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Lesedauer 7 Min.

Die besten Schweizer Google-Alternativen

Wir suchen – nein, wir googeln: nach Stichworten, nach Routen auf Google Maps, nach Google Docs auf Google Drive bzw. One. PCtipp zeigt Ihnen helvetische Suchmaschinen-Alternativen, einen hiesigen Cloud-Dienst und Schweizer Messenger.

Google Doodle

© (Quelle: Google)

Stellen Sie sich vor, Sie leben temporär in einer Schweizer Alphütte (OK, eine mit WLAN-Empfang) und wollen einfach mal für ein paar Wochen frei sein von amerikanischen Internetdiensten. Auf welche Schweizer Pionierleistungen der Internetdienste müssten Sie zurückgreifen? PCtipp hat einige gefunden.

(Ursprung 2020, aktualisiert am 25.02.22)

Schweizer Suchmaschine: Swisscows

Die schweizerische Suchmaschine von Swisscows

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Das Schweizer Unternehmen Swisscows AG will mit der Swisscows.ch-Suchmaschine den Nutzern mehr Datenschutz bieten, als das Google, Facebook und Co. tun. Laut Webseite werden keine Daten gespeichert und Benutzer seien zu 100 Prozent anonym. Das Datencenter befindet sich in den Schweizer Alpen.

Swisscows ist beliebt bei Familien, da man mit der Suchmaschine seinen Kindern dank eingebautem Filtern eine Sucherfahrung ohne Pornografie oder Gewalt ermöglichen kann. Swisscows ist auch als Browser-Add-on (Firefox, Chrome) verfügbar.

Swisscows.ch setzt auf Datenschutz und Familienfreundlichkeit

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Schweizer Suchmaschine: Search.ch

Search.ch wurde 1995 gegründet. Heute gehört Search.ch zu Localsearch (Swisscom Directories AG), das local.ch und search.ch betreibt. Die Suchtechnologie stammt aus der Schweiz.

search.ch gewichtet Schweizer Resultate höher

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Als Sucher können Sie hier auch den «Kantönligeischt» walten lassen und Ihre Suche nach Kanton oder Städten eingrenzen (siehe: In der Region) und vor allem effizient nach Telefonnummern suchen. Beim Suchen werden .ch- und .li-Domains höher gewichtet als die Domains anderer Länder. Der Suchindex wird nach wie vor wöchentlich aktualisiert.

Update 25.02.22: Auf tel.search.ch wird derzeit offenbar am häufigsten nach Corona-Testzentrum gesucht, deshalb war dies direkt bei Seitenaufruf automatisch ausgefüllt.

Weitere integrierte Suchdienste:

Kartendienst von Search.ch

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Schon länger gibt es auch eine search.ch-App ( Android, iOS, Huawei App Gallery).

Meta-Suchmaschine eTools.ch

Eine schlicht aussehende Meta-Suchmaschine ist eTools.ch. Sie durchsucht 17 Suchmaschinen wie Bing, DuckDuckGo, Google, Qwant, Tiger, Wikipedia oder Yahoo gleichzeitig. Laut Betreiber werden keine Personendaten erhoben, gespeichert oder an Dritte weitergegeben und der Benutzer wird nicht getrackt.

eTools.ch gibts nur für Browser oder Android-Geräte

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Rechts kann nach Themen gefiltert werden, beispielsweise Schweiz, Google, Tipps, Software, Blog, nach Domäne (z.B. .ch) oder Quelle (z.B. DuckDuckGo). Man kann sich die letzten Suchausdrücke nochmal anzeigen lassen.

Bei den Einstellungen kann man z.B. die maximale Suchzeit, das Land, die Sprache oder die Resultate pro Seite definieren. eTools ist auch als mobile Suche (Browser) verfügbar; die App eTools Private Search gibts nur für Android-Geräte.

Schweizer Cloud-Dienst: Infomaniak und Tresorit

Wer eine schweizerische Google-Cloud-Alternative suchte, wurde früher bei Wuala von LaCie fündig. Doch Wuala wurde im November 2015 eingestellt.

Infomaniak (etik.com)

Der hiesige Cloud-Entwickler hat im Februar dieses Jahres seinen Service ausgebaut und bietet nun ein kostenloses Cloud-Ökosystem mit 35 GB Speicherplatz.

Infomaniak nennt das Angebot die ethische Cloud

© Quelle: Infomaniak

Infomaniak hat ein werbefreies, datenschutzfreundliches Ökosystem zum Speichern von Fotos und Dokumenten (kDrive). Auch ein Kalender, E-Mail-Verwaltung sowie ein Videokonferenzdienst (kMeet) sind an Bord.

Das Cloud-Ökosystem ist via etik.com verfügbar. Der Dienst wurde in der Schweiz entwickelt und Interessierte erhalten 15 GB Speicherplatz plus ein Postfach mit 20 GB Platz für Mails. Nutzerinnen und Nutzer werden bei der Konfiguration dieser Dienste auf ihren Geräten und beim Import ihrer Daten aus den meisten E-Mail- und Cloud-Diensten (Gmail, Outlook, Yahoo Mail und Dropbox, Google Drive, Microsoft One Drive, NextCloud, usw.) durch Assistenten unterstützt.

Der Cloudspeicherdienst kDrive

© Quelle: Infomaniak

Unseren Artikel «15 Einsteiger-Tipps für den Schweizer Infomaniak-E-Maildienst ik.me» finden Sie hier, über diesen Link finden Sie 5 Einsteiger-Tipps für den Cloudspeicher kDrive und nicht zuletzt finden Sie hier die 5 Einsteiger-Tipps für Infomaniaks Videokonferenz-Dienst kMeet (basiert auf Open-Source-Software Jitsi Meet).

Tresorit

Im August 2021 hat die Schweizerische Post die Mehrheit am Luxemburger Cybersecurity-Unternehmen Tresorit übernommen (PCtipp berichtete). Tresorit bietet «eine sichere Lösung zum Verwalten, Speichern, Synchronisieren und Teilen von Dateien für Privatpersonen (Tresorit Send) und Unternehmen in der Cloud» an, schrieb die Post in einer Mitteilung. Der Hauptsitz von Tresorit befindet sich in Luxemburg – weitere Niederlassungen hat das Unternehmen hier in der Schweiz, in Deutschland und Ungarn.

Cloud-Speicher aus der Schweiz – Tresorit für Privatkunden

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Der Cloud-Speicher bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, hiesigen Datenschutz und Kontrolle beim Teilen. Allerdings ist der Dienst kostenpflichtig. Der sichere Clouddienst ist ab Fr. 10.42 monatlich (jährl. Abrechnung) verfügbar. Die Preisdetails finden Sie hier.

Dafür erhält man bis zu 2.5 TB verschlüsselten Speicher. Für Einzelnutzer gibt es die Aboversionen Premium (Fr. 10.42/Monat) oder Solo (Fr. 24.-/Monat). Beide Varianten kann man zunächst kostenlos testen.

Tresorit bietet einen ebenfalls kostenlosen Dienst namens Tresorit Send zum Teilen grosser Dateien (bis zu 5 GB) an. Laut Anbieter werden die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Schweizer Messenger: Threema, Wire und TeleGuard

Sie mögen Googles eigene Messenger, Google Hangouts, Google Duo oder dessen Videokonferenzdienst Google Meet nicht? Hier gibts nicht nur bessere, sondern helvetische Alternativen.

Threema

Threema für Android, im Dunkelmodus

© Quelle: Threema

Der Schweizer Messenger Threema lässt vom Funktionsumfang her kaum WhatsApp-Features vermissen. Klar, die Nutzerzahl – auch wenn sie in letzter Zeit stark gewachsen ist –, lässt sich noch nicht mit WhatsApp vergleichen.

Der Hauptunterschied bspw. zum sicheren Messenger Signal: Während man Signal nur mit Angabe personenbezogener Daten verwenden kann, lässt sich Threema auch völlig anonym, das heisst ohne Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, nutzen – wenn man das möchte.

Threema Web vor dem Koppeln

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Im Unterschied zur kostenlosen Konkurrenz wie Signal oder Telegram ist Threema (Android, iOS) kostenpflichtig. Es gibt ausserdem eine Webversion, bei der man per QR-Code das Handy mit der Webversion koppelt.

Für den einmaligen Gegenwert eines Kaffees (Fr. 3.99) erhält man dafür Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Daten werden in der Schweiz gespeichert (die Threema GmbH betreibt laut Webseite ihre eigenen Server in zwei Rechenzentren eines «ISO 27001»-zertifizierten Colocation-Partners im Grossraum Zürich). Lesen Sie in diesem Artikel unsere 12 praktischen Threema-Tipps.

Wire

Der Messenger Wire

© Quelle: Wire

Wire hat seinen Hauptsitz in Zug; der Messenger ist ein Produkt der Wire Swiss GmbH. Wie bei Threema ist die gesamte Kommunikation durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Das Unternehmen wirbt auf seiner Webseite damit, dass die Server in Deutschland sowie Irland stehen.

Wie bei Threema kann man sichere Audio- und Videoanrufe tätigen sowie Dateien verschicken. Was Threema derzeit noch fehlt: Wire hat eine GIF-Integration. Ausserdem kann man zeichnen.

Wire

© Quelle: Screenshots / PCtipp

Im Gegensatz zu Telegram ist keine Handynummer zur Registrierung nötig, sondern lediglich eine E-Mail-Adresse. Wire gibts als Wire for Web, für den Desktop oder Android und iOS.

TeleGuard

TeleGuard ist ein Messenger des Schweizer Unternehmens Swisscows AG, welches auch die datenschutzfreundliche Swisscows-Suchmaschine betreibt. Beim Messenger aus der Schweiz ist keine Nutzer-Registrierung nötig, man muss weder seine Telefonnummer noch seine E-Mail-Adresse preisgeben, da TeleGuard jeweils eine Identifikationsnummer (TeleGuard ID) erstellt, die man anschliessend mit Freunden teilen kann.

Auch mit TeleGuard kann man (Video-)Anrufe tätigen

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Hier gehts zu unseren 8 Tipps zu TeleGuard.

Schweizer E-Mail: Infomaniak und Swisscows.email

Infomaniak (ik.me)

Der Schweizer Webhoster Infomaniak hat im November 2020 einen kostenlosen, in der Schweiz entwickelten und gehosteten E-Mail-Dienst namens ik.me lanciert (PCtipp berichtete).

ik.me wurde in der Schweiz entwickelt

© Quelle: Infomaniak

Mit dem Gratis-E-Mail-Konto haben Sie 20 GB Speicher zur Verfügung, ausserdem gibts Zugang zum Cloudspeicher von kDrive, einem weiteren Infomaniak-Dienst. Der Speicherplatz für Fotos und Office-Dateien wurde Anfang Jahr von 3 GB auf 15 GB Speicherplatz erhöht. Infomaniak verzichtet auf Werbung und nach eigenen Angaben auf Datenauswertung.

Hier gehts zum Artikel 15 Einsteiger-Tipps für den Schweizer Infomaniak-E-Maildienst ik.me.

Swisscows.email

Das Unternehmen Swisscows, das nebst der Suchmaschine auch den Messenger TeleGuard betreibt, hat letzte Woche ein verschlüsseltes E-Mail-System lanciert (PCtipp berichtete).

Swisscows.email ist laut Entwickler Ende-zu-Ende verschlüsselt. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, sei der Standort Schweiz gewählt worden – die Server stehen laut Webseite ausschliesslich in der Schweiz.

Swisscows.email Grundansicht

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Die Basisversion ist kostenlos. Die Gratisversion bietet 1 E-Mail-Adresse mit 150 Nachrichten am Tag und 500 MB Speicher, unbegrenzte Ordner und «begrenzten» Support. Alternativ kann man ein kostenpflichtiges Paket für 5 Euro im Monat (bzw. 45 Euro/Jahr) wählen und erhält 5 GB Speicher, ebenfalls 1 E-Mail-Adresse für 1000 Nachrichten am Tag, ebenfalls unbegrenzte Ordner und «normalen» Support.

Wählen Sie hier die Wunsch-E-Mail-Adresse für Swisscows.email

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Wie Sie mit Swisscows.email einen PGP-Schlüssel erstellen, ist hier erklärt.

Alternativen zu Google Maps

map.geo.admin.ch

Das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo stellt exakte Karten kostenlos zur Verfügung.

Ob Sie nun gerne Wandern oder lieber Mountainbiken: Der Kartendienst des Bundes zeigt an, wenn ein Wanderweg, Veloweg oder eine Mountainbike-Strecke gesperrt ist.

Der Kartendienst des Bundes zeigt unter anderem Sperrungen von Wanderwegen oder Mountainbikestrecken

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Swisstopo bietet auch eine kostenlose Karten- und Geodaten-App (Android und iOS). Damit kann man Wanderrouten planen, ÖV-Haltestellen finden, historische Luftbilder ansehen und teilweise Offline-Karten gratis nutzen.

App-seitig gibt es übrigens noch Schweiz Mobil (Plus). Mehr dazu erfahren Sie hier.

Aus Frankreich: Qwant Maps

Zugegeben, kein helvetisches Produkt. Doch wenn Sie Googles Datenhunger meiden wollen, können Sie statt Google Maps Qwant Maps verwenden. Lesen Sie hierzu unseren Artikel: 10 praktische Tipps für die Google-Maps-Alternative.

Qwant Maps

© Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Lesen Sie auch unseren Artikel Die besten Kartendienste - ein Vergleich.

(Dieser Artikel erschien erstmals im Februar 2020 und wurde am 25. Februar 2022 ergänzt und aktualisiert.)

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