuschliessen
Quelle: PCtipp.chSie haben nun ein Facebook-Profil und landen gleich in der Hauptoberfläche mit der sogenannten Timeline, mit der Sie Neuigkeiten von Freunden oder von abonnierten Seiten sehen werden.
Tipp: Vervollständigen Sie Ihr Profil auch nicht mit zusätzlichen Informationen wie Ausbildung oder Arbeitgeber.
4. App-Plattform deaktivieren
Soweit, so gut. Nun sollten Sie Ihr Profil aber noch richtig abdichten. Dazu sind nun ein paar abschliessende Einstellungen nötig.
Mit Facebook lassen sich auch Anwendungen und Dienste zur Anmeldung verknüpfen, etwa Wettbewerbe oder Webdienste wie Doodle oder Feedly. Das ist einerseits bequem, weil Sie sich damit jederzeit schnell in die Dienste einloggen können; andererseits müssen Sie sich einer Sache bewusst sein: Viele Anwendungen greifen auf Ihre Daten zu und wollen diese für Werbezwecke verwenden.
Lassen Sie am besten gar keine App-Verknüpfungen von Facebook zu
Quelle: PCtippKlicken Sie ganz rechts oben auf der Facebook-Oberfläche ins kleine Dreieck und öffnen Sie die Einstellungen. Darin angelangt, öffnen Sie links den Eintrag «Apps & Webseiten». Klicken Sie in der Schaltfläche für Apps, Webseiten und Spiele auf Bearbeiten, dann auf Deaktivieren. Nun werden Sie künftig gar nicht in Versuchung kommen, Dienste mit Facebook zu verknüpfen.
Tipp: Sollten Sie sich trotzdem von Zeit zu Zeit mit gewissen Apps verbinden, überprüfen Sie mit diesem Tipp neuerdings am einfachsten Ihre Kontoeinstellungen.
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