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So gehts: Windows 8 & Windows 8.1 reparieren, zurücksetzen oder wiederherstellen

Wenn Windows 8 oder 8.1 nicht mehr richtig läuft, muss eine Reparatur oder Wiederherstellung her. Aber wie bekommen Sie das hin?
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© Quelle: PCtipp.ch

Es gibt einiges zu beachten. Sie sind gegen Ärger am besten gefeit, wenn Sie sich entsprechend vorbereiten.

Zuerst das Backup

Vorsichtsmassnahmen: Sichern Sie Ihre Daten unbedingt auf externe Datenträger, wie beispielsweise eine USB-Festplatte oder ein NAS. Sofern Sie keine sensiblen Personendaten bearbeiten, können Sie die Daten auch auf einen Cloudspeicher wie Dropbox, Wuala oder Google Drive stellen. Das tun Sie am besten regelmässig, schon bevor Probleme auftreten. 

Reparaturdatenträger erstellen

Vorsorge ist ohnehin angebracht. Erstellen Sie einen Reparaturdatenträger. Bei Windows 8 haben Sie die Wahl zwischen bootfähiger CD und USB-Stick, bei 8.1 steht Ihnen nur noch der USB-Stick zur Verfügung. Greifen Sie zu einem (leeren!) USB-Stick ausreichender Grösse. 

Unter Windows 8 drücken Sie die Tastenkombination Windowstaste+R, tippen recdisc ein und drücken Enter. Unter Windows 8.1 heisst der einzutippende Befehl stattdessen recoverydrive. Stöpseln Sie den USB-Stick ein und folgen Sie den Anweisungen. Am Ende haben Sie einen bootfähigen USB-Stick. Ab ihm können Sie im Notfall den PC aufstarten und Reparatur- sowie Wiederherstellungsarbeiten durchführen. Wie Sie den Reparaturdatenträger nutzen, steht weiter unten.

Direkt zur Reparaturkonsole: Vielleicht ist der Griff zum Reparaturdatenträger gar nicht nötig oder Sie haben noch keinen erstellt. Versuchen Sie die folgenden Tipps.

Wiederherstellungspartition ansteuern

Hersteller hat vorgesorgt: Die meisten Marken-PCs und Notebooks sind mit einer grosszügigen Wiederherstellungspartition ausgestattet. Auf diesem softwaremässig abgetrennten Teil der Festplatte schlummern Werkzeuge und Systemdateien zum Zurücksetzen oder Neuinstallieren des Systems. Je nach Hersteller drücken Sie beim Hochfahren eine bestimmte Taste. Etwa bei Lenovo ist das häufig die blaue ThinkVantage-Taste, bei anderen Herstellern ist es z.B. F11. Schauen Sie am besten in die Supportforen des Herstellers. Damit haben Sie ähnliche Reparaturmöglichkeiten, wie Microsoft diese anbietet.

Falls Anmeldung noch klappt: Fahren Sie per Maus in die obere rechte Ecke, um die Charmsleiste einzublenden. Klicken Sie aufs Einstellungen-Zahnrad, gefolgt vom Icon für Ein/Aus. Drücken und halten Sie die Shift-Taste («Umschalt») und klicken Sie jetzt auf Neu starten. Windows wechselt in den Reparaturmodus. Hier klicken Sie auf Problembehandlung und wählen, was geschehen soll.

Die Reparaturmodi

Die Reparaturmodi in Kürze: Die am wenigsten invasive Methode ist «PC auffrischen». Dabei gehen angeblich keine Dateien verloren - sagt zumindest Microsoft. Eine Sicherung Ihrer Dokumente, Bilder usw. ist dennoch unerlässlich. Alles ausserhalb von «Eigene Dateien» ist durch diese Methode ohnehin gefährdet. Kopieren Sie also nebst Ihrer üblichen Datenordner auch mindestens den Inhalt der Anwendungsdaten: Windowstaste drücken, %appdata% eintippen und Enter drücken. Im Explorer-Fenster eine Ebene hochwechseln (zu «AppData»). Jetzt diese Ordner in Sicherheit bringen. Falls ausserhalb von C:\Users\IhrName noch Ordner mit persönlichen Daten liegen, sichern Sie auch diese. Sie werden auch einige oder gar alle Programme neu installieren müssen.

Die zweite Möglichkeit heisst Originaleinstellung wiederherstellen. Damit werden sämtliche Benutzerdaten gelöscht, die Benutzerkonten entfernt und der PC/Laptop quasi in die Werkseinstellung zurückgesetzt. Das ist die empfohlene Variante, falls Sie den PC etwa an eine andere Person verkaufen oder verschenken.

Nutzung des Reparaturdatenträgers: Die meisten PCs/Notebooks zeigen beim Einschalten kurz an, mit welcher Taste Sie das computereigene Bootmenü aufrufen. Konsultieren Sie hierzu allenfalls die Handbücher und Supportseiten Ihres PC/Notebookherstellers. Sie können auch die Bootreihenfolge im BIOS bzw. im UEFI präventiv ändern, sodass der PC immer zuerst ab USB-Stick startet, sofern ein bootfähiger Stick eingestöpselt ist. Der Weg ins BIOS/UEFI kann jedoch steinig sein. Hierzu hilft dieser Artikel. 

Holzhammermethode: Es gibt auch die Fälle, in denen erstens ein Reparaturdatenträger fehlt und zweitens auch kein Anmelden am PC mehr möglich ist. Es gibt ohne vorhergehende Massnahmen keinen einfachen Weg, beim Hochfahren des PCs die Reparaturkonsole aufzurufen. Die Windows 8 Reparaturkonsole springt aber automatisch ein, wenn ein Booten dreimal hintereinander nicht erfolgreich war. Dies können Sie sich wie folgt zunutze machen.

Schalten Sie den PC ein und sofort wieder aus, sobald erstmals das Windows-Logo erscheint. Dieses wiederholte «Abwürgen» ist manchmal kein Leichtes, besonders bei Notebooks. Oft hilft es, den Einschaltknopf ein paar Sekunden lang zu drücken. Oder beim Notebook das Stromkabel und den Akku im richtigen Moment zu entfernen. Hat das geklappt, erscheint «Automatische Reparatur wird gestartet». Hier gehts zu Erweiterte Optionen, in denen Sie die gewünschte Reparaturmethode starten können. Via Problembehandlung gehts dann beispielsweise zu Auf Originaleinstellung zurücksetzen.

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